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unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Atommüll-Wiederaufarbeitung

Atommüllwiederaufarbeitung: Massive Verseuchungen bestätigt

Die Wiederaufarbeitung von Atommüll verursacht massive Verseuchungen der Umwelt und ist keinesfalls die gesetzlich geforderte "schadlose Verwertung". Entsprechende langjährige Vorwürfe von Umweltschutzorganisationen bestätigt nach Angaben des ARD-Politmagazins "Report Mainz" auch eine bislang nicht veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Der Untersuchung zufolge werden die in Deutschland zulässigen Strahlenwerte in La Hague um den Faktor sieben überschritten, in Sellafield um den Faktor 20.

Pop

Roxette-Welttournee startet im September in Stuttgart

Erstmals nach sieben Jahren geht die schwedische Pop-Band Roxette wieder auf Tour. Der Startschuss für die Welttournee fällt im September in Stuttgart. "Deutschland ist einer unserer wichtigsten Märkte, hier haben wir sehr viele Fans", sagte Sänger Per Gessle am Montag in München. Insgesamt werden die Schweden in zwölf deutschen Städten live zu sehen sein, darunter auch München, Hannover, Frankfurt, Berlin und Leipzig.

Abschied

Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hans Mayer beigesetzt

Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hans Mayer ist am Montag in Berlin beigesetzt worden. Hunderte Trauergäste waren auf den Dorotheenstädtischen Friedhof gekommen, um Mayer die letzte Ehre zu erwiesen, unter ihnen Bundespräsident Johannes Rau. Schriftstellerkollegen wie Literaturnobelpreisträger Günter Grass sowie Walter Jens, Christa Wolf, Christoph Hein, Rainer Kirsch und Volker Braun nahmen Abschied. Unter den Trauernden waren auch Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, Freunde und Weggefährten Mayers. Der Autor und Hochschullehrer, der als einer der letzten Universalgelehrten galt und in Tübingen lebte, war am 19. Mai im Alter von 94 Jahren gestorben. Es war sein Wunsch, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte bestattet zu werden, wo auch Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Anna Seghers, Stephan Hermlin und Heiner Müller begraben sind. Seine Grabstelle hatte er bei einem Besuch vor fünf Jahren selbst ausgesucht.

Bundeswettbewerb

Teilnehmerrekord bei "Jugend musiziert"

Rund 1.500 junge Musiker aus ganz Deutschland stellen sich ab Donnerstag dem Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Hamburg. Damit werde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht, sagte der Bundesgeschäftsführer von "Jugend musiziert", Hans Peter Pairott, am heutigen Montag in Hamburg. Die hohe Zahl der Teilnehmer bringe die Veranstalter inzwischen an den Rand des Möglichen. Trotzdem werde es weiterhin keine zahlenmäßigen Begrenzungen geben.

Bischofskonferenz

Rechte für Illegale gefordert

Die Deutsche Bischofskonferenz mahnt humanitäre Verbesserungen für die hier lebenden Ausländer ohne Aufenthaltsrecht und Duldung an. In einer am heutigen Montag vom Konferenz-Vorsitzenden, Kardinal Karl Lehmann, in Bonn vorgestellten Denkschrift heißt es, die in Deutschland in der Illegalität lebenden Menschen seien zwar Träger von garantierten Rechtsansprüchen. Diese Rechte ließen sich aber allenfalls unter Inkaufnahme einer Ausweisung durchsetzen. Durch diese "faktische Rechtlosigkeit" seien die Menschen weiteren Bedrohungen, Erpressungen und Ausbeutungen aller Art ohne ausreichenden Rechtsschutz ausgeliefert.

Radrennen

Lebensmüdes Huhn verursacht Unfall

Ein Huhn auf Erkundungstour hat am Sonntag im schleswig-holsteinischen St. Michaelisdonn einen schweren Unfall ausgelöst. Nach Polizeiangaben vom Montag war das freilaufende Huhn in der Nähe eines Bauernhofes plötzlich aus dem Straßengraben aufgetaucht und mitten in ein organisiertes Radrennen hineingelaufen. Ein Radrennfahrer konnte gerade noch ausweichen, doch der nachfolgende Sportler überfuhr das unvorsichtige Tier.

Italien

Angst um Pressefreiheit nach Berlusconi-Sieg

Ein Signal, das auf die Lösung des "Interessenskonflikts" hoffen lässt, wünscht sich die italienische Medienorganisation "Informazione senza frontiere" (Isf) in einem offenen Brief von Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi. Auch zwei Wochen nach seinem Wahlsieg hat Premier Silvio Berlusconi, einflussreichster Medienunternehmer des Landes, noch keine Lösung seines Interessenkonfliktes in Aussicht gestellt.

