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Zerstörung der Unterwasserwelt

Protest gegen Grundschleppfischerei im Atlantik


08. Juni 2005

[ngo/pte] Anlässlich des am Mittwoch stattfindenden "Internationalen Tags der Ozeane" warnt die Meeresschutzorganisation Oceana vor der Ausweitung der Grundschleppfischerei um die Azoren, Madeira und die Kanarischen Inseln. Es bestehe die akute Gefahr, dass die Unterwasserberge um Inseln für die zerstörerische Fischerei geöffnet würden.

Die Umweltorganisation kritisiert, dass sich die Fischereiminister der EU nicht zu einem dauerhaften Trawler-Verbot im betreffenden Meeresgebiet durchringen konnten. "Im EU-Parlament kam nur eine zeitliche Übergangslösung zustande, die jedoch keinen dauerhaften Schutz dieser marinen biologischen Hotspots bietet", so Astrid Haas von Oceana. Bereits jetzt gierten die hochgerüsteten Fangflotten nach den Meeresgebieten wie die um die Azoren herum, um dort zu fischen.

Zu den bevorzugten Fischarten zählen Tiefseearten wie der atlantische Sägebauch oder der Granatbarsch. Sie ersetzen zunehmend die herkömmlichen Speisefischarten, da deren Bestände so niedrig sind, dass sich eine kommerzielle Befischung nicht mehr lohnt.

Auch der portugiesische Abgeordnete Carlos Casaca, der die Azoren im EU-Parlament in Brüssel vertritt, setzt sich vehement für die Schaffung von Schutzgebieten um die betreffenden Inselgruppen ein. Er kämpft dafür, die Grundschleppnetz-Trawler aus diesen Bereichen zu verbannen. Die Meeresorganisation setzt sich weiters auch für ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei vor der Südwest-Küste Portugals ein.

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