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Achtung Telefonfalle: Von guten Namen und dreisten Lügen

Rufnummer der Verbraucherzentrale Sachsen missbraucht

Bei Werbeanrufen muss die dem Anrufer zugeteilte Rufnummer übermittelt werden. Dass dies technisch zu umgehen ist und umgangen wird, zeigt ein Fall, in den die Verbraucherzentrale Sachsen selbst höchst unfreiwillig verwickelt wurde. Eine Rentnerin aus Sachsen-Anhalt wurde unter Anzeige der real existierenden Rufnummer der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig von einem unbekannten Täter angerufen, der sich auch noch als Herr Bergmann von der Verbraucherzentrale Sachsen vorstellte. Dieser angebliche Angestellte forderte die betroffene Rentnerin dann auf, bei der Postbank 4.725 € per Western Union auf ein Konto in der Türkei zu überweisen. Diesem Anruf gingen weitere Anrufe von fiktiven Behörden voraus, die versuchten, den Druck auf die ältere Dame zu erhöhen und sie vom Bestehen einer derart hohen Schuld zu überzeugen. „Eine Frechheit, Verbraucher derart hinters Licht zu führen und dabei gleichzeitig den Namen von seriösen Institutionen und realen Behörden zu missbrauchen“, empört sich Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Verbraucherzentralen rufen niemals ungefragt an, um Dienstleistungen, Gewinne oder Waren anzubieten bzw. dubiose Überweisungen zu fordern", so Wagner.

Raffiniert ist dabei auch der geforderte Zahlungsweg. Das mit Western Union oder anderen Geldtransferdiensten verschickte Geld stünde den Betrügern binnen Sekunden zur Verfügung und wird von diesen mit gefälschten Ausweispapieren, die auf den Namen der Empfänger ausgestellt sind, umgehend abgeholt. Auffindbar wären im Regelfall dann weder die Abholer der Beträge noch das Geld selbst, so dass der endgültige Verlust für die eingeschüchterten Opfer derartiger Machenschaften vorprogrammiert ist.

Sowohl die Rentnerin als auch die Verbraucherzentrale Sachsen haben inzwischen Anzeige erstattet.

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