ngo-online-Logo

ngo-Nachrichten täglich per Email kostenlos:

 

Impressum | Konzept | Startseite | 

Dienstag, 9.2.2010


 

Home

 

Krieg/Frieden

Innere Sicherheit

Recht/Justiz

Verfassung/Demokratie

Lobbyismus

Wirtschaft/Arbeit

Unternehmen

Armut/Reichtum

Soziale Sicherung

Gesundheit

Energie

Umwelt

Wissenschaft/Technik

Verbraucherschutz

Tierschutz

Bildung

Bevölkerung

Ausländer

Afrika

Asien

Amerika

Regionalzeitungen

 

Magazin

Krisenmanager
90 Jahre Betriebsräte

Kein Braten zum Fest
In der Suppenküche der Berliner Marienkirche

"Auch Kinder verstehen Politik"
Studie sieht politisches Denken im Kindesalter

 

Steigende Strompreise

Gabriel wirft Energieversorgern Ablenkungsmanöver vor


09. Oktober 2006

[ngo] Im Vorfeld des Energiegipfels in Berlin hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) scharfe Kritik an den Energieversorgern geäußert. Diese stellten das "öffentlich sehr interessante Thema" Atomenergie deshalb in den Mittelpunkt, damit sie sich um andere Bereiche wie steigende Strompreise und den Bau effizienter Kraft-Wärmekopplungs-Kraftwerke "herumdrücken" könnten, sagte Gabriel am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Er warf den Versorgern in diesem Zusammenhang vor, mit diesem Trick von getroffenen Selbstverpflichtungen abzulenken.

Dagegen müssten "Energieeffizienz und internationale Energiepolitik" auf dem Gipfel zum zentralen Thema gemacht werden. Diesem Rat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müssten Energieversorger und die Ministerpräsidenten gleichermaßen folgen, so Gabriel. Kernenergie sei bereits auf dem ersten Energiegipfel im März ausführlich besprochen worden.

In Deutschland seien die Steuern auf Strom im europäischen Vergleich extrem niedrig, die Energiepreise dagegen sehr hoch. Dies liege daran, "dass sie ein Oligopol haben, wo sie jeden Preis durchsetzen können. Zwischen 2003 und heute hat es überhaupt keine Steuererhöhung gegeben, trotzdem haben sie ihre Energiepreise deutlich erhöht", sagte Gabriel. Mit ihren hohen Preisen schädigten die Stromfirmen "massiv die deutsche Wirtschaft".

Vor dem Hintergrund des mutmaßlichen Atomtests Nordkoreas kritisierte Gabriel die Energiepolitik der "reichen Länder". Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, "die Atomenergie sei der einzige Weg, die Energiekrise zu lösen". Ärmeren Ländern müssten "andere Angebote" gemacht werden, da mit der Nutzung der Atomtechnologie auch immer die Möglichkeit bestehe, waffenfähiges Material herzustellen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erneuerte seine Forderung nach einer "kurzfristigen Verlängerung" der Kernkraftwerkslaufzeiten und kritisiert, dass das Thema Energiemix auf dem Energiegipfel ausgeklammert werden solle. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte, der Ausstieg aus der Atomenergie werde mit hoher Wahrscheinlichkeit in der gesamten EU zu einem geringeren Energiemix sowie zu höheren Kohlendioxidemissionen führen. Man benötige mehr Zeit, um Alternativen zur Kernenergie zu entwickeln.

Braun begrüßte die Absicht der Regierung, stärkere