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Mies van der Rohe

Dessauer Meisterhäuser zeigen Theater-Entwurf

In den Dessauer Meisterhäusern wird ab Januar 2002 eines der größten und umstrittensten Projekte des ehemaligen Bauhausdirektors Mies van der Rohe gezeigt: Der Entwurf des Nationaltheaters für Mannheim von 1953. Das in der Kunsthalle Mannheim aufbewahrte Modell gehöre zu den wenigen in Deutschland zugänglichen Originalen, die die Arbeitsweise Mies van der Rohes dokumentieren, teilte die Stadt Dessau am Freitag mit. Die Bedeutung des Theaterprojekts für die Erneuerung der Moderne nach dem Krieg sei bislang kaum beachtet worden.

Kontrazeptiva

Fast jede zweite Frau nimmt die Pille

Die Antibabypille ist 40 Jahre nach ihrer Markteinführung in Deutschland immer noch das Verhütungsmittel Nummer eins. 40 bis 50 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter nehmen nach Angaben der pharmazeutischen Industrie die "Pille". Sie sei die "einfachste und am schnellsten umkehrbare Methode", sagte der Präsident der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Hans Georg Bender. Ihre Einführung am 1. Juni 1961 habe das Spektrum der Verhütungsmethoden außerordentlich bereichert. Derzeit arbeitet die Pharma-Industrie mit Hochdruck an einer Pille für Männer. Sie soll in fünf Jahren verfügbar sein.

Staatsverschuldung

Defizit der öffentlichen Haushalte bleibt im Rahmen

Das Defizit der öffentlichen Haushalte wird trotz lahmender Konjunktur nicht steigen. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag unter Berufung auf Unterlagen für den Finanzplanungsrat meldete, liegt das gesamtstaatliche Defizit in diesem Jahr bei 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dieses zusammengezählte Minus von Bund, Ländern und Gemeinden inklusive Sozialversicherungen sei auch im vergangenen Jahr nach Brüssel gemeldet worden.

Indonesien

Wahid will mit Kabinettsumbildung sein Amt retten

Indonesiens umstrittener Präsident Abdurrahman Wahid hat am Freitag vier Minister entlassen, um die Beziehungen zu seiner Stellvertreterin Megawati Sukarnoputri zu verbessern und so einer Amtsenthebung durch das Parlament doch noch zu entgehen.

Strahlenschutz

Bund und Robin Wood "entsetzt" über verabschiedete Novelle

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und ROBIN WOOD sind entsetzt über die vom Bundesrat verabschiedete Novelle der Strahlenschutzverordnung. Statt einer notwendigen Anpassung an die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung niedriger Strahlendosen verschlechtere die von der Bundesregierung vorgelegte Novelle in vielen Punkten den Strahlenschutz der Bevölkerung und der beruflich Strahlenbelasteten, erklärten die beiden Organisationen am Freitag in Berlin.

Klimaschutz

Unternehmer wollen steuerliche Anreize

Steuerliche Anreize sind das beste Mittel, um mehr Klimaschutz zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt die Mehrheit der Befragten des aktuellen Kohtes Klewes-Meinungsbarometers "Opinion Leader". 84 Prozent der Meinungsbildner sprechen sich demnach dafür aus, klimarelevante Unternehmensaktivitäten steuerlich positiv zu unterstützen oder negativ zu sanktionieren, wie z.B. durch die Ökosteuer. Für das Meinungsbarometer Opinion Leader befragt das Bielefelder Forschungsinstitut Emnid im Auftrag der Kommunikationsberatung Kohtes Klewes regelmäßig 250 hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medien.

ADAC-Sommerservice

Information über europäische Badegewässer ab 31. Mai

Wer sich vor seinem Urlaub über die Sauberkeit der Badegewässer am Ferienort informieren möchte, kann das ab sofort wieder beim ADAC erfahren. Wöchentlich berichtet der Sommerservice des Automobil-Clubs bis zum 10. September über die hygienische Qualität der Gewässer, den Zustand der Strände und die gesamtökologische Situation an rund 4000 Stränden des nördlichen Mittelmeers, an Nord- und Ostsee sowie an bedeutenden Badeseen.

