Grüne Bundestagsfraktion fordert Sondersitzung zu Dioxinfunden
Dioxin in Futter- und Lebensmitteln
Die grüne Bundestagsfraktion hat für den 7. Januar eine Sondersitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beantragt, um über die Dioxin-Funde in Futter- und Lebensmitteln und die daraus zu ziehenden Konsequenzen zu beraten.
Es ist weitere Aufklärung nötig, wie und durch wen das Dioxin in die Futtermittel gelangt ist. Die unendliche Serie der Futtermittelkontaminationen zeigt: das System der Lebensmittel- und Futtermittelkontrollen und der Verbraucherinformation bedarf einer Reform und einer Stärkung der Bundeszuständigkeit und Koordination. Außerdem ist zu überprüfen, ob das zwischen Bund und Ländern im Fall von Lebensmittelskandalen festgelegte Verfahren für das Krisenmanagement von allen Beteiligten gewissenhaft und im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes umgesetzt wurde.
Obwohl Rheinland-Pfalz nach aktuellem Stand nicht direkt von den Dioxinbelastungen betroffen ist, muss auch die Landesregierung in Mainz aktiv für entsprechende Verbesserungen eintreten. Der beste Verbraucherschutz ist eine gezielte Förderung einer regional ausgerichteten und ökologischen Landwirtschaft, die ohne intransparente und problematische Futterzusätze arbeitet.
Denn auch wenn das Bundesinstitut für Risikobewertung die aktuellen Dioxinbelastungen nicht für akut gesundheitsgefährdend hält, ist die wiederholte Belastung der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Dioxinen in tierischen Produkten absolut nicht zu akzeptieren. Wir fordern, dass Produkte und Hersteller, die vom aktuellen Dioxinskandal betroffen sind, sofort bekanntgegeben und die Ware aus den Regalen genommen wird. Haften müssen die Verursacher, nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher.
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Am 04. Jan. 2011 unter:
gesundheitStichworte:
« Wie ich 10 Tage meines Lebens bei Zigeunern lebte
Dioxin-Skandal wirft Schlaglicht auf Massentierhaltung »

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