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Kaufkraftverlust mit Tagesgeld Festgeld-Geldanlage kompensieren

Festgeld als Geldanlage

Tagesgeld als GeldanlageDie Staatsschuldenkrise in Kombination mit der Eu-Währungskrise bringen private und institutionelle Anleger in die Bredouille. Das Problem heißt beim Namen genannt: Negative Rendite. Die Wirtschaftsmedien sind voll mit Schlagzeilen über niedrige Zinsen, die nach Abzug der Inflationsrate oft nicht einmal den Erhalt des Kapitals mehr ermöglichen. Das betrifft insbesondere die Bundesanleihen. Der deutsche Staat kann sich bei Neuemissionen inzwischen fast zum Nulltarif finanzieren. Und es betrifft die ganze Nation, denn nur vordergründig geht es nur die Vermögenden mit einem schönen Kapitalstock an. Indirekt sind auch Rentner und beispielsweise Bürger betroffen, die eine Lebensversicherung abgeschlossen haben. Denn die Versicherungskonzerne können am Markt kaum noch den Garantiezins für die diversen Versicherungen erwirtschaften.

Tagesgeld Zinsen auf Rekordtief erschweren die Geldanlage

Die Zinsen von Tagesgeld und Festgeld mit kurzer Laufzeit kompensieren im besten Fall die Inflationsrate

Bei Tagesgeld gibt es nur bei den besten Anbietern Zinsen, die sich auf dem Niveau der Inflationsrate bewegen. Und auch bei Festgeld mit mittlerer bis längerer Laufzeit (120 Monate) ist im Vergleich der letzten 10 Jahre nicht viel zu holen. Bei zwei, drei Banken steht da eine 4 vorn. Bei über 95% der Offerten gibt es für 10jähriges Festgeld weniger als 4%. Und auch dieser Zinssatz wird vermutlich weiter reduziert: Die EZB hat Anfang Juli erneut die Leitzinsen gesenkt, von 1% auf 0,75%. Das ist der historisch tiefste Stand seit Bestehen der Währungsunion. Und die Kapitalmarktzinsen werden den Leitzinsen folgen.

Für die Wirtschaft sind niedrige Zinsen positiv, weil die Kreditaufnahme preiswerter wird. Allerdings ist seit 2011 trotz niedriger Kreditzinsen keine Zunahme der Kreditaufnahme mehr festzustellen, und zwar bei den Privatpersonen genauso wie den Unternehmen. Stimuliert werden durch die niedrigen Zinsen vor allem die Börsen, die dadurch auf höhere Unternehmensgewinne hoffen.

Der Kleinanleger und Sparer profitiert von der Krise nicht, er zahlt drauf

Institutionellen Anleger, Profis und Banken im Eigenhandel haben eine Vielzahl von Möglichkeiten auch bei fallenden Börsenkursen und Zinsen über Shorts, Futures und Optionsscheinen Geld zu verdienen. Dem normalen Sparer und Kleinanleger fehlt meist das Wissen um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und er hat oft nicht die technische Expertise, um an den Finanzmärkten teilzunehmen. Allerdings ist wie bekannt, die Börse keine Einbahnstraße und die schlagzeilenträchtigen Milliardenverluste einiger Banken, die von Fehlspekulationen eigener top Händler verursacht wurden, belegen dies eindrucksvoll.

Als Folge davon bleiben dem Verbraucher im Wesentlichen nur die klassischen Anlageformen, offene Immobilienfonds, Festgeld, Bundesanleihen und Tagesgeld. Währungskonten werden oft zwar als gute Anlagemöglichkeit gepriesen, sind aber hochspekulativ, da je nach politischem Duktus schnell auch zweistellige Veränderungen bei Devisenpaaren möglich sind. H2 Erfahrene Anleger können aber auch der Krise noch etwas Positives abgewinnen

Wer genau überlegt und seine Anlage streut (und auf geringverzinsliche Bundesanleihen verzichtet) kann auch mit den beschriebenen konservativen Geldanlagen die Kaufkraft seines Kapitals nahezu erhalten. Dazu ist etwas Zeitaufwand für Recherchen in den Fachmedien und dem Internet nötig. Vielleicht war Wachstum bei Kapitalanlagen das Mantra des auslaufenden letzten Jahrhunderts, die Zeiten sind vorbei.

Der Autor, Dr. Ulrich Fielitz ist CEO des Finanzportals http://www.tagesgeldvergleich.com

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