Bundestags-Debatte

Politiker wollen Grenzen für Gentechnik ziehen

In der Bundestagsdebatte über den Umgang mit der Gentechnik haben Politiker aller Parteien für klare moralische Grenzen bei der Forschung plädiert. Umstritten war, wo diese Grenzen gezogen werden sollten. Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) plädierte für Offenheit auch der "Ethik des Heilens" gegenüber. Es müsse gefragt werden, was mit bei der künstlichen Befruchtung erzeugten überzähligen Embryonen geschehen solle.

WWF-Studie

Wildlachs aus mehr als 300 Flüssen verschwunden

Der wilde atlantische Lachs ist aus mindestens 309 Flusssystemen in Europa und Nordamerika verschwunden. Dies geht aus einer neuen Studie des WWF hervor. Im Vorfeld einer Konferenz der Organisation zum Schutz des Nordatlantischen Lachses (North Atlantic Salmon Conservation Organization, NASCO) vom 4.-8. Juni in Spanien, fordern WWF und die Atlantic Salmon Federation (ASF) die teilnehmenden Länder zu sofortigen drastischen Schutzmaßnahmen auf.

Alles über die Gentechnik

Kleines Lexikon zur Gentechnik

In der Debatte über die Gentechnik werden häufig Fachbegriffe verwendet, die nicht näher erläutert werden. Im folgenden ein kleines Gentechnik-Lexikon mit den wichtigsten Begriffen:

Greenpeace-Untersuchung

greenpeace - Windeln wieder weitgehend TBT-frei

Ein Jahr nach dem Skandal um TBT-haltige Wegwerfwindeln gab Greenpeace am Donnerstag grünes Licht für die meisten der damals mit dem Dauergift belasteten Windeln. Neueste Untersuchungen der Umweltschützer haben ergeben, dass nur noch eine der insgesamt zehn untersuchten Windelmarken das giftige Tributylzinn (TBT) enthält.

Afghanistan

Taliban wollen Ausländerinnen das Autofahren verbieten

Das Taliban-Regime in Afghanistan will Agenturberichten zufolge allen Mitarbeiterinnen internationaler Hilfsorganisationen das Autofahren verbieten. Weibliche Autofahrer widersprächen den afghanischen Traditionen, heisst es zur Begründung in einem Brief des Ministeriums zur Förderung der Tugend und Bekämpfung der Laster an das afghanische Außenministerium. Alle ausländischen Organisationen seien über das Verbot zu informieren, berichtet die Nachrichtenagentur AP, die den Brief einsehen konnte.

ver.di

Gewerkschaft droht mit Arbeitskampf bei kirchlichen Einrichtungen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di droht mit Streiks im kirchlichen Bereich. Die Gewerkschaft präsentierte am Donnerstag in Stuttgart ein Rechtsgutachten, in dem Arbeitskampfmaßnahmen bei Kirchen und kirchlichen Einrichtungen grundsätzlich als rechtmäßig erachtet werden.

Bankenkrise

Berliner Bankgesellschaft braucht gut zwei Milliarden Euro

Berlin weiß jetzt, wie hoch die Belastungen aus der Bankenkrise sind. Das Eigenkapital der mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft (BGB) muss nach Angaben des Bundesaufsichtsamtes für Kreditwesen um gut zwei Milliarden Euro (knapp vier Milliarden Mark) erhöht werden. Dieser Kapitalbedarf entspreche den Erwartungen des Senats, sagte am Donnerstag Finanzsenator Peter Kurth (CDU).

