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"Zerstörerisches Management"

DGB warnt vor "Industriefeudalismus" und ausrastenden Arbeitnehmern


04. Januar 2006

[ngo] Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kann sich eine Radikalisierung bei Arbeitnehmern und innerhalb der Gewerkschaften vorstellen. "Zerstörerisches Management, durch das Betriebe geschlossen werden, obwohl sie profitabel sind, werden die Menschen auf Dauer nicht hinnehmen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel der "Financial Times Deutschland". "Was da passiert, kann dazu führen, dass sich die Menschen radikalisieren, wenn es bei dieser Politik bleibt", so Hexel. Dies könne auch Einfluss auf die Gewerkschaftsarbeit haben.

Hexel forderte eine Debatte über echte Teilhabe von Arbeitnehmern an Wirtschaftsprozessen. "Wir werden mit allen Möglichkeiten, die wir haben - Mitbestimmung, Betriebsräte, Tarifverträge - gegen Zerstörungsmanagement vorgehen", sagte er.

Als "Gegenstrategie zu der Radikalisierung" hält Hexel eine zentrale "Debatte über Teilhabe" für notwendig. Das Thema Teilhabe sei das Thema der Zukunft, sagte er. Im Moment entstehe in Deutschland eine Art "Industrie- und Finanzfeudalismus" durch eine Gruppe angestellter Firmenmanager, die exorbitant an Gewinn und Produktionsvermögen beteiligt sei.

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