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Smartphone für Kinder: Smarter Glanz unterm Weihnachtsbaum

Verbraucherzentrale Sachsen informiert Eltern über Schutz vor hohen Rechnungen

Ein Smartphone eingepackt in Glanzpapier werden in diesem Jahr wieder viele Kinder und Jugendliche unterm Weihnachtsbaum finden. Das eigenständige Spielen und Surfen kann nun auch außerhalb der elterlichen Wohnung beginnen. Das ist jedoch, entgegen der Werbung Anbieter, nicht immer kostenlos. „Viele Angebote und Spiele, die als kostenlos beworben werden, enthalten kostenpflichtige Elemente, was sich jedoch vielfach erst nach einer gewissen Spieldauer zeigt“, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Beispielsweise wird die Spielgeschwindigkeit plötzlich langsam und kann nur gegen Zahlung wieder ‚getunt’ werden. Oder es tun sich beim Spielen Zusatzangebote oder -levels auf, die, wenn man dafür bezahlt, das Spielen interessanter machen. Man spricht dabei von so genannten „In-App-Käufen“.

Dabei trifft die Werbung für diese Zusatzangebote meist genau den Nerv der Halbwüchsigen. Spielen außerdem die Freunde schon mit den zusätzlichen erworbenen Diamanten, Gold oder etwa „Helden“ ist der Handlungsdruck enorm, hier mithalten zu können. Zwar sind solche Zukäufe in der Regel nur durch Eingabe der Kreditkartendaten der Eltern bzw. durch Einloggen in den Google Play Store oder der iTunes-Plattform möglich. Kinder sind allerdings äußerst gut darin herauszufinden, wie sie selbstständig, wenn auch unbefugt, ein- oder zukaufen können. „Obwohl hier nicht ohne Weiteres ein wirksamer Vertrag zustande kommt und eine Zahlungspflicht der Eltern oftmals nicht besteht, zahlen viele Eltern die Beträge und verbuchen dies unter ‚Lehrgeld‘“, so Henschler. Ähnlich verhält es sich mit über das Smartphone abgeschlossenen Abos. Allein der Klick auf einen bestimmten Button führt nach dem Willen der Anbieter zu einem kostenpflichtigen Vertrag und zu hohen Posten auf der Mobilfunkrechnung, was die Eltern zu bezahlen hätten.

Natürlich sollten Eltern ihren Kindern weder die eigenen Kreditkartendaten noch ihre Zugangsdaten zu iTunes oder dem Google Play Store verraten, damit diese nicht eigenständig und grenzenlos virtuelle Käufe tätigen können. „Für einen besseren Schutz vor ungewollten Kosten sollten Eltern aber vor der ersten Nutzung des Smartphones durch die Kinder vom Mobilfunkanbieter unbedingt auch die Einrichtung einer so genannten Drittanbietersperre sowie zusätzlich einer Premiumdienstesperre verlangen“, rät Henschler. Die Anbieter und die Netzbetreiber sind gesetzlich zur kostenfreien Einrichtung verpflichtet. Mit diesen beiden Sperren wird verhindert, dass Drittanbieter, beispielsweise App-Anbieter, die Mobilfunknummer des Nutzers erfahren und ihre Geldforderungen über dessen Mobilfunkrechnung einfordern können.

Mit bestimmten Einstellungen am Gerät selbst können Eltern außerdem den Zugriff auf für Kinder ungeeignete Inhalte verhindern. Ob iphone oder Smartphone, ob Android, iOs oder Windows, die Eltern sollten sich mit den entsprechenden Möglichkeiten der erworbenen Hardware vertraut machen.

Aufklärung und Information zum Thema gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen.

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