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unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Strahlenschutz-Novelle

Landen abgerissene Atomkraftwerke auf Hausmülldeponien?

Umweltverbände und Strahlenschutz-Fachleute warnen vor einer weiteren Verwässerung der Strahlenschutz-Novelle. Nach Informationen von Renate Backhaus vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werde es der Atomindustrie mit den geplanten "Freigaberegelung" möglich, den größten Teil des Atommülls, der beim Abriss der Atomkraftwerke in den kommenden Jahrzehnten anfällt, auf normalen Deponien, in Baumaterial, im Straßenbelag oder im Metallrecycling unterzubringen." Das Bundesumweltministerium weist diese Möglichkeit in einer Reaktion nicht zurück, sondern verweist nur auf einen Grenzwert von "0,01 Millisievert im Jahr für die mögliche zusätzliche Belastung für Einzelpersonen der Bevölkerung."

Pressemitteilung von Umweltveränden

Bundesländer wollen schlechte Strahlenschutz-Novelle weiter verwässern

Gemeinsam wenden sich die Gesellschaft für Strahlenschutz, die Ärzteorganisation IPPNW, das Otto-Hug-Strahleninstitut und die Umweltschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND ) und Robin Wood gegen eine weitere Verwässerung des ohnehin schon ungenügenden Entwurfs zur Novelle der Strahlenschutzverordnung. Die Verbände und Institute appellieren stattdessen an den Bundesrat und die Wirtschafts- und Umweltminister der Länder, die jetzige Novelle zu Gunsten schärferer Regelungen und eines wirksamen Strahlenschutzes zurückzuziehen. Die Novelle und die von einigen Bundesländern eingebrachten Verwässerungswünsche seien vollkommen inakzeptabel und würden so etwas wie Strahlenschutz nur vortäuschen.

Lufthansa-Pilotenstreiks

Auch Boden- und Kabinenpersonal will mehr Geld

Vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit der Pilotenvereinigung Cockpit hat die Gewerkschaft ver.di die Lufthansa davor gewarnt, bei den Tarifverhandlungen mit den Piloten die Einkommensgerechtigkeit zwischen den Beschäftigtengruppen des Konzerns preiszugeben. "Der Lufthansa-Vorstand muss wissen, dass Zugeständnisse an die Piloten nicht ohne Folgen für die Beschäftigten am Boden und in der Kabine bleiben können", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Jan Kahmann in Frankfurt am Main.

Naher Osten

Israel greift mit Kampfhubschraubern die Stadt Gaza an

Bei den Angriffen von isralelischen Kampfhubschraubern auf die Stadt Gaza wurde nach israelischen Angaben unter anderem eine Fabrik zur Herstellung von Mörsergranaten getroffen. Nach palästinensischen Angaben wurden mindestens vier Menschen verletzt und zahlreiche zivile Gebäude schwer beschädigt oder zerstört.

Statistik

Jugendarbeitslosigkeit leicht gesunken

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland ist leicht rückläufig. Ende April waren insgesamt 86.904 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 6.828 weniger als im Vormonat und 1.283 weniger als vor einem Jahr, teilte am Montag das Bundesarbeitsministerium in Berlin mit. Der SPD-Vorstand hat unterdessen einen Leitantrag zur Bekämpfung der Jugendarbeit beschlossen.

Antrag bei UNESCO

Wattenmeer soll Weltnaturerbe werden

Bereits heute genießt das schleswig-holsteinische Wattenmeer an der Nordseeküste den höchsten deutschen Schutzstatus und zählt zu den wenigen Nationalparks der Republik. Doch könnte diese einzigartige Landschaftsform womöglich noch höhere Weihen erfahren: Bei der nächsten Konferenz der Umweltminister von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden soll ein Antrag an die UNESCO (Sonderorganisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Kultur) verabschiedet werden, das Wattenmeer als "Weltnaturerbe" einzustufen.

