headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Heidelberg: Die Situation im israelisch-palästinensischen Konflikt

Vortrag von Dr. Ludwig Watzal Freitag

Bedingt durch die weitreichenden politischen Veränderungen in der arabischen Welt geriet der israelisch-palästinensische Konflikt in den letzten Monaten ein wenig aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit und der Medien. Geändert hat sich dies in den letzten Wochen durch den Antrag Palästinas auf volle Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen und den palästinensisch- israelischen Gefangenaustausch Mitte Oktober.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Ludwig Watzal in seinem Vortrag mit der aktuellen Situation im Nahostkonflikt unter Einbeziehung der innerpalästinensischen Entwicklung, der weiter fortschreitenden israelischen Siedlungspolitik in den palästinensischen Gebieten, der proisraelischen Nahostpolitik der USA sowie den Perspektiven für eine mögliche Konfliktlösung.

Ludwig Watzal, geboren 1950, ist Politikwissenschaftler und Journalist. Er studierte Politische Wissenschaften ander Freien Universität in Berlin, Internationale Beziehungen an der University of Pennsylvania in Philadelphia, Philosophie an der Hochschule für Philosophie S. J. in München und katholische Theologie in Würzburg. Watzal war wissenschaftlicher Mitarbeiter für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr in München, wo er auch zum Dr. phil. promovierte. Er arbeitete von 2000 bis 2006 als Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Watzal ist seit 1986 Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung.

Nebenberuflich arbeitet er als Redakteur und Journalist. Er kommentiert für Radio- und Fernsehstationen das Geschehen im Nahen Osten, die Außenpolitik der USA, die Europäische Integration und die Entwicklungspolitik.

Ludwig Watzal gilt als Kenner des Nahostkonflikts und hat hierzu seit den 1990er Jahren einige Bücher veröffentlicht. Zu seinen wichtigsten Nahostbüchern gehören ein Standardwerk über die Lage der Menschenrechte der Palästinenser unter israelischer Besatzung sowie zwei weitere Bücher über den Friedensprozess (1998 und 2001). Hinzu kommen zahlreiche Zeitschriften- und Buchbeiträge sowie Zeitungsartikel und Buchbesprechungen zu weiteren internationalen, europäischen und deutschen politischen Fragen, d.h. zu Menschenrechten, zur europäischen Integration und zur deutschen und amerikanischen Außenpolitik.

Watzal wurden wiederholt – zu Unrecht – antisemitische Tendenzen vorgeworfen. Sowohl der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, wie auch andere Vertreter jüdischer Organisationen, forderten daher im Jahr 2008 bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble seine Entlassung als Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung. Watzal wies die Vorwürfe des Antisemitismus zurück und erklärte, er äußere sich lediglich kritisch über die „Besatzungspolitik Israels, die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern und die Verstöße Israels gegen das Völkerrecht“.

Der Vortrag findet statt zur Nakba-Ausstellung über die Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948, zu sehen im Palmyra Verlag bis zum 12. November 2011.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!