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Sachsen: Unternehmer besichtigen das Fliesenwerk der Meißen Keramik GmbH

UVMB-Pressemitteilung: Treffen des Arbeitskreises Tonrohstoffe in Meißen

Im sächsischen Meißen, der Wiege der deutschen Keramik, hat sich der Arbeitskreis Tonrohstoffe des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. Mitte September zur 17. Beratung getroffen. Direkt hinein in die Praxis ging es mit einer Führung durch das Fliesenwerk der Meißen Keramik GmbH. Im Traditionsunternehmen, das in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert, konnten die Teilnehmer vom fein gemahlenen weißen Kaolin aus der Region bis hin zur glasierten und gebrannten Fliese jeden Arbeitsschritt hautnah erleben. Geschäftsführer Falk Thierig erläuterte dabei neben der Geschichte des Hauses die einzelnen Stationen, die heute teils noch traditionell von Hand, teils vollautomatisch ablaufen.

In der anschließenden Unternehmerstunde und zum Unternehmerabend hatten die Teilnehmer Gelegen- heit zum Erfahrungsaustausch, aber auch um Probleme der Branche zu diskutieren. Kernpunkte waren dabei Ausschlüsse von Tonen bei öffentlichen Vergabeverfahren für Maßnahmen des Hochwasserschut- zes, Differenzen bei der Umsetzung europäischer Vorgaben auf Landesebene sowie aktuelle Problem bei der Zulassung von Betriebsplänen.

Christof Voigt, Abteilungsleiter Tagebau im Sächsischen Oberbergamt, erläutere den aktuellen Stand zum Merkblatt für die Verwertung bergbaufremder Abfälle in Tagebauen. In dem konstruktiven Dialog wurden bestehende Probleme bei der Umsetzung des Merkblatts in die Praxis diskutiert. Der UVMB stellte noch einmal seine Position, die in einer Stellungnahme dem Sächsischen Wirtschaftsministerium zugegangen ist, umfassend dar. Die Bergbehörde will schwerpunktmäßig in den nächsten Monaten den entstandenen Bearbeitungsstau bei Widersprüchen gegen Betriebsplanzulassungen abbauen.

Neben den anregenden Gesprächen bot der Unternehmerabend zudem unter dem Wortspiel „Abend des guten Tons“ eine bauwerklich beeindruckende Kulisse, denn Dr.-Ing Jens Petzold, Geschäftsführer des KI Keramik-Instituts, hatte in das Prälatenhaus in Meißen geladen. Das spätgotische Domherrenhaus aus dem Jahr 1509, das derzeit durch ein Kuratorium wieder instand gesetzt wird, beeindruckte seine Gäste vor allem mit farbenfrohen historischen Wandgemälden.

Passend zum Veranstaltungsort in diesem Jahr, stellte Referent Dr. Lutz Krakow im Rahmen der Fachtagung im Keramik-Institut am folgenden Tag den Rohstoff Kaolin, das Gestein des Jahres 2013, seine Ent- stehung sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten vor. Darüber hinaus bot die Tagung in bewährter Weise mit den Vorträgen „Optische Inspektion von Blockziegeln“, „Technologie zur Herstellung eines wasserdurchlässigen Pflasterziegels“ und „Effektive und effiziente Möglichkeiten zur Diebstahlprävention in Tagebauen der Steine- und Erden-Industrie“ ein breites Themenspektrum aus Technik, Innovation und Sicherheit.

Gastgeber Dr.-Ing. Petzold ließ es sich natürlich nicht nehmen, die interessierten Teilnehmer zum Ab- schluss der Fachtagung noch einmal durch die Räumlichkeiten und die einzelnen Prüflabore des Keramik- Instituts zu führen.

Der Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. wurde 1990 gegründet. Er betreut heute über 260 Mitgliedsunternehmen, die Steine und Erden gewinnen, erzeugen oder verarbeiten, in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den modernen und hochproduktiven Betrieben mit insgesamt rund 1.000 Gewinnungsstellen arbeiten ca. 3.500 gewerbliche Mitarbeiter. 

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