ngo-online-Logo

ngo-Nachrichten täglich per Email kostenlos:

 

Impressum | Konzept | Startseite | 

Dienstag, 9.2.2010


 

Home

 

Krieg/Frieden

Innere Sicherheit

Recht/Justiz

Verfassung/Demokratie

Lobbyismus

Wirtschaft/Arbeit

Unternehmen

Armut/Reichtum

Soziale Sicherung

Gesundheit

Energie

Umwelt

Wissenschaft/Technik

Verbraucherschutz

Tierschutz

Bildung

Bevölkerung

Ausländer

Afrika

Asien

Amerika

Regionalzeitungen

 

Magazin

Krisenmanager
90 Jahre Betriebsräte

Kein Braten zum Fest
In der Suppenküche der Berliner Marienkirche

"Auch Kinder verstehen Politik"
Studie sieht politisches Denken im Kindesalter

 

Antarktis

Immer aggressivere Walfangpläne in Japan auch für Finn- und Buckelwale


07. April 2005

[ngo] Japan provoziert die Weltgemeinschaft mit einem weiteren Alleingang in Sachen Walfang: Nach Ansicht des japanischen Walforschungsinstitutes sollen künftig erstmals die geschützten und als bedroht eingestuften Finn- und Buckelwale bejagt werden, und zwar ausgerechnet in der als Schutzgebiet ausgewiesenen Antarktis, teilte die Tierschutzorganisation "Pro Wildlife" am Donnerstag mit. Japan nutze dabei ein Schlupfloch der Internationalen Walfangkommission (IWC), wonach die Jagd für wissenschaftliche Zwecke möglich ist. "Diese erneute Provokation zeigt, dass selbst strengste Kontrollmaßnahmen und Auflagen den Walfang nicht in den Griff bekommen. Japans Verhalten ist anmaßend und skandalös" so PRO WILDLIFE Expertin Dr. Sandra Altherr. "Mit den begehrten Finn- und Buckelwalen lassen sich in Japan Millionen machen."

Seit 18 Jahren fängt Japan unter dem Deckmantel der Wissenschaft Zwergwale in der Antarktis. Das "Forschungsprogramm" JARPA, in dessen Verlauf insgesamt knapp 6.800 Zwergwale getötet wurden, lief gerade aus, die Fangflotten sind vor wenigen Tagen heimgekehrt. Im Vorfeld der kommenden IWC-Tagung im Juni 2005 wird deshalb die offizielle Vorlage eines neuen japanischen "Forschungsprojektes" erwartet. Doch eine aktuelle Pressemitteilung des japanischen Walforschungsinstitutes lässt bereits jetzt durchblicken, dass Japan künftig auch die begehrten Buckel- und Finnwale töten möchte.

Japan will einen Zusammenhang zwischen den angeblichen "überraschenden Bestandszunahmen" und der globalen Erwärmung untersuchen. "Mit diesem fadenscheinigen Manöver läutet Japan nun eine neue Ära seines eigenmächtigen Walfangs ein", kritisiert die PRO WILDLIFE Sprecherin. Finn- und Buckelwale sind auf der Internationalen Roten Liste der bedrohten Arten aufgeführt. Zudem sind sie auf der gesamten Südhalbkugel von der IWC als "geschützte Populationen" eingestuft.

Seit 1988 unterwandert Japan durch seinen "Wissenschaftswalfang" das zwei Jahre zuvor in Kraft getretene weltweite kommerzielle Walfangverbot der IWC. Neben JARPA in der Antarktis gibt es ein zweites "Forschungsprogramm (JARPN) im Nordpazifik. Auch hier war die Jagd zunächst jahrelang auf Zwergwale begrenzt, deren Bestände größer sind als die anderer Wale. Doch seit 2000 tötete japanische Walfänger auch Bryde- und Pottwale, seit 2002 sogar die bedrohten Seiwale. In zwei scharfen Demarchen kritisierten zahlreiche Länder die japanische Regierung, angesehene internationale Wissenschaftler zerpflückten wiederholt die japanischen "Forschungs" ergebnisse. Doch Tokio macht unbeirrt weiter.

"Die kleinen Zwergwale sind für Japans Walfänger weitaus weniger interessant. Ein erlegter Finnwal bedeutet schließlich die achtfache Menge Fleisch - und ist zudem in Japan besser zu verkaufen", erläutert Altherr. Die Nachfrage nach Zwergwalprodukten ist in Japan in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Zwergwale stehen am Ende einer längeren Nahrungskette als viele andere Walarten und sind somit stärker mit Schwermetallen und polychlorierten Biphenylen (PCBs) belastet. Unter anderem aufgrund der Warnungen japanischer Verbraucherschutzorganisationen blieben in den letzten Jahren große Mengen Zwergwal-Fleisch und -Speck aus dem "Wissenschaftswalfang" unverkäuflich. Lediglich für andere Arten wie Sei-, Buckel- oder Finnwal existiert hingegen weiterhin eine rege Nachfrage.

[Druckversion]                

 

Lesen Sie auch

Handel mit Walfleisch bleibt verboten

Wale und Delfine durch Schnellfähren gefährdet

Greenpeace protestiert gegen kanadische Robbenjagd

Experten warnen vor Sonarattacke auf Sinnesorgane der Meeressäuger

 

Links

Zu Pro Wildlife

Artikel versenden

E-Mail-Adresse Empfänger:

Mitteilung an den Empfänger (optional):

Ihre E-Mail-Adresse als Absender:

    

 


E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. "; Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";

Bitte beachten Sie unsere anderen Themenseiten:
ipod nano 3g || private krankenversicherung vergleich || seminar ||

Profitieren Sie von unseren Know-How. Informationen und eine aktuelle Tagesschau sind unsere vornehmste Pflicht. Als Internetzeitung sind wir stets dran an aktuellen Nachrichten

Archiv-Suche


News

18:30Wetter: Kalt und teilweise Schnee
18:24Neuer Versorger will Energiemarkt aufrollen
17:39DAX schließt uneinheitlich
17:28Sri Lanka: Parlament aufgelöst
17:28Drogenbauer flüchtet mit bereits beschlagnahmten Drogen
16:38Sri Lanka: Präsident löst Parlament auf
16:10Marketingexperte empfiehlt Abschaffung der Marke Opel
15:58Forscher: Kohlmeisen haben Charakter