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Bundestagsbeschluss - kein Atomausstieg, keine Energiewende

Montags-Atom-Protest in Freiburg

Der Bundestag hat letzte Woche einem Energiegesetz zugestimmt, das von der ersten bis zu letzten Zeile ein Kniefall vor den mächtigen Stromkonzernen und AKW-Betreibern ist.

Atomausstieg? Jeder Tag mehr ist eine Laufzeitverlängerung!

Deutsche AKW sind technisch auf eine Laufzeit von 25 Jahren ausgelegt. Was große Teile des Bundestags als „Atomausstieg“ bezeichnen, ist die garantierte, ungestörte Laufzeitverlängerung. Sechs der neun am Netz bleibenden Reaktoren haben die 25 Jahre bereits erreicht bzw. überschritten. Beim Bau wurde ein Betrieb von 32 Jahren nicht berücksichtigt. Nachbesserungen dienen meist nur der Stärkung der Akzeptanz der hochgefährlichen Technologie.

Das „Versprechen“ der Bundesregierung, alle AKW bis 2022 stillzulegen, ist reine Blendung, die uns als „Kompromiss“ verkauft werden soll. In Wirklichkeit ist es ein Geschenk an die Großkonzerne, weiterhin Milliardengewinne einzufahren. Dass dies mit der Ausbeutung von Natur und Menschen, angefangen mit dem zerstörerischen Uranabbau, einhergeht, wird ignoriert.

Das Risiko eines Atomunfalls wird in den nächsten 10 Jahren steigen – auch wenn weniger AKW am Netz sind. Bekanntermaßen nimmt Versprödung und Verschleiß der Reaktordruckbehälter mit dem Alter zu. Gewissenlos wird dieses Risiko von den Betreibern in Kauf genommen.

Energiewende? Regierung setzt weiter auf Dinosaurier-Technologie

Obwohl die Gesamtleistung des deutschen Kraftwerksparks den Strombedarf zu Höchstlast-Zeiten bei weitem übersteigt, wird uns eingeredet, wir bräuchten Ersatz für die 8 stillgelegten AKW. Statt nun endlich den Weg frei zu machen für bürgernahe, dezentrale, erneuerbare Energieversorgung, setzt die Regierung auf fossile Energieträger und zentrale Großkraftwerke.

Der Bundestag meint derzeit, sich zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen, zwischen Atomkraft und fossilen Energien. Je nach äußeren Umständen wird die eine oder andere schlechte Lösung favorisiert. Da jetzt noch Fukushima und die massenhaften Atomproteste nachhallen, wird wieder auf Kohle-Großkraftwerke gesetzt. Das grüne Mäntelchen in Form von Offshore-Wind und Wüsten-Sonne bekommen die Großkonzerne als Trostpflaster zugeschoben. Wenn sich in den nächsten Jahren dann die katastrophalen Folgen des Klimawandels weiter offenbaren, wer kann da heute sicher sein, dass sich die Regierenden nicht wieder für die angeblich klimafreundliche Atomkraft aussprechen? Es sei denn, wir erleben einen weiteren Super-GAU.

Montags-Atom-Protest für den sofortigen Atomausstieg

4. Juli 2011, 18:00 Bertoldsbrunnen, Freiburg

Neue Uranbergwerke am Grand Canyon geplant – Montags-Atom-Protest in Kooperation mit Menschenrechte 3000 e.V.

Am kommenden Montag, dem Amerikanischen Nationalfeiertag, nutzen wir den Montags-Atom-Protest, um auf die Planungen der US-Urankonzerne aufmerksam zu machen, die das UNESCO Weltnaturerbe Grand Canyon durch Uranbergwerke bedrohen.

Neben einer kurzen Rede zu dem Thema wird der Verein Menschenrechte 3000 e.V. zwischen 17 und 20 Uhr an einen Infostand am Augustinerplatz über die Problematik informieren.

Wegen der Belegung des Rathausplatzes müssen wir am 4. Juli auf den Augustinerplatz ausweichen. Der Montags-Atom-Protest startet aber wie immer um 18:00 Uhr am Bertoldsbrunnen.

Unterstützt unseren Atom-Protest im Internet!

Auch wenn ihr am Montag wegen Spanisch-Unterricht oder Yoga-Kurs nicht dabei sein könnt, habt ihr die Möglichkeit, unseren Aufruf im Internet zu unterstützen. Schickt uns eine Email an aufruf@antiatomfreiburg.de mit Namen, Ort, und wenn ihr wollt, Beruf oder Organisation. Wir veröffentlichen euch dann auf unserer Homepage: http://www.antiatomfreiburg.de/aufruf.html

Elke Brandes
Für die AntiAtomGruppe Freiburg
kontakt@antiatomfreiburg.de

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