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Anbaustart von BASF-Genkartoffel auf Dienstag verschoben

Protestaktion in Bütow

Der Anbaustart für die Genkartoffelsorte "Amflora" in Mecklenburg-Vorpommern ist auf Dienstag verschoben worden. Auf einer Versuchsfläche von 20 Hektar in Bütow im Müritzkreis dürfe die Kartoffel ausgebracht werden, sagte Dezernatsleiter Günther Erbe vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, das die Arbeiten kontrollieren wird, am Montag (4. Mai) in Rostock. Bei guter Witterung sollen die Auspflanzarbeiten am Freitag abgeschlossen sein. Auftraggeber für den Anbauversuch, der ursprünglich am Montag starten sollte, ist der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF.

In dem Unternehmen war die schriftliche Genehmigung für den Anbau erst am vergangenen Donnerstag eingegangen. Dies sei zu spät gewesen, um am Montag mit dem Auspflanzen beginnen zu können, sagte der Eigentümer des Gutes Bütow, Karl-Heinrich Niehoff. Die Kontrollbehörde des Landes überwache unter anderem, ob jene Felder bestellt werden, die im Antragsverfahren genannt wurden, und ob sie umzäunt sind.

Gentechnik-Gegner warfen Kartoffeln auf das Gentechnik-Feld

Ungeachtet der Terminverschiebung protestierten am Montag sechs Gentechnikgegner am Rand des für den Anbau vorgesehenen Feldes. Nach Angaben einer Polizeisprecherin warfen sie Kartoffeln auf den Acker. Nicht bestätigen konnte sie Medienberichte, wonach es sich um zehn Kilogramm Biokartoffeln gehandelt haben soll, mit denen das Feld symbolisch "verunreinigt" werden sollte. Die Beamten hätten die Personalien der Gentechnikgegner aufgenommen und Platzverweise ausgesprochen.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hatte den Anbau der Kartoffelsorte zu Forschungszwecken erst vor knapp einer Woche genehmigt. Amflora-Kartoffeln sind für den Menschen ungenießbar. Sie können wegen ihrer besonderen Stärkezusammensetzung zu industriellen Zwecken wie der Herstellung von Papier genutzt werden.

BASF hatte die geplante Anbaufläche angesichts zahlreicher Proteste noch einmal deutlich verkleinert. Ursprünglich waren 150 Hektar vorgesehen.

Das Land hat nach Angaben von Agrarminister Till Backhaus (SPD) derzeit keine rechtliche Handhabe, gegen Aigners Entscheidung vorzugehen. Mecklenburg-Vorpommern sei lediglich für die Überwachung und Kontrolle des Versuchs zuständig.

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