Lufthansa

Geheimnis um Verhandlungen und Kritik an Cockpit

Im festgefahrenen Tarifstreit zwischen Piloten und Lufthansa hat die Schlichtung begonnen. Der Schlichter Hans-Dietrich Genscher (FDP) habe sich mit Vertretern der Piloten-Vereinigung Cockpit (VC) und der Fluggesellschaft an einem geheimen Ort getroffen, hieß es am Montag aus Verhandlungskreisen. Über den Stand der Gespräche wurde bis zum Nachmittag nichts bekannt. Die Vize-Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ursula Engelen-Kefer, kritisierte das Vorgehen der VC. "Wenn einzelne Berufsgruppen, die sehr stark sind, beginnen, ihre Forderungen auszureizen, wird es für alle gefährlich", warnte sie. Es gehe nicht, "dass eine Berufsgruppe ausschert und alle anderen in die Röhre gucken". Die Gewerkschaften seien gehalten, "eine gewisse Gerechtigkeit zwischen den Berufsgruppen" zu gewährleisten.

EU-Richtlinien

Deutschland Schlusslicht bei Umsetzung von Umwelt-Richtlinien

Deutschland hinkt bei der Umsetzung von EU-Richtlinien hinterher. Wie aus einem am heutigen Montag in Brüssel veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervorgeht, droht die Bundesrepublik sogar das für 2002 EU-weit gesetzte Ziel zu verfehlen, 98,5 Prozent aller Binnenmarktvorschriften in nationales Recht umzusetzen. Bei der Umsetzung der Umweltrichtlinien weist der Bericht Deutschland mit einem Rückstand von 12,2 Prozent sogar als Schlusslicht aus. Das durchschnittliche Defizit in der Gemeinschaft liegt bei 7,1 Prozent, was die EU-Kommission als "alarmierend hoch" bewertete.

NS-Zwangsarbeiter

Stiftungsinitiative will nur 3,6 Milliarden zahlen

Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft will für die Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter nach der Feststellung der Rechtssicherheit im Bundestag am Mittwoch nur einen Teil der zugesagten fünf Milliarden Mark auszahlen. Das geht nach Angaben von "Spiegel online" und der PDS-Abgeordneten Ulla Jelpke aus einem Schreiben des Vorsitzenden der Stiftungsinitiative, Manfred Gentz, an die 6.300 Mitgliedsunternehmen hervor. Danach soll zunächst nur so viel Geld zu sparen an die Bundesstiftung überwiesen werden, wie Geld auf den Konten der Stiftungsinitiative eingegangen sei. Nach Angaben von Jelpke waren dies zuletzt rund 3,6 Milliarden Mark. Dies stehe im Widerspruch zu allen Vereinbarungen mit der Wirtschaft. Jede Verringerung des Fünf-Milliarden-Betrages wäre eine "Ungeheuerlichkeit", betonte Jelpke.

Zwischenlager Biblis

Bundesamt für Strahlenschutz: Wir sind zuständig

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat einen Antrag auf Abbruch des Erörterungstermins zum geplanten Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis zurückgewiesen. Gegner des Zwischenlagers, deren insgesamt 5.823 Einwendungen seit Freitag in Biblis erörtert werden, hatten beantragt, die Erörterung abzubrechen, weil sie Zweifel an der Zuständigkeit des BfS hatten. Ihrer Meinung nach ist das Hessische Umweltministerium zuständig. Die Behörde wies dies am Sonntag zurück und erklärte, das BfS bleibe zuständig.

Wettbewerb

Beste Nachwuchs-Jazzbands geehrt

Bands aus Bayern, Niedersachsen und Hessen haben den Hauptpreis im Wettbewerb des deutschen Jazz-Nachwuchses in Erfurt gewonnen. MAX.BAB aus Bayern, "Groove Conspiracy" aus Niedersachsen und die hessische Gruppe "Trioscene" werden zum Lohn vom DeutschlandRadio zu Studioaufnahmen in Köln eingeladen, wie die Veranstalter am Sonntag in Erfurt mitteilten. Die drei Bands hätten die Jury aus namhaften Jazzmusikern mit ihrer Professionalität und ihren "herausragenden musikalischen Konzepten" überzeugt. "MAX.BAB" erhielt zusätzlich eine Einladung zum Ostsee-Jazz-Festival 2001. "Groove Conspiracy" wird bei der "Jazzmeile Thüringen" auftreten. Außerdem wurden Sachpreise in Höhe von insgesamt 100.000 Mark und sieben Förderpreise vergeben.

Pro Familia

Der Tochter die Pille nicht verbieten

Eltern sollten ihren Töchtern nach Ansicht des Vereins Pro Familia die Antibabypille nicht verbieten. Gerade junge Frauen müssten davor geschützt werden, zu früh schwanger zu werden, betonte die Vorsitzende des Bundesverbandes, Ingrid Langer, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Frankfurt am Main. Frauen seien heute immer stärker darauf angewiesen, eine eigene Erwerbsbiographie aufzubauen und sich selbst für die Zukunft abzusichern, sagte sie und fügte hinzu: "Es ist deshalb ganz wichtig, dass junge Frauen vor der Heirat eine qualifizierte Ausbildung haben."