Forschungsprojekt

Kinder leiden besonders unter Armut

Die Armut von Kindern nimmt in Deutschland immer weiter zu. Dennoch spielen Kinder in der sozialwissenschaftlichen Forschung bislang nur eine untergeordnete Rolle. Ein Projekt der Fachhochschule Münster will das ändern. "Bislang wurde immer nur über Kinder gesprochen, nicht mit ihnen. Wir wollen aber gezielt die kindliche Perspektive zu dieser Problematik aufgreifen", sagt Professor Margherita Zander im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.

Fusionen und Übernahmen

Feindliche Firmen-Übernahmen sollen erheblich erschwert werde

Die Bundesregierung plant nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" Unternehmensvorstände mit erheblichen Verteidigungsrechten gegen sogenannte feindliche Firmen-Übernahmen auszustatten.

Mitbestimmung

Bundespräsident Rau für "Zivilisierung des Kapitalismus"

Bundespräsident Johannes Rau hat vor einem "Unterlaufen" der geltenden Flächentarifverträge und der betrieblichen Mitbestimmung gewarnt. Die betriebliche Mitbestimmung müsse auch unter den gewandelten Bedingungen der Ökonomie ihre Vorteile weiter ausspielen, sagte Rau am Montag bei einer Feier zu "50 Jahre Montanmitbestimmung" in Essen.

NS-Zwangsarbeiter

Hoffen auf baldige Zahlungen

Die Jewish Claims Conference (JCC) hofft auf die ersten Entschädigungszahlungen an NS-Zwangsarbeiter noch vor der Sommerpause. Wenn der Bundestag Anfang Juni die Rechtssicherheit beschließen würde, könnten die ersten Zahlungen dann ein paar Wochen später geleistet werden, sagte JCC-Geschäftsführer Gideon Taylor der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Am Wochenende hatten 43 Mitgliedsunternehmen der Stiftungsinitiative in einem Schreiben an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gefordert, die von über 6.000 Firmen eingezahlten Beträge so schnell wie möglich an die Betroffenen weiter zu geben.

Filmfestspiele Cannes

Goldene Palme geht nach Italien

Der italienische Regisseur Nanni Moretti hat für sein Werk "La stanza del figlio" bei den 54. Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme verliehen bekommen. Der österreichische Regisseur Michael Haneke wurde unerwartet für seinen umstrittenen Film "The Piano Teacher" sogar mit drei Hauptpreisen geehrt.

Tag der Artenvielfalt

Einheimische Natur bedroht

Das starke Anwachsen von Welthandel und Tourismus könnte nach Ansicht von Umweltschützern die natürliche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt weltweit ernsthaft bedrohen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt (UBA) wiesen heute auf die Gefährdung durch das Einschleppen und Einführen gebietsfremder Tiere und Pflanzen hin, die einheimische Arten verdrängen. Am morgigen Dienstag wird erstmals der "Internationale Tag der biologischen Vielfalt" begangen.

Chemie-Gifte-Verbot

Industrie soll sich der Produzenten-Verantwortung stellen

Minister und diplomatische Vertreter aus allen Ländern der Welt treffen sich ab dem morgigen Dienstag für zwei Tage in Stockholm, um eine Konvention zum Verbot der 12 giftigsten langlebigen Chemikalien (POPs - Persistent Organic Pollutants) zu unterzeichnen. Erstmals wird über eine Konvention die Produktion und Anwendung einer ganzen Reihe künstlich hergestellter Chemikalien, die für Mensch und Umwelt hochgiftig sind, verboten oder stark eingeschränkt. Umweltverbände weisen aber darauf hin, dass Restbeständen und Pestizidaltlasten in armen Ländern weiterhin eine große Gefahr darstellen und fordern die Industrie auf, sich ihrer Verantwortung als Produzenten der Gifte zu stellen.

Heidelberer Clemens Brentano Preis

Auszeichnung für Sabine Peters

Die Schriftstellerin Sabine Peters erhält am morgigen Dienstag den Clemens Brentano Literaturpreis 2001 der Stadt Heidelberg. Die 40-jährige Autorin bekommt die Auszeichnung für ihren im vergangenen Jahr erschienenen Erzählband "Nimmersatt". Die in Neuwied geborene Peters lebt in Ostfriesland und arbeitet auch als Übersetzerin und Literaturkritikerin. Der Preis, der in diesem Jahr in der Sparte "Erzählung" vergeben wird, ist mit 20.000 Mark dotiert. In der Jury sind neben Literaturkritikern, Lektoren und Autoren auch Studenten vertreten.

