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Benzinpreise - Ostern lieber zurück zum Pferd

<<Wunderliche Welten>>

Wunderliche Welten: Hier kommt die ultimative Lösung für explodierende Wucherpreise an den Zapfsäulen! Jetzt ist es soweit! Ich steige wieder auf das Pferd um, das zwar nur ein PS hat, aber dafür verirrt man sich nicht im Dschungel des neuen Strafpunktesystems in Flensburg. Ich muss mich nur noch erkundigen, welche Plakette ich für den Innenstadtbereich benötige, denn der Methanausstoß eines Pferdes mit Neigung zu Blähungen ist nicht unerheblich. Weiterhin muss ich in Erfahrung bringen, ob es, entsprechend den Tüten für Hundekot, etwas größere Behältnisse für Pferdeäpfel gibt. Ein Rennpferd müsste es sein, denn dieses würde eine ausreichende Geschwindigkeit zustande bringen, die für die Benutzung von Autobahnen erforderlich ist.

Frauen sind einmal mehr die Vorreiter, im wahrsten Sinne des Wortes, denn welches Geschlecht fängt mit spätestens Ende zwanzig an zu reiten?

In dieser Altersklasse sind genügend Erfahrungen vorhanden, frei nach dem Motto: Wer die Männer kennt, steigt auf das Pferd um!

Da die Benzinpreise im Moment so hoch sind, dass man davon problemlos mindestens zwei Pferde finanzieren könnte, sehe ich für meinen Mann keine Möglichkeit, vernünftige Argumente gegen die Anschaffung von mindestens zwei Tieren aufzubringen.

Wenn ich an die Reitkünste meines Gatten denke, wäre der zusätzliche Erwerb eines Ochsens in Erwägung zu ziehen, was jetzt keine Anspielung sein soll.

Natürlich ist der Zeitaufwand, um von A nach B zu kommen nicht unwesentlich größer, aber eine allgemeine Ent-schleunigung würde uns allen gut tun. Im Prinzip haben wir die Zeitersparnis, die das Auto mit sich brachte, darin investiert, immer mehr Autos zu bauen, nur um anschließend diese scheinbar gewonnene Zeit, missmutig im Stau zu verbringen. Eine Nullnummer, wenn man so will.

Kriege wären auf Schlachtrössern plötzlich wieder überschaubar, wenn sie überhaupt stattfinden, denn natürlich müssten diejenigen, die einen Krieg für unabdingbar halten, höchstpersönlich an der Spitze mit reiten, wie die Kriegshelden vergangener Tage. Damit wären auch die Atomkriege ad acta gelegt, denn so eine Atombombe passt kaum in eine Satteltasche und wenn sie in Zukunft einmal hinein passen sollte, wird sich derjenige, der sie mit sich führt, drei Mal überlegen, ob er sie auch zündet.

Was für herrliche Zeiten kämen auf uns zu, stiegen wir auf Pferde um! Frauen hätten endlich einen vernünftigen Ansprechpartner, OPEC und Zapfsäulen könnten uns egal sein und auch der katastrophale Zustand westdeutscher Straßen wäre kein Problem mehr, denn ein Pferd nimmt deren Hindernisse ohne Rücksicht auf Reifen, Radaufhängung, Stoßdämpfer und dergleichen mehr nehmen zu müssen.

Navigationssysteme wären überflüssig, denn ein Pferd findet immer in seinen Stall zurück. Alkoholritte gestalten sich ebenfalls völlig unkompliziert, denn wenn der Reiter das Denken einstellt, übernimmt automatisch das Pferd, das sowieso den größeren Kopf hat.

Nun werde ich diesen Text beenden, denn ich muss an einem diesbezüglichen, ausgefeilten Konzept arbeiten, das sofort beim Bundesverkehrsministerium eingereicht werden muss.

Elke Balthaus-Beiderwellen

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