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Die Würde des Menschen ist unantastbar

Bürokratie grenzt aus!

Seit einem Jahr arbeitet die Trierer Initiative „EinTritt“ zur Wiedereingliederung obdachloser Menschen. Heute wird der aktuelle Jahresbericht an das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales und dem Trierer Dezernat für Soziales übergeben. Das siebenköpfige, ehrenamtliche Team habe bisher vierzehn Menschen geholfen. Drei davon hätten das Ziel inzwischen erreicht: Suchtfreiheit, Wohnung, Arbeit und ein stabiles soziales Umfeld. Für das kommende Jahr rechne „EinTritt“ mit einer erhöhten Erfolgsquote.

Projektleiter Michael-Ron Stallwood erzählt: „Unsere Erfahrungen zeigten, dass die Chance auf ein ‚normales‘ Leben angenommen wird. Da wir als Ehrenamtliche aber schnell an unsere Grenzen stoßen, ist es für manche unserer Klienten immer noch zu schwer.“ Die meisten Probleme, so Stallwood, ergäben sich bei der Arbeit mit Behörden. Überspitzte Bürokratie und ein spürbarer Sparzwang erschwere, laut Stallwood, die Re-Integration immens.

Um diese Probleme zu umgehen, nehme die gemeinnützige Initiative am Arbeitskreis Obdachlose der Stadt Trier teil. Deren Aufgabe ist es, im Netzwerk alle Einzelfälle zu bearbeiten. Dazu beteiligen sich fast alle amtlichen und privaten Institutionen in Trier, die sich mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinandersetzen, am Arbeitskreis.

Doch nicht nur das oft angegriffene eigene Durchhaltevermögen und bürokratische Hürden beschwere das Klientel von „EinTritt“, auch der Mangel an Arbeit und günstigem Wohnraum trage zur Obdach- und Wohnungslosigkeit in Trier bei, so Stallwood. Am 26. August letzten Jahres machte „EinTritt“ deshalb mit einer Kletteraktion in der Feyener Kaserne darauf aufmerksam. Aktivisten hissten auf dem Dach eines leerstehenden Gebäudes ein Banner und forderten günstigen Wohnraum.

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