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PKV Beitragserhöhung: Höhere Beiträge drohen vielen Versicherten

Private Krankenversicherung - was nun?

Die Beiträge für die Private Krankenversicherung (PKV) müssen erhöht werden. Droht nun der Kollaps?Die Finanzkrise macht auch vor der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht halt. Viele Privatversicherte müssen nun mit einer deutlichen Beitragserhöhung rechnen. Denn einige Versicherer haben Probleme, den sogenannten Rechnungszins zu erwirtschaften. Falls der Zins gesenkt wird, müssen manche PKV-Versicherte bald mindestens sechs Prozent mehr für ihre private Krankenversicherung zahlen.

Drohende PKV-Beitragserhöhung für viele Versicherte

Privat Krankenversicherte sehen das Jahresende meist mit gemischten Gefühlen. Denn oft werden sie in dieser Zeit über Beitragserhöhungen von ihrem privaten Krankenversicherer informiert. Dieses Jahr könnten besonders viele PKV-Versicherte von Beitragsanpassungen betroffen sein. Denn die Finanzkrise macht es der privaten Krankenversicherung schwer. Insgesamt 18 Gesellschaften konnten bei einer Überprüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht den Nachweis erbringen, dass die den sogenannten Rechnungszins im übernächsten Jahr erwirtschaften können. Dies könnte nun dazu führen, dass dieser gesenkt wird und die private Krankenversicherung so für Bestandskunden teurer wird.

Finanzkrise belastet private Krankenversicherung

Privatversicherte bauen mit ihren Beiträgen in der Regel Altersrückstellungen auf. Diese sorgen dafür, dass die Prämien im Alter nicht zu stark steigen. Die Rückstellungen werden mit dem Rechnungszins von 3,5 Prozent verzinst. Doch aufgrund der niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt können einige private Krankenversicherer den Rechnungszins nicht mehr erwirtschaften. Manche Gesellschaften haben den Zins für Neukunden bereits auf 2,75 Prozent gesenkt. Die Altersrückstellungen werden demnach geringer verzinst. Um dennoch ausreichend hohe Rückstellungen zu erzielen, müssen die Beiträge angehoben werden, erklärt finanzen.de. Nun droht die Anpassung des Zinses auch für Altverträge.

Private Krankenversicherung: Beitragsanpassung von 6 bis 8 Prozent

Laut dem Versicherungsjournal haben bereits die Versicherer Axa und Central erklärt, dass sich ihre Altverträge verteuern können. Auch Versicherte bei den Gesellschaften Arag, Bayerische Beamtenkrankenkasse, Continentale, Mannheimer und Union müssen unter Umständen bald mit höheren Beiträgen rechnen. Uwe Laue, der neue Chef des PKV-Verbands, geht davon aus, dass der niedrigere Rechnungszins zu einer Beitragsanpassung von sechs bis acht Prozent führt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband geht von einer Beitragserhöhung von bis zu fünf Prozent aus.

Information über Beitragsanpassung spätestens Ende des Jahres

Ob der Versicherungsschutz der privaten Krankenversicherung für viele Versicherte tatsächlich teurer wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine wichtige Voraussetzung lautet, dass der Rechnungszins für bestehende Verträge nur abgesenkt werden darf, wenn die Beiträge gleichzeitig aus einem anderen Grund angepasst werden müssen. Dazu zählen etwa höhere Leistungsausgaben oder veränderte Sterbetafeln. Ende des Jahres wissen die meisten PKV-Kunden mehr.

Privatversicherte müssen sich allerdings nicht auf das Abwarten beschränken. Sie können sich beispielsweise darüber informieren, ob für sie ein Wechsel infrage kommt. Dieser kann innerhalb der privaten Krankenversicherung stattfinden oder Versicherte entscheiden sich für einen neuen Anbieter. Mögliche Alternativen sind etwa die Gesellschaften Allianz, Barmenia, DEVK und HanseMerkur, die die Prüfung der BaFin bestanden haben.

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