Kunst des 19. Jahrhunderts

Rückkehr in Berlins Alte Nationalgalerie

Die Sammlung zur Kunst des 19. Jahrhunderts zieht wieder in die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel ein. Am 29. Mai werden als erstes die acht Fresken der Casa Bartholdy durch eine Dachöffnung im Obergeschoss der Alten Nationalgalerie an ihren angestammten Platz zurückkehren, wie die Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz mitteilten. Die Fresken gehörten aufgrund ihrer "außerordentlichen historischen wie künstlerischen Qualität und ihres guten Erhaltungszustands" zu den Inkunabeln der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts.

Berliner Volksbühne

Kreatives "Recht auf Faulheit"

Blauer Dunst von Selbstgedrehten liegt über dem Bühnenfoyer und vermengt sich mit Chili-Dämpfen aus der Gulaschkanone der "Volxküche". Als Lektüre empfiehlt ein Mann mit zotteligem Bart die Straßenzeitung "mob": In authentischer Atmosphäre, angesiedelt zwischen Sozialamt, Suppenküche und Obdachlosenheim, leistete die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz am Wochenende ihren Beitrag zur von Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) angestoßenen Debatte um "das Recht auf Faulheit".

Gentechnik-Diskussion

Marburger Bund: Wirtschaftliche Interessen vor Ethik

Der Chef des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, Frank Ulrich Montgomery, wirft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor, sich in der Gentechnik wegen wirtschaftlicher Interessen über ethische Maxime hinwegsetzen zu wollen. Die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) werde zu einem blühenden Handel mit Embryonen führen, "und die ist letztlich der Grund, warum sich der Kanzler so sehr darum kümmert", sagte Montgomery der "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe). Die Regierung wolle die embryonale Stammzellenforschung und das therapeutische Klonen. Deswegen solle zunächst die PID erlaubt werden.

Marktsituation

79 Gentechnik-Medikamente in Deutschland

Die Gentechnik hat insbesondere in der Arzneimittelforschung zu einer rasanten Entwicklung geführt. In Europa stieg 1999 der Anteil biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe an den Neuzulassungen auf über 30 Prozent, im Jahr davor lag er noch bei 13 Prozent. In Deutschland sind 79 gentechnisch produzierte Medikamente mit 59 verschiedenen Wirkstoffen verfügbar. Sie kommen vor allem bei Diabetes, Multipler Sklerose oder der Bluterkrankheit zum Einsatz. Experten halten es für realistisch, dass bis 2018 die Hälfte der chemisch-synthetischen Arzneimittel durch biotechnologische Produkte ersetzt wird.

Guten-Abend-Ticket

"Bahn gängelt Kunden"

Die Deutsche Bahn AG schränkt das "Guten-Abend-Ticket" ab 10. Juni massiv ein. Wie das Unternehmen am heutigen Montag in Berlin mitteilte, soll damit der Überbesetzung von Fernverkehrszügen in Spitzenzeiten entgegengewirkt werden. Das Ticket muss jetzt für einen bestimmten Zug gekauft werden, je nach Auslastung der Züge sollen mehr oder weniger der günstigen Tickets verkauft werden. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte den Schritt als "weiteren Mosaikstein in der seit Monaten zunehmenden Gängelung der Kunden", so VCD-Bundesgeschäftsführer Dirk Flege.

Lebensmittel

Lob und Kritik für neues Öko-Siegel

Für Produkte aus ökologischem Anbau gibt es in Deutschland künftig ein neues Qualitätssiegel. Grundlage sind die Standards der EU-Öko-Verordnung, wie Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) am Montag in Berlin erläuterte. Die neue Kennzeichnung werde es den Verbrauchern leicht machen, Lebensmittel aus Öko-Produktion in den Regalen zu finden. Während der der Naturschutzbund Nabu das neue Öko-Siegel begrüßte, kritisierte die Öko-Prüfzeichen GmbH die Aufweichung ökologischer Standards.