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Strompreis: EEG-Umlage 2014 steigend

Ursache: Sinkende Börsenpreise und Industrieprivilegien

Heute wurde die Prognose der EEG-Umlage für 2014 veröffentlicht. Sie beträgt 6,240 C/kWh und ist damit um 18,4 Prozent gegenüber 2013 gestiegen. Dabei betragen die reinen Förderkosten für die Erneuerbaren Energien im nächsten Jahr nur rund 0,15 C/kWh. „Der höhere Anteil der EEG-Umlage wird durch sinkende Börsenpreise beeinflusst“, informiert Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. „So müssen beispielsweise die Stromversorger den Erzeugern erneuerbarer Energien eine per Gesetz festgelegte Einspeisevergütung zahlen. Sinkt der Börsenpreis, verliert erneuerbare Energie an Wert. Die Stromverbraucher müssen dann den fehlenden Anteil ausgleichen. Das erhöht diesen Teil der Umlage für 2014 auf rund 1,45 C/kWh.“

Ursache: Sinkende Börsenpreise und Industrieprivilegien

Die Börsenpreise sind in diesem Jahr stärker gesunken als 2012 prognostiziert und die Einnahmen für den an der Börse vermarkteten erneuerbaren Strom sind geringer als erwartet, so dass für 2014 der Korrekturbeitrag (Nachholung) auf reichlich 0,8 C/kWh erhoben wird.

„Die EEG-Umlage steigt auch durch die Befreiung zahlreicher Unternehmen“, so Pause. Ziel der Befreiung ist der Erhalt deren internationaler Wettbewerbsfähigkeit. In der Ausgleichsregelung des Erneuerbaren Energiegesetzes (§§ 40 ff. EEG) ist das so festgelegt. Die Entlastung der Unternehmen wird von den anderen Firmen und auch von den privaten Stromverbrauchern getragen. Während 2011 rund 600 Unternehmen begünstigt waren, sind es in diesem Jahr fast 1.700. Für 2014 wird die Zahl bereits auf 2.300 geschätzt. Die teilweise oder komplette Befreiung von der EEG-Umlage wird voraussichtlich 5,8 Mrd. Euro betragen und diesen Teil der Umlage auf rund 1,25 C/kWh erhöhen.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh sind das 2014 jährliche Mehrkosten in Höhe von rund 30,00 € (zzgl. MwSt.). Die Strompreiserhöhung durch die EEG-Umlage ist von allen Verbrauchern zu tragen und berechtigt nicht zu einer Sonderkündigung. Dennoch können insbesondere die Verbraucher, die noch einen Grundversorgungstarif haben, durch den Wechsel in ein günstigeres Preismodell oder den Wechsel zu einem anderen Versorgungsunternehmen, Geld sparen.

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