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Merkel gegen Mindestlohn

4,6 Millionen Menschen verdienen offenbar weniger als 7,50 Euro


03. Juli 2008

[ngo/ddp] SPD-Vize Andreas Nahles hat die Forderung ihrer Partei nach einem flächendeckenden Mindestlohn erneuert. Es gehe "nicht nur um Jobs, Jobs, Jobs, sondern auch die Qualität von Arbeit", sagte Nahles am Mittwoch (2. Juli) in Saarbrücken. Menschen, die arbeiten, müssten von ihrer Arbeit leben können. Ihren Angaben zufolge verdienen 4,6 Millionen Menschen in Deutschland weniger als 7,50 Euro in der Stunde. Daher seien flächendeckende Mindestlöhne zwingend erforderlich.

Nahles verwies zudem darauf, dass von 750.000 neuen Jobs 300.000 Leiharbeiter seien, die gern feste Arbeitsplätze oder wenigstens gleichen Lohn für gleiche Arbeit haben wollten. Das seien zwar sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, aber häufig mit Dumpinglöhnen. "Dem wollen wir einen Riegel vorschieben", unterstrich die SPD-Vizechefin.

Merkel: Barrieren gegen den Einstieg in den "Aufstieg"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich trotz dieser Zahlen erneut gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn aus. "Wir glauben, hier würden wir Barrieren aufbauen, wo Menschen sonst den Einstieg in einen Aufstieg für ihr Leben finden könnten", sagte Merkel im Interview von Sat.1. Angesichts der Prognosen über eine abflauende Konjunktur sei es umso wichtiger, alles zu tun, um Arbeitsplätze zu schaffen.

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