40 Jahre "Pille"

Empfängnisverhütung bereits bei den alten Ägyptern

Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, wussten sich schon die alten Ägypter zu helfen: Vor 4000 Jahren zerstießen sie Granatapfelkerne und formten mit Hilfe von Wachs kleine Zäpfchen. Die Frucht enthält ein natürliches Östrogen. Wie die Antibabypille, die vor 40 Jahren am 1. Juni 1961 in Deutschland auf den Markt kam, könnte sie bei der Frau den Eisprung verhindert haben. Im Jahr 1550 vor Christus wird die vermutlich erste Verschreibung für ein Kontrazeptivum auf Papyrus ausgestellt. Historiker vermuten, dass es sich um Krokodilmist handelte, der vor dem Geschlechtsverkehr von der Frau eingeführt wurde.

Anti-Baby-Pille

Antibabypille: Seit 40 Jahren auf dem Markt

Als "grüne Bombe" machte die erste Antibabypille in Deutschland Schlagzeilen. Dabei wurde das Mittel vor 40 Jahren zunächst gründlich verkannt: Die grasfarbenen und in silbernes Stanniolpapier eingeschweißten Kügelchen des Berliner Pharmakonzerns Schering kamen am 1. Juni 1961 auf den Markt - als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden. Wer jedoch den Beipackzettel genau las, fand unter "Nebenwirkungen" den Hinweis auf die empfängnisverhütende Wirkung. Nach einem großen Zeitungsbericht war der Siegeszug der Antibabypille nicht mehr aufzuhalten. Klein aber oho - die winzigen Tabletten gelten heutzutage als der sicherste Schutz vor ungewollten Schwangerschaften.

40 Jahre "Pille"

Nebenwirkungen von gut bis böse

Die Hormonmenge in der Antibabypille ist in den vergangenen 40 Jahren immer weiter reduziert worden. So konnten unerwünschte Nebenwirkungen minimiert werden. Weil es sich bei der Pille aber trotzdem um ein hochwirksames Arzneimittel handelt, ist sie verschreibungspflichtig. Bevor ein Arzt ein Rezept ausstellt, werden anhand der Krankengeschichte mögliche Risikofaktoren der Frau ermittelt.

"Spiegel"

Klagerecht für Naturschutzverbände

Naturschutzverbände sollen künftig auf Bundesebene gegen Planfeststellungen klagen können. Das sieht nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes vor, die das Kabinett am Mittwoch in Berlin verabschieden will. Um das Überleben heimischer Tiere und Pflanzen zu sichern, solle ferner ein "Netz verbundener Biotope" entstehen, berichtet das Blatt vorab am Samstag. Vorgesehen seien zusammenhängende Schutzgebiete aller Art, für die jedes Bundesland mindestens zehn Prozent seiner Fläche bereitstellen soll.

Ärztevereinigung IPPNW

"Verantwortliche Medizin ohne Präimplantationsdiagnostik"

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) lehnen die Präimplantationsdiagnostik (PID) ab. Die "Selektion menschlicher Embryonen aufgrund ihrer genetischen Unerwünschtheit" sei mit dem ärztlichen Heilauftrag nicht zu vereinbaren, heißt es in einer Resolution, die am Sonntag nach einem viertägigen Ethik-Kongress der deutschen Sektion des IPPNW in Erlangen vorgelegt wurde. Aufgabe eines Arztes sei es, Krankheiten vorzubeugen und sie zu behandeln, nicht die Existenz eines behinderten Kindes zu verhindern, heißt es in dem Papier.

Hochzeitsfeier

Kohl-Sohn Walter spielt Ernst-August

Der ältere Sohn von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), Walter, hat bei der Hochzeit seines Bruders Peter am Samstag in Istanbul einen Kameramann angegriffen. Walter Kohl sei wortlos auf die vor der Basilica Sant'Antonio wartenden Journalisten zugestürmt und habe den türkischen Kameramann des Senders "Deutsche Welle-tv" ins Gesicht geschlagen und in die Rippen geboxt, sagte der verantwortliche Redakteur der Sendung "Deutschland heute", Rolf Grunert, in Berlin der Nachrichtenagentur ddp. Walter Kohl habe dann die Kamera gegen ein Eisentor geschleudert. Das Gerät sei aber ganz geblieben. Daher habe der Auslandssender "DW-tv" wie geplant über die Kohl-Hochzeit berichten können.

Weltnichtrauchertag

Bundestagsinitiative für rauchfreien Arbeitsplatz

Zigarettenqualm soll aus deutschen Büros möglichst ganz verschwinden. Eine fraktionsübergreifende Initiative des Bundestages sieht vor, die Rechtssicherheit von Nichtrauchern am Arbeitsplatz zu stärken. Die Vorlage, die von 200 Abgeordneten unterschrieben wurde, wird am nächsten Donnerstag, dem Weltnichtrauchertag, im Parlament beraten. Initiator Werner Lensing (CDU) hofft auf einen Erfolg. Die Initiative habe in allen Bundestagsausschüssen eine Mehrheit gefunden, sagte er am Wochenende in Berlin. Der Verband der Cigarettenindustrie (VdC) hält einen gesetzlich verankerten Schutz vor blauem Dunst am Arbeitsplatz hingegen für "überflüssig".