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Grenzkontrollen gefordert

Biobauern kritisieren geplante Stallpflicht für Geflügel


14. Februar 2006

[ngo] Die deutschen Biobauern kritisieren die von der Bundesregierung geplante Stallpflicht für Geflügel. "Das ist purer Aktionismus", sagte der Vorsitzende des Anbauverbandes Bioland, Thomas Dosch, der "Berliner Zeitung". Nach wie vor gehe von wilden Zugvögeln nur eine geringe Gefahr aus. "Viel gefährlicher sind die illegalen Importe aus Ländern, in denen die Vogelgrippe grassiert", betonte Dosch. Statt das Geflügel pauschal in den Stall zu schicken, müssten die Kontrollen an den Grenzen verschärft werden.

Nach Angaben Doschs sind Ökolandwirte besonders von der Stallpflicht betroffen. Auf einen mittelgroßen Betrieb kämen deswegen Kosten zwischen 5000 und 15.000 Euro zu, sagte er. Damit müssten beispielsweise Foliengewächshäuser gekauft werden, um die Tiere unterzubringen, die sonst im Freien leben. Dosch bemängelte, dass der Staat trotz mehrmaliger Appelle den Landwirten bei der Bewältigung der Kosten bislang nicht finanziell helfe.

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