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Unrentable Unfallversicherungen mit unzureichendem Risikoschutz

Verbraucherzentrale Sachsen rät zur Vertragsüberprüfung

Geld sparen durch abstoßen von Unfallversicherungen Private Unfallversicherungen mit Beitragserstattung bzw. mit Prämienrückgewähr sind für Verbraucher grundsätzlich kein gutes Geschäft. Mit dem wohlklingenden Namen werden Kunden geködert, die im Regelfall nicht erkennen, dass sie mit einer solchen Police weder ausreichend gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls abgesichert sind noch einen gut verzinsten Sparvertrag abgeschlossen haben. Im Rahmen von Vertrags-Checks bietet die Verbraucherzentrale Sachsen Versicherungsnehmern an, ihre Unfallversicherungen auf Bedarfsgerechtigkeit überprüfen zu lassen.

Was für Verbraucher in diesem Fall nicht lohnend ist, bringt den Versicherern gute Gewinne. So ist es nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren Versicherungsvertreter dieses Produkt gern verkauften und auch nicht davor zurückschreckten, klassische Lebensversicherungen mit noch relativ hohem Garantiezins in unrentable Unfallversicherungen mit Beitragserstattungen umzudecken. Solche Unfallversicherungen sind eine Kombination aus einer Unfallversicherung und einer Lebensversicherung.

Wegen des angekoppelten Sparvorganges zahlt der Versicherungsnehmer viel mehr Geld als bei einer reinen Unfallversicherung. Von dem monatlichen Beitrag, den Verbraucher aufbringen, fällt ein kleiner Teil für den Risikoschutz an, der größere Anteil fließt in die Lebensversicherung und natürlich geht auch noch Geld für die Kosten des Versicherers drauf. „Zahlt der Versicherungsnehmer zum Beispiel 50 € monatlich an den Versicherer, sind vielleicht 30 € für die Lebensversicherung, 9 € für die Unfallversicherung und der Rest sind Kosten“, verdeutlicht Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Für 9 € monatlich bekommt man im Regelfall jedoch keinen ausreichenden Unfallversicherungsschutz.

So sollte die Grundversicherungssumme bei einer privaten Unfallversicherung ausreichend hoch angesetzt sein, 100.000 € sind da oft nicht ausreichend. „Schon allein eine Grundversicherungssumme von 150.000 € kostet einer nicht körperlich schwer tätigen Person bei günstigen Anbietern über 10 € pro Monat“, weiß Heyer. „Und der kleine Geldbetrag in der angehängten, lang laufenden Lebensversicherung vermehrt sich bei den seit Jahren gesunkenen Garantiezinsen auch nicht gerade in erfreulichem Maße.“

Besser ist es nach Ansicht der Verbraucherzentrale, Versicherungsschutz und Geldanlage zu trennen. Dann kann man flexibel bleiben und mehr Rendite erwirtschaften.

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