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Plantagen, Pestizide, Landkonflikte

Protest gegen Strom und Diesel aus Palmöl


10. Oktober 2007

[ngo] Der Umweltdachverband Friends of the Earth International (FoEI) hat von der EU gefordert, die Produktion von Strom und Diesel aus Palmöl zu stoppen. Die Nachfrage aus der EU führe zur "verstärkten Umwandlung von Regenwäldern in Plantagen, hohem Pestizideinsatz und Landkonflikten". Allein Indonesien und Malaysia planten eine Verdoppelung ihrer Palmöl-Plantagen auf rund 20 Millionen Hektar, eine Fläche fünfmal so groß wie die Niederlande.

Nach Auffassung von Friends of the Earth ist auch der "Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl", der momentan soziale und ökologische Mindeststandards entwickele, gescheitert. Die geplanten Kriterien seien "nicht strikt genug", und bei der dramatisch steigenden Nachfrage nach Palmöl könne das Zertifizierungssystem nicht mithalten, meinen die Umweltschützer.

Das ganze Verfahren werde "von den Palmölkonzernen lediglich genutzt, um sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen". In der Vergangenheit seien viele Palmölkonzerne in der Kritik gestanden, weil sie für Umweltzerstörung und gewaltsame Vertreibungen der Lokalbevölkerung in den Anbaugebieten verantwortlich gewesen seien, so Friends of the Earth.

Eine aktuelle Studie von Friends of the Earth Niederlande belegt nach Auffassung der Organisation "die massiven ökologischen und sozialen Probleme auf den Plantagen von Wilmar, dem weltweit größten Palmölhändler". Wilmar sitze mit am "Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl" und kontrolliere sich damit selbst, kritisieren die Umweltschützer.

[Druckversion]                

 

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