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Lehrer missbraucht Schülerin

Bußgeld für Pädosexuellen

In Hannover informierte am Montag eine Sprecherin des Kultusministeriums darüber, dass ein pädosexueller Lehrer, der mehrfach eine 15 Jahre alte Schülerin sexuell missbraucht hatte, wieder unterrichtet – irgendwo in Niedersachsen.

Was Missbrauch an Kindern bewirken kann, wurde hinlänglich von Pädagogen, Psychologen und Kriminalisten dargestellt. Männliche Serienvergewaltiger, Serienmörder, Amokläufer und andere Kriminelle wurden in ihrer Kindheit häufig Opfer unterschiedlicher Gewaltereignisse – oft des sexuellen Missbrauchs. Aufgrund unterschiedlicher psychischer Prozesse, geben einige Opfer von Gewalterfahrungen, diese Grausamkeiten an andere weiter. Häufig sind Tiere ihre ersten Opfer, bevor der Schritt zum menschlichen Opfer gewagt wird. Ein furchtbares Beispiel für diese Entwicklung findet sich im Buch „Brieffreundschaft“ mit einem Serienmörder. Aus einem Opfer schlimmsten sexuellen Missbrauchs, wurde ein brutaler, sadistischer Serienmörder.

Weibliche Opfer, die in ihrer Kindheit und Jugend vergewaltigt wurden, leiden oft ihr Leben lang unter den schrecklichen Ereignissen, sie entwickeln Störungsbilder wie die „Borderline-Persönlichkeitsstörung“, Essstörungen, neigen zu autoaggressivem Verhalten und sind – wie die männlichen Leidensgenossen – oftmals nicht, oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten, bindungsfähig.

Auch die Familien der Opfer leiden

Ganze Familien können durch derartige Tragödien zerstört werden. Es wundert also nicht, wenn die Menschen härtere Strafen für Pädosexuelle fordern. Wobei härtere Strafen möglicherweise nur begrenzt sinnvoll sind. Wichtig wäre eine andere Haltung den Dingen und den Taten gegenüber. Simpel erscheinende Dinge, wie Aufmerksamkeit, Vertrauen und ein liebevolles Miteinander innerhalb von Familien kann dem sexuellen Missbrauch von Kindern schnell ein Ende setzen oder den Missbrauch sogar verhindern – die Täter haben kaum eine Chance. Pädosexuelle dürften natürlich – das sagt schon die schlichte Logik – keinesfalls mit dem Objekt ihrer Begierde, den Kindern und Jugendlichen, arbeiten. D. h. es ist zwingend notwendig, beispielsweise Lehrer, die durch Pädosexualität auffällig wurden, Erzieher oder auch Hausmeister an Schulen, ein Berufsverbot zu erteilen – neben einer angemessenen Haftstrafe und der absolut notwendigen Therapie. Davon abgesehen, müssen auch die Verantwortlichen des Strafrechts dafür Sorge tragen, dass Berufsverbote, Haftstrafen und Therapien unverzüglich in die Tat umgesetzt werden. Täter müssen unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer finanziellen Mittel, den Maßnahmen zugeführt werden, die die Menschen vor weiteren Taten schützen. Dass ein pädosexueller Lehrer lediglich ein Bußgeld zahlt und weiter unterrichtet – so die Information aus Hannover - stellt sich nicht nur als unglaublich verantwortungslos dar, sondern assoziiert so manchem vielleicht, dass der Staat von erzwungenen sexuellen Handlungen an einer Minderjährigen in Form einer finanziellen Strafe des Täters profitiert. Gut, diese Assoziation mag weit hergeholt sein, aber eine logische Erklärung kann es wohl kaum für ein derartig verantwortungsloses Handeln der Behörden geben.

Therapie und Resozialisierung

Therapie und Resozialisierung sind generelle Notwendigkeiten, denn die Täter werden früher oder später als „normale“ Mitglieder unserer Gesellschaft, unbemerkt vor oder hinter uns an der Kasse des Supermarktes stehen, vielleicht bieten sie sich an, unseren Kindern bei den Hausarbeiten behilflich zu sein – vielleicht sind sie unsere Nachbarn oder Arbeitskollegen. Wir wissen es nicht. Der einzige effektive Schutz für die Kinder und Jugendlichen, besteht neben bereits genannten Dingen, in frühzeitiger Therapierung und adäquater Resozialisierung der Täter um weitere Opfer zu verhindern.

Opferhilfe

Die Opfer schließlich erhalten generell zu wenig Hilfe. Möglicherweise ist dieses auch ein Resultat strikter Sparmaßnahmen im Zuge der Gesundheitsreformen. Kinder und Jugendliche, die derartige Ereignisse verarbeiten müssen, werden oftmals alleine gelassen – über einen langen Zeitraum. Es ist keine Seltenheit, dass sie ein halbes Jahr oder länger auf einen geeigneten Therapieplatz warten müssen. Ob die wenigen Therapeuten den schwierigen Aufgaben gewachsen sein können, sei dahingestellt. In jedem Falle mangelt es an Therapieplätzen und entsprechenden Therapeuten. Nicht nur die Kinder, auch die Familien der Opfer werden in ihrem Leid alleine gelassen.

Verantwortungslos und unlogisch

Völlig unlogisch, ja sogar sträftlich scheint das Verhalten der entsprechenden Behörden bezüglich des pädosexuellen Lehrers, der eine 15 Jahre alte Schülerin nicht nur einmal – sondern gleich mehrfach sexuell missbraucht hat. Eine Geldstrafe musste er im Jahre 2008 zahlen, er wurde versetzt und unterrichtet nun an einer Schule in Niedersachsen. Von einer Haftstrafe wurde offensichtlich abgesehen, ein zwingend notwendiges Berufsverbot wurde nicht ausgesprochen. Der Lehrer, dessen Namen weder die Kollegen, noch die Kinder, ihre Eltern, oder wir kennen, unterrichtet täglich unsere Kinder. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, wann er das nächste Kind sexuell missbraucht. Es könnte jedes Kind treffen.

Ist dieser Lehrer der einzige, der mit einem „Bußgeld“ für den Missbrauch von Kindern davongekommen ist? Das scheint eher unwahrscheinlich.

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