ngo-online-Logo

ngo-Nachrichten täglich per Email kostenlos:

 

Impressum | Konzept | Startseite | 

Dienstag, 9.2.2010


 

Home

 

Krieg/Frieden

Innere Sicherheit

Recht/Justiz

Verfassung/Demokratie

Lobbyismus

Wirtschaft/Arbeit

Unternehmen

Armut/Reichtum

Soziale Sicherung

Gesundheit

Energie

Umwelt

Wissenschaft/Technik

Verbraucherschutz

Tierschutz

Bildung

Bevölkerung

Ausländer

Afrika

Asien

Amerika

Regionalzeitungen

 

Magazin

Krisenmanager
90 Jahre Betriebsräte

Kein Braten zum Fest
In der Suppenküche der Berliner Marienkirche

"Auch Kinder verstehen Politik"
Studie sieht politisches Denken im Kindesalter

 

Fast eine Million Kündigungen

Linke fordert Rücknahme der "Riester-Privatisierung der Rente"


08. Dezember 2008

[ngo] Vor dem Hintergrund von fast einer Million Kündigungen von "Riester-Renten" fordert die Linke eine Rücknahme der Rentenreform von 2001. "Die Riester-Rente ist eine Fehlkonstruktion. Sie nutzt am Ende nur der Versicherungswirtschaft", kritisiert Fraktionsvize Klaus Ernst "die beginnende Massenflucht aus den Riester-Verträgen" und fordert dabei die Rückführung der Riester-Renten in die gesetzliche Rente. "Die Konzerne spekulieren mit den Milliarden der Sparer an den Börsen, kassieren fantastische Gebühren und heben die Arme, sobald es Verluste gibt", so Ernst. Jetzt könne es nur eins geben: Umkehren, bevor es zu spät ist. Die Rentner von morgen dürften nicht die Leidtragenden des Zusammenbruchs der Finanzmärkte ein, den wir heute erleben. "Die Massenflucht aus der Riesterrente verlangt nach einer politischen Antwort", so Ernst.

Die Bundesregierung darf nach Auffassung der Linke "jetzt nicht zuschauen, wie jeder für sich allein stirbt". Die Riester-Privatisierung der Rente müsse rückgängig gemacht werden. "Die Ansprüche der Sparer aus den Verträgen müssen ohne Verluste in die gesetzliche Rente überführt werden. Dort sind sie sicherer aufgehoben als an der Börse", meint Ernst.

Hohen Kosten und Provisionen von "Riester-Produkten"

Die Riester Rente ist dafür gedacht die Rentenkürzung der letzten Jahre auszugleichen, dafür werden die Zulagen von der Regierung bezahlt. Nun ist bekannt geworden, das rund eine Million Sparer ihre Riester Rente stillgelegt oder gekündigt haben. Diese Zahl wurde auch vom Bundessozialministerium bestätigt.

Einem Medienbericht zufolge wurden nach dem Start der Riester Reform im Jahr 2001 bis Ende des letzten Jahres etwa 950.000 Riester Verträge wieder aufgelöst oder stillgelegt. Bei etwa 9,3 Millionen Riester-Versicherungsverträgen sind das immerhin mehr als 10 Prozent. Bei den Zahlen sind die Banksparpläne und Fördersparverträge noch nicht mit eingerechnet.

Von Verbraucherschützern wird die Unzufriedenheit der "Riester-Sparer" unter anderem auf die hohen Kosten und Provisionen von "Riester-Produkten" zurückgeführt.

Von der Finanzaufsicht Bafin wurde eine Zunahme der Beschwerden über die Riester Rente registriert, schon allein in den ersten 6 Monaten 2008 gab es 240 Beschwerden, im gesamten Vorjahr waren es noch 290 Beschwerden.

Allerdings dürfte die große Anzahl von Kündigungen oder Stilllegungen der Riester Rente nicht nur auf die Unzufriedenheit der Kunden zurückzuführen sein. Es dürften mehrheitlich auch Leute sein, die aus welchen Gründen auch immer die Beiträge nicht mehr bezahlen konnten oder denen das Vertrauen in die Finanzmärkte verloren gegangen ist.

[Druckversion]                [Leserbriefe lesen]

 

Lesen Sie auch

Demographie oder Produktivität?
Lafontaine und Müntefering diskutieren über die Rente

Exklusiv von Norbert Walter
"Es hat sich in der Schröder-Zeit in Deutschland etwas bewegt"

"Von Riester-Faktor befreien
Volkssolidarität fordert Angleichung der Renten an die Lohnentwicklung

Risiko Geldentwertung
Dickes Geschäft mit der Riester-Rente

Kaufkraftverluste
Sozialverband fordert Inflationsschutz für die Renten

"Geschäftemacherei"
Blüm wirft Privatversicherern Betrug bei der Altersvorsorge vor

"Gerechtfertigt"
Bundesverfassungsgericht billigt Kürzung der Beamtenpensionen

 

Artikel versenden

E-Mail-Adresse Empfänger:

Mitteilung an den Empfänger (optional):

Ihre E-Mail-Adresse als Absender:

    

 


E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. "; Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";

Bitte beachten Sie unsere anderen Themenseiten:
ipod nano 3g || private krankenversicherung vergleich || seminar ||

Profitieren Sie von unseren Know-How. Informationen und eine aktuelle Tagesschau sind unsere vornehmste Pflicht. Als Internetzeitung sind wir stets dran an aktuellen Nachrichten

Archiv-Suche


News

16:38Sri Lanka: Präsident löst Parlament auf
16:10Marketingexperte empfiehlt Abschaffung der Marke Opel
15:58Forscher: Kohlmeisen haben Charakter
15:54ALG II wird auch nach Urteil wie bisher ausgezahlt
15:45Großbritannien: Ältere Frauen werden vor Schwangerschaft gewarnt
15:06Betrunkene Autofahrerin rammt sieben Mal geparktes Fahrzeug
15:04YouTube-Video macht sich über Googles ersten Fernsehspot lustig
14:58Iran: Mehr als 65 Journalisten im Gefängnis