CDU-Spendenaffäre

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Weyrauch und Terlinden ein

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungsverfahren in der CDU-Parteispendenaffäre gegen die beiden Vertrauten von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), Hans Terlinden und Horst Weyrauch, eingestellt. Das teilte Staatsanwalt Roland Wangen am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp in Bonn mit. Weyrauch muss innerhalb von drei Monaten 50.000 Mark, Terlinden innerhalb von sechs Monaten 30.000 Mark jeweils zur Hälfte an die Staatskasse wegen der Ermittlungskosten sowie an gemeinnützige Einrichtungen zahlen.

Atommeiler

Wieder Störfall in Temelin: Radioaktives Wasser ausgetreten

Im tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist wieder ein Störfall aufgetreten. Aus Block 1 des Kernkraftwerks trat radioaktives Wasser aus. Wie AKW-Sprecher Milan Nebesar am Donnerstag mitteilte, liefen Tags zuvor bei Tests des Steuersystems "mehrere Kubikmeter leicht radioaktiven Wassers" über den Rand des Reaktors. Dieser war wegen der gegenwärtig laufenden generellen Überprüfung aller Systeme geöffnet. Das Wasser sei in den Reaktorschacht geflossen, gereinigt und wieder in den Primärkreislauf zurückgeleitet worden. Aufgrund des Austritts sei das entsprechende Havariesystem angesprungen, das den Flüssigkeitsstand im Reaktor überwacht.

Philippinen

Dritter Journalist auf Mindanao ermordet

In einem Brief an den philippinischen Innenminister hat die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" Bestürzung wegen des Mordes an dem Journalisten Candelario "Jun" Cayona am geäußert. Die internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit zeigte sich am Donnerstag zutiefst besorgt über die Verschlechterung der Situation auf den Philippinen. Sie forderte den Innenminster auf, schnell zu reagieren und der Straflosigkeit für Morde an Journalisten ein Ende zu setzen.

Rheinland-Pfalz

Staatsanwaltschaft will gegen CDU-Chef Böhr ermitteln

Die Mainzer Staatsanwaltschaft will gegen den rheinland-pfälzischen CDU- Fraktions- und Landeschef Christoph Böhr ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue einleiten. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach am Donnerstag bekannt gab, wurde Landtagspräsident Christoph Grimm (SPD) am Vortag davon in Kenntnis gesetzt. Legt die Landtagsverwaltung innerhalb von zwei Tagen keinen Widerspruch ein, können die Ermittlungen beginnen. Böhr begrüßte die Überprüfung nach Angaben seines Anwalts. Die Justiziarin der CDU-Landtagsfraktion, Ute Granold (CDU), führte die Nachforschungen der Justiz vor allem auf unkonkrete Formulierungen im rheinland-pfälzischen Fraktionsgesetz zurück.

Eschede

Musterklage Schmerzensgeld - Hinterbliebene der Opfer klagen

Die Hinterbliebenen der Opfer der ICE-Katastrophe von Eschede haben die Deutsche Bahn AG auf Schmerzensgeld verklagt. Ihr Anwalt Reiner Geulen reichte am Donnerstag eine entsprechende Musterklage vor dem Landgericht in Berlin ein. Er fordere zunächst für sechs Hinterbliebene eine Entschädigung in Höhe von jeweils 250.000 Mark. Bahnchef Hartmut Mehdorn wies die Forderungen des Anwalts als unbegründet zurück.

Atomkonsens

Keine Annäherung zwischen Grünen-Spitze und Atomkraftgegnern

Zwischen der Grünen-Spitze und Atomkraftgegnern gibt es bei der Bewertung des Atomkonsenses keine Annäherung. Ein Treffen mit den beiden Grünen-Bundesvorsitzenden Fritz Kuhn und Claudia Roth sowie den Bürgerinitiativen gegen das Zwischenlager Gorleben brachte am Donnerstag im niedersächsischen Waddeweitz kein Ergebnis. Kuhn kündigte für das kommende Jahr "eine stärkere offene Diskussion über die Kriterien für eine nationale Endlagerstätte" an. Der Bundesvorstand sei der Auffassung, dass "Gorleben nicht der geeignete Standort ist".