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UN-Klimabericht

Erd-Erwärmung soll nicht mehr aufzuhalten sein


25. September 2006

[ngo] Im November 2007 soll der vierte UN-Klimabericht verabschiedet werden. Ein erster Entwurf des mit der Erstellung beauftragten Forschergremiums liegt nun vor. Im Vergleich zum letzten Klimabericht aus dem Jahre 2001 habe sich die Lage noch einmal erheblich verschäft. Der Klimawandel sei nicht mehr aufzuhalten, allenfalls könnte das Ausmaß der Erwärmung noch gemildert werden. Für die Bundesrepublik werden extreme Hitzewellen und Dürreperioden mit Temperaturen jenseits der 40 Grad, aber auch Regenperioden mit starken Überschwemmungen vorausgesagt.

Eine weltweite Erwärmung um etwa 3 Grad bis zum Jahr 2100 sei zu erwarten, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht drastisch reduziert werde, prognostizieren die Autoren des Berichts. Die Folgen wären dramatisch. So würde beispielsweise das Eis der Arktis im Sommer vollständig abschmelzen, das Schmelzwasser den Golfstrom beeinflussen.

Bereits im September 2005 habe das Eis im Nordpolgebiet ein neues Minimum erreicht, schreibt auch das Nationale Schnee- und Eis-Datenzentrum der USA (NSIDC) auf ihrer Homepage. Nach Angaben des an der UN-Studie beteiligten Max-Planck-Instituts könnte der Meeresspiegel im Durchschnitt um bis zu 30 Zentimeter steigen, in der Nordsee sogar noch erheblich mehr.

Die Gletscher in den Alpen würden allein bis zum Jahr 2050 um bis zu 70 Prozent abschmelzen, kleinere sogar ganz verschwinden, vermuten die Wissenschaftler. Bereits jetzt seien die Gletscher in Bayern um 70 Prozent geschrumpft, hieß es in einer Erklärung von Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf Anfang August. In spätestens 20 Jahren werden sie nach Angaben des Ministers im Freistaat ganz verschwunden sein.

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