ngo-online-Logo

ngo-Nachrichten täglich per Email kostenlos:

 

Impressum | Konzept | Startseite | 

Dienstag, 9.2.2010


 

Home

 

Krieg/Frieden

Innere Sicherheit

Recht/Justiz

Verfassung/Demokratie

Lobbyismus

Wirtschaft/Arbeit

Unternehmen

Armut/Reichtum

Soziale Sicherung

Gesundheit

Energie

Umwelt

Wissenschaft/Technik

Verbraucherschutz

Tierschutz

Bildung

Bevölkerung

Ausländer

Afrika

Asien

Amerika

Regionalzeitungen

 

Magazin

Krisenmanager
90 Jahre Betriebsräte

Kein Braten zum Fest
In der Suppenküche der Berliner Marienkirche

"Auch Kinder verstehen Politik"
Studie sieht politisches Denken im Kindesalter

 

Kahlschlag

Protest gegen Urwaldvernichtung vor der finnischen Botschaft


16. November 2005

Bild: jan[ngo] Greenpeace-Aktivisten brachten heute die Urwaldzerstörung aus Finnland nach Berlin. Vor die finnische Botschaft legen die Umweltschützer 15 Kubikmeter Astwerk aus einem abgeholzten Urwald. Auf einem Transparent stand: "Schützt Finnlands Urwälder - kein Papier und Holz aus Urwaldzerstörung". Der Grund für die Aktion: Die finnische Regierung lässt die letzten Urwälder im Norden des Landes weiter abholzen. Seit Anfang Oktober fällt das staatliche finnische Forstamt Metsähallitus nahe des Inari-Sees in Nordfinnland wieder im Urwald. Greenpeace Untersuchungen haben ergeben, dass der Einschlag im Urwaldsogar gesetzlich geschützte Arten zerstört, wie seltene Baumpilze. Deutschland ist Finnlands wichtigster Abnehmer des aus diesem Urwaldholz hergestellten Papiers.

"Was in Lappland geschieht, ist ein Verbrechen", sagt Greenpeace-Waldexperte Oliver Salge. "Mit den letzten Urwäldern werden nicht nur zahlreiche Pflanzen- und Tierarten vernichtet - die dort lebenden Ureinwohner, die Sami, verlieren zudem ihren Lebensraum." Greenpeace fordert von der finnischen Regierung, keine Urwälder mehr abzuholzen. Außerdem soll sie die Verhandlungen mit den Sami zur Lösung des Konfliktes wieder aufnehmen.

Nach einer Klage der Sami hatte ein Gericht in Lappland im Oktober eine Verfügung erlassen mit der Aufforderung an das staatliche finnische Forstamt, den Urwald während des über viele Jahre laufenden Gerichtsprozesses nicht weiter abzuholzen. Das Forstamt schlägt jedoch so lange weiter ein, bis die klagenden Sami eine Art Kaution hinterlegt haben. Diese Kaution kann das Forstamt nach finnischem Recht als "Vorab-Schadensersatz" einfordern, um mögliche Verluste aus der Einstellung des Einschlags zu kompensieren. Der geforderte "Vorab-Schadensersatz" beläuft sich auf eine Million Euro, die die Rentierzüchter niemals aufbringen können. Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat das Vorgehen gestern verurteilt und die finnische Regierung aufgefordert, den Einschlag zu stoppen. Doch ungeachtet dessen geht der Einschlag weiter. Für viele Sami in Nordfinnland ist die traditionelle Rentierhaltung mit frei umher ziehenden Herden die wichtigste Lebensgrundlage und Teil der kulturellen Identität.

Der finnische Papierhersteller Stora Enso ist der größte Holz-Abnehmer des staatlichen Forstamtes und verarbeitet den Urwald zu Zellstoff und Papier, das auch nach Deutschland exportiert wird. Nach wie vor verzichtet der Papierkonzern nicht auf das Holz aus Urwaldzerstörung. Mit 1,7 Millionen Tonnen jährlich sind deutsche Kunden Finnlands wichtigste Papierkäufer. Hier verarbeiten sie das Papier zu Zeitschriften, Kopierpapier oder Katalogen.

Foto: jan

[Druckversion]                

 

Lesen Sie auch

WWF kritisiert mangelhafte Ursachenbekämpfung bei Waldbränden

Umweltschützer kämpfen um Urwaldschutz in Indonesien

Umweltschützer beklagen illegale Tropenholz-Importe

 

Links

Zu Greenpeace

Artikel versenden

E-Mail-Adresse Empfänger:

Mitteilung an den Empfänger (optional):

Ihre E-Mail-Adresse als Absender:

    

 


E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. "; Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";

Bitte beachten Sie unsere anderen Themenseiten:
ipod nano 3g || private krankenversicherung vergleich || seminar ||

Profitieren Sie von unseren Know-How. Informationen und eine aktuelle Tagesschau sind unsere vornehmste Pflicht. Als Internetzeitung sind wir stets dran an aktuellen Nachrichten

Archiv-Suche


News

17:39DAX schließt uneinheitlich
17:28Sri Lanka: Parlament aufgelöst
17:28Drogenbauer flüchtet mit bereits beschlagnahmten Drogen
16:38Sri Lanka: Präsident löst Parlament auf
16:10Marketingexperte empfiehlt Abschaffung der Marke Opel
15:58Forscher: Kohlmeisen haben Charakter
15:54ALG II wird auch nach Urteil wie bisher ausgezahlt
15:45Großbritannien: Ältere Frauen werden vor Schwangerschaft gewarnt