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UNEP-Bericht

Artenvielfalt schwindet schneller


23. Mai 2005

Bild: Deutsche Bundesstiftung Umwelt[ngo] Die Artenvielfalt des Planeten Erde schwindet schneller. Nach einem Bericht der UNO hat gerade der Verlust der Biodiversität auch schlimme Folgen für die Menschen, denn weniger Lebewesen schaffen auch menschliche Armut, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Nach dem Bericht haben die Menschen in den vergangenen 50 Jahren mehr Schaden an der biologischen Vielfalt angerichtet als je zuvor. Allein im vergangenen Jahrhundert habe aufgrund menschlichen Zutuns die Aussterbensrate 1.000 Mal höher gelegen als bei einer natürlichen Selektion. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werde aber auch das Leben der Menschen bedroht, so die UNO. Nur ein artenreicher Planet sei der Garant dafür, die Erdbewohner mit genügend Nahrung zu versorgen.

"Jeder Mensch auf diesem Planeten ist von der Artenvielfalt abhängig", so Kaveh Zahedi, Chef des UNEP World Conservation Monitoring Centre in Cambridge. Mehr als 3,5 Milliarden Menschen seien auf den Ozean als Nahrungsmittelgeber angewiesen. Umso erschreckender sei, dass die Zahl der Fischbestände seit der kommerziellen Fischerei um 90 Prozent gesunken sei. Mehr als 70 Prozent der Erdbevölkerung sei von traditionellen Arzneimitteln abhängig. Eine Abholzung der Wälder vernichte auch diese Grundlage.

Der Bericht ist nur ein Teilbericht des Millennium Ecosystem Assessment. Demnach sind 12 Prozent der Vogelarten, fast ein Viertel aller Säugetiere und ein Drittel der Amphibien massiv bedroht. Gründe dafür seien die Zerstörung der Lebensräume der Tiere. Doch es gibt auch positive Aspekte: In Europa hätten Bauern durch Subventionen Teile ihrer Felder nicht bebaut und damit Lebensräume für zahlreiche Arten geschaffen.

Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

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