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AWO kritisiert

Weihnachtspost-Geld für Heimbewohner gestrichen


19. Dezember 2005

[ngo] Mehrere Bundesländer zahlen Sozialhilfeempfängern in Heimen nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt (AWO) dieses Jahr keine Weihnachtsbeihilfe. Nach Informationen der AWO gilt dies für die Länder Bremen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und in Oberbayern. Bislang erhielten Heimbewohner, die ein sogenanntes Taschengeld von 90 Euro im Monat für ihre persönlichen Bedürfnisse erhalten, zusätzlich eine einmalige Weihnachtsbeihilfe zwischen 30 und 35 Euro. Mit diesem Geld sollten den Heimbewohnern zusätzliche Ausgaben zu den Feiertagen ermöglicht werden, etwa Weihnachtspost, Telefonate oder Festtagsdekoration.

Der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Wilhelm Schmidt kritisierte die Entscheidungen als "herz- und stillos und am Geist des Gesetzes vorbei".

"Wir halten die Umsetzung dieser Maßnahme nicht nur für zutiefst unmenschlich, sondern auch für rechtlich bedenklich, zumal dies eben von Land zu Land und von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt wird", sagte Schmidt.

Die AWO kündigte an, dort wo die Beihilfen nicht gezahlt werden sollen, die Bewohner bei der Antragstellung zu unterstützen und bei Ablehnungen die Entscheidungen rechtlich klären zu lassen.

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