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Rund 100 Tote nach US-Luftangriffen

"Bundeswehr muss Afghanistan verlassen"

In der afghanischen Provinz Farah sind bei Angriffen der US-Luftwaffe etwa 100 Menschen getötet worden, darunter auch mindestens 30 Zivilisten. Es ist nach Darstellung der "Tagesschau" einer der blutigsten Angriffe auf Zivilisten seit dem Sturz der Taliban vor mehr als sieben Jahren. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) schickte ein Team in die betroffene Region, das offenbar einen grausamen Fund machte. "Was sie gesehen haben, waren Dutzende von Körpern", sagt eine Sprecherin des IKRK.

Afghanistans Präsident Karsai hatte nach Bekanntwerden des Angriffs eine Untersuchung angekündigt und erklärt, er werde das Thema bei seinem Treffen mit US-Präsident Barack Obama zur Sprache bringen.

Karsai beschwert sich seit Jahren nachdrücklich über die hohe Zahl ziviler Opfer bei westlichen Luftangriffen. In einer emotionalen Pressekonferenz mahnte er den Westen schon vor zwei Jahren, mit Tränen in den Augen: Das Leben der Afghanen sei nicht wertlos.

Karsai weiß: Je mehr die Zahl der zivilen Opfer steigt, desto mehr sinkt das Ansehen der ausländischen Truppen - und damit auch sein eigenes.

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der getöteten Zivilisten im Afghanistan-Krieg im vergangenen Jahr auf über 2100 gestiegen.

Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine sagte am Mittwoch, die Bundeswehr müsse Afghanistan verlassen. "Sie darf sich nicht an einem Krieg, bei dem viele unschuldige Menschen ermordet werden, weiter beteiligen." Es sei ebenso nicht länger zu verantworten, das Leben unserer Soldaten aufs Spiel zu setzen, so Lafontaine.

Das Ziel des Afghanistan-Einsatzes, den Terrorismus zu bekämpfen, werde in sein Gegenteil verkehrt. "Der Afghanistan-Einsatz erhöht die Terroranschlagsgefahr in Deutschland und der Welt", so Lafontaine.

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