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Offshore-Windstrom ist teuer

Institut der deutschen Wirtschaft

Vehement bekämpfen Energiekonzerne und Bundesregierung die Nutzung der Windenergie im Binnenland. Um die Gewinne aus der Windenergie den großen Stromkonzernen zuzuschanzen werden seit Jahren gezielt große Off-Shore-Windparks in der Nord- und Ostsee gefördert. Offshore-Windenergie erhält auch höhere Vergütungssätze als Windstrom aus dezentraler Erzeugung an Land. Jetzt bekommen die Konzerne Gegenwind ausgerechnet vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Die zentrale Aussage des Instituts: Die raue See sorgt dafür, dass Offshore-Windstrom teurer ist als der an Land erzeugte. Neu ist die Erkenntnis nicht. Neu ist nur, dass ein wirtschaftsnahes Institut jetzt darauf hinweist, dass die einseitige Orientierung auf die Offshore-Windenergie im Interesse der Konzerne nicht unbedingt im Sinne der Stromkunden ist.

Deutschland ist jetzt schon "das Land der Windräder", so das Institut der Deutschen Wirtschaft. Allein im Jahr 2009 speisten über 20.000 Windkraftanlagen rund 38 Terawattstunden in das deutsche Stromnetz ein. Das entspricht etwa 6,4 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs.

Die Kosten für den Windstrom im Binnenland halten sich in Grenzen. Für eine im letzten Jahr ans Netz gegangene Anlage beträgt der Abnahmepreis 9,2 Cent pro Kilowattstunde.

15 Cent statt 9,2 Cent für den Windstrom der großen Energiekonzerne

Die geplanten Windparks im Meer versprechen laut Institut der Deutschen Wirtschaft zwar hohe Erträge, "doch sie bedeuten auch hohe Investitionen. Die Anlagen müssen ganz anderen Belastungen standhalten als an Land. Der Anschluss an das Stromnetz verursacht ebenfalls hohe Zusatzkosten. Aus diesem Grund ist der garantierte Abnahmepreis mit 15 Cent pro Kilowattstunde auch höher als bei landgestützten Anlagen."

Die von großen Energiekonzernen im Meer geplanten Windparks erhalten also eine deutlich höhere Vergütung als Windenergieanlagen an Land. Bislang sind 25 Windparks vor der deutschen Küste genehmigt. In zehn Jahren sollen dort Windräder mit einer Leistung von 10.000 Megawatt aufgestellt werden, was knapp 40 Prozent der heutigen Gesamtleistung der Windräder entspricht.

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