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Start von "Abenteuer Schmetterling"

Schmetterlinge brauchen Hilfe


15. April 2005

Bild: matthias kulke[ngo] 80 Prozent der in Deutschland einheimischen Schmetterlinge stehen bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Dies meldet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) . Gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) startet der BUND nun das Projekt "Abenteuer Schmetterling".

Die Bedrohung für Schmetterlinge habe viele Ursachen, erläutert der BUND. So setzten die Zerstörung von Lebensräumen, Umweltgifte und der Klimawandel den empfindlichen Insekten erheblich zu. Um diesen Gefahren zu begegnen, sei die Aktion "Abenteuer Schmetterling" "vielseitig angelegt". Einzelpersonen und Gruppen seien aufgerufen, sich mit eigenen Beiträgen an einem Wettbewerb zu beteiligen. Die Bandbreite der Ideen könne "vom schmetterlingsfreundlichen Garten bis zur politischen Initiative für den Erhalt einer Wiese reichen." Für Grundschüler gebe es einen eigenen Wettbewerb, bei dem die Aufzucht von Schmetterlingsraupen im Vordergrund stehe.

Eine weitere Möglichkeit, sich am "Abenteuer Schmetterling" zu beteiligen, sei der sogenannte "Faltertag", schreibt der BUND. Spaziergänger, Wanderer, Besucher von Gärten und Parkanlagen seien aufgerufen, Schmetterlinge zu beobachten und ihre Beobachtungen dem BUND mitzuteilen. Den Arten Aurorafalter, Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs sowie Distel- und Zitronenfalter solle dabei besonderes Augenmerk gelten. Auf diese Weise würden wichtige Informationen über die tatsächliche Verbreitung und die Lebensweise dieser sechs Schmetterlingsarten gewonnen.

Beim "Tagfalter-Monitoring", dem dritten Teil von "Abenteuer Schmetterling", sammelten Fachleute und naturbegeisterte Laien nach wissenschaftlichen Methoden über mehrere Jahre Schmetterlingsdaten, schreibt die Naturschutzorganisation. Damit solle eine Grundlage zum effektiven Schutz der Schmetterlinge geschaffen werden.

Dr. Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND sagte: "Es ist viel zu tun, um das Überleben der Schmetterlinge zu sichern: Wir brauchen eine Land- und Forstwirtschaft, die unsere vielfältigen Kulturlandschaften pflegt und bewahrt. Wir müssen mehr tun, um unser Klima zu schützen. Und wir brauchen eine Verkehrs- und Raumplanungspolitik, die Naturflächen erhält. Vor allem Politikerinnen und Politiker sind hier gefordert." Es müsse jedoch nicht gewartet werden, bis politisch etwas geschieht.

Abenteuer Schmetterling wolle zeigen, dass zum Beispiel alle, die einen Garten oder Balkon besäßen, sofort etwas tun könnten, "damit die Schmetterlinge nicht aus unserem Leben verschwinden." Abenteuer Schmetterling lade "Jung und Alt ein, mit Spaß und Kreativität die Natur zu erkunden und zu schützen."

Foto: matthias kulke

[Druckversion]                

 

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Studie: Drastisch weniger Schmetterlinge und Bienen auf Gen-Raps-Feldern

 

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Zum "Abenteuer Schmetterling"

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