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Wetterextreme beweisen Klimawandel

Klimawandel

Tornado Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung geht davon aus, dass die Hitzewelle, die zum Beispiel 2010 zu verheerenden Waldbränden in Russland geführt hat, auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Extreme Hitzewellen stellen aber nur eines der möglichen Extremwetterphänomene dar. In Zukunft wollen die Potsdamer Wissenschaftler auch die zu erwartende Häufigkeit anderer Wetterextreme untersuchen. Inzwischen bestreiten fast nur noch Lobbyisten und Verschwörungstheoretiker, dass Wetterextreme durch den Klimawandel zunehmen. Worüber Wissenschaftler sich nur noch nicht einig sind ist, ob sich ein einzelnes Extremereignis generell auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Die Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben nun eine Formel entwickelt, die genaue Aussagen ermöglichen soll.

Die Häufigkeit ist der Maßstab

Das klimatische System ist viel zu komplex, um sichere Aussagen treffen zu können. Die Einschätzungen der Klimaforscher zu den Ursachen und Folgen des Klimawandels unterliegen jedoch Wahrscheinlichkeiten, die bedrohlich sind. So behaupten die Wissenschaftler des Potsdamer Instituts, dass z. B. die Hitzewellen in Russland eine Folge des Klimawandels gewesen seien. Damit widersprechen sie einer Studie der University of Colorado, nach der dieses Extrem lediglich eine kurzfristige Klimaschwankung gewesen sei.

Wetterextreme sind an sich ein natürliches Phänomen. Die Häufigkeit ihres Auftretens kann aber der Maßstab für eine Unnatürlichkeit sein. Wann ist dann ein extremes Wetterphänomen eine normale Schwankung und wann der Ausdruck der fortschreitenden Erderwärmung?

80 Prozent mehr Extremwetter

In vielen Regionen der Erde waren in der letzten Vergangenheit noch nie dagewesene Wetterextreme zu beobachten, dabei steigt die weltweite Mitteltemperatur seit Jahrzehnten steil an. Die Untersuchungen der Forscher des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung haben nun ein Ergebnis: Die Häufigkeit von Wetterextremen ergibt sich aus dem Verhältnis des allgemeinen Erwärmungstrends zu den Schwankungen, die sich um diesen Trend herum bewegen. Das bedeutet, dass die Schwankungen innerhalb einer steigenden globalen Temperatur auch in ihren Extremen steigen. Es werden, je wärmer es wird, immer neue Rekordmarken erreicht werden.

Die Formel der Potsdamer setzt Erwärmungstrend und Schwankungen miteinander ins Verhältnis und ermittelt hieraus die Häufigkeit von Klimaextremen. Die Studie bestätigt dieses Verhältnis zu 80 Prozent. Von 100 Wetterextremen gäbe es nur 20 ohne Klimaerwärmung.

Katastrophen in Deutschland

Extreme Hitzewellen stellen aber nur eines der möglichen Extremwetterphänomene dar. Nun wollen die Potsdamer Wissenschaftler auch die zu erwartende Häufigkeit anderer Wetterextreme untersuchen. Auf ihrem Programm dürften dann etwa folgende extreme Wetterereignisse stehen, die es bislang 2011 zu beobachten galt: Extreme Hitzewellen stellen aber nur eines der möglichen Extremwetterphänomene dar. In Zukunft wollen die Potsdamer Wissenschaftler auch die zu erwartende Häufigkeit anderer Wetterextreme untersuchen.

Auf ihrem Programm dürften dann etwa folgende extreme Wetterereignisse stehen, die es bislang 2011 zu beobachten galt: Flut in Thailand, Extremwetter in Hessen, Dürre im Südpazifik, Taifun in Japan, Tornado-Alarm in den USA, zu warmer Sommer in Deutschland. Die Liste extremer Wetter, die auf das Konto der Erderwärmung gehen, ließe sich deutlich erweitern. Die Liste extremer Wetter, die auf das Konto der Erderwärmung gehen, ließe sich deutlich erweitern. Sturm, Hagel und Hochwasser werden auch in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten häufiger und heftiger auftreten. Sturm, Hagel und Hochwasser - das sind die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Naturkatastrophen.

Schadenerstatz der Energiekonzerne

Bis zum Ende des Jahrhunderts rechnet eine weitere Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung mit einer Verdopplung oder sogar Verdreifachung von Schäden durch Überschwemmungen in Deutschland. Vor allem im Westen Deutschlands werden Winterstürme wie "Jeanette", "Lothar" oder "Kyrill" deutlich häufiger wüten.. Im Osten des Landes werden dagegen vor allem heftige Sommergewitter mit Starkniederschlägen und Hagelschlag öfter vorkommen. Die beste Prävention gegen Schäden durch den Klimawandel sei die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen - etwa durch den Umstieg auf erneuerbare Energien. Je größer der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, desto extremer werden auch Unwetterschäden. Mag sein, dass der Klimawandel lange Zeit vor allem 'anderswo' stattzufinden schien - auch in Deutschland ist er längst angekommen. Diese extremen Wetter verursachen unter anderem bei den Versicherern hohe Kosten. Wenn nun die deutschen Energiekonzerne rund 15 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg einklagen und dieser ihnen gewährt wird, sollte dieser Betrag dann nicht dazu verwendet werden, einen Teil der Kosten zu begleichen, die durch kommende Extremwetterschäden entstehen?

Uwe Koch

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