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EM 2012: Deutschland zieht nach Torfestival ins Halbfinale ein

Lahm, Khedira, Klose und Reus treffen

Deutschland steht im Halbfinale der EM 2012! Im Viertelfinale gegen Griechenland setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw verdient mit 4:2 (1:0) durch und gilt damit weiterhin als einer der Top-Favoriten auf den Titel. Am kommenden Donnerstag bekommt es die DFB-Elf dann in Warschau mit dem Sieger aus dem Spiel Italien gegen England zu tun.

Vor knapp 40.000 Zuschauern im Bernsteinstadion zu Danzig überraschte Löw einmal mehr mit seiner Aufstellung, die auf sein "Bauchgefühl" zurückzuführen war. So durfte Miroslav Klose im Sturm ran. Andre Schürrle und Marco Reus feierten ihr Startelf-Debüt bei der EM. Und Löw bewies damit erneut ein glückliches Händchen.

Die DFB-Elf war von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft, tat sich aber schwer den griechischen Abwehr-Riegel zu knacken. Die äußerst wendigen und schnellen Schürrle und Reus wanden sich aber immer wieder durch die starre Abwehr der Griechen. So dauerte es nur wenige Minuten, ehe der Ball das erste Mal im Netz zappelte, aber Miroslav Klose stand im Abseits. Eine weitere gute Möglichkeit vergab der künftige Dortmunder Reus, dessen Schuss in der 10. Minute nur knapp drüber ging.

Äußerst auffällig agierten vor allen Dingen die beiden Madrilenen Mesut Özil und Sami Khedira. Etwas schwerfällig und nervös hingegen wirkte Bastian Schweinsteiger, der die deutsche Hintermannschaft mit einigen Fehlpässen in Bedrängnis brachte. Ansonsten gab es für die Defensive nur wenig zu tun.

Über 70 Prozent Ballbesitz standen auf deutscher Seite zu Buche, doch die Chancenverwertung ließ auch weiterhin zu wünschen übrig – allein zwischen der 20. und 35. Minute wurden weitere fünf gute Möglichkeiten nicht genutzt. Als sich die Fans schon auf ein Remis zur Pause eingestellt hatten, brachte Kapitän Philipp Lahm Deutschland in Führung. Wie beim WM-Eröffnungsspiel 2006 gegen Costa Rica zog der Defensivspieler in die Mitte und zog von der Strafraumgrenze sehenswert, aber nicht ganz unhaltbar ab (39.).

Nach der Pause schien sich die maue Chancenverwertung der Deutschen zu rächen, denn in der 55. Minute schloss Georgios Samaras nach einem Konter aus Nahdistanz zum 1:1 ab. Sowohl Torschütze Lahm, der die Flanke von Dimitris Salpingidis nicht verhindern konnte, als auch der nach seiner Gelbsperre wieder zurückgekehrte Jerome Boateng machten beim Ausgleich keine wirklich gute Figur.

Die DFB-Elf zeigte sich vom Gegentreffer allerdings unbeeindruckt und lieferte nur fünf Minuten nach dem 1:1 die Antwort. Nach einer feinen Flanke von Boateng knallte Sami Khedira den Ball mit einer Mischung aus Schienbein-Spann-Schuss zu seinem zweiten Länderspieltor in den Kasten (60.). Dieser Treffer schien den Knoten zum platzen gebracht zu haben, denn nur kurze Zeit später erhöhten Miroslav Klose und Marco Reus zum 4:1. Salpingidis sorgte kurz vor Schluss vom Punkt noch für den 2:4-Anschlusstreffer, nachdem Pechvogel Boateng den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt hatte.

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