Feuchtgebiet internationaler Bedeutung im Focus von Chinesen
NABU fordert verbesserten Schutz für Gebiet zwischen Mainz und Bingen

Robert Egeling, Leiter des NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen stellte den Teilnehmern die Landschaft des Inselrheins, die Schutzgebiete und die Probleme beim Schutz des einmaligen Gebietes vor.
„Seit über 12 Jahren existiert ein Managementplan für dieses Schutzgebiet, der leider nur in geringen Teilen umgesetzt wurde. Viele Maßnahmen konnten nur durch Initiative des NABU, Sponsoren und Fördermittel für Projekte angegangen werden“, erläuterte Auenexperte Egeling den Besuchern den bisher unzureichenden Schutz des Gebietes.
„Die chinesischen Experten waren über das breite ehrenamtliche Engagement des NABU für den Schutz der Rheinauen erstaunt“, so Egeling. Bürgerschafliches Engagement im Naturschutz ist in China völlig unbekannt. Gleichzeitig hatten die Teilnehmer der Delegation wenig Verständnis dafür, dass von staatlicher Seite fast keine Personal und nur geringe finanzielle Mittel für den Schutz des Gebietes zur Verfügung stehen.
So fordert der NABU schon seit Jahren einen verbesserten Schutz der Rheinauen durch eine Stärkung der Naturschutzbehörden, den Aufbau eines Rangersystems und ausreichende Mittel für Biotopschutzmaßnahmen.
„Vielleicht können wir in einigen Jahren, einer chinesischen Delegation ein Feuchtgebiet zeigen, dass auch effektiv geschützt wird“, versucht Egeling optimistisch in die Zukunft zu blicken. Hoffnung setzt man beim NABU auf die neue Landesregierung, die sich den Schutz der Natur und Artenvielfalt auf die Fahnen geschrieben habe.
Weitere Informationen über die Rheinauen unter www.auenservice.de .
Fotos:
- Blick auf die Insel Fulder Aue
- Chinesische Delegation beim Besuch der Rheinauen im Gespräch mit Robert Egeling
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Am 11. Mai. 2011 unter:
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Idyllische Sandbänke, waldbestandene Inseln und große Wasserflächen prägen das „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Rhein zwischen Bingen und Eltville“. Als einziges Gebiet in Rheinland-Pfalz wurde es gemäß der Ramsar-Konvention von der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat nun eine Delegation von Experten aus China dieses Gebiet vor den Toren der Städte Mainz und Wiesbaden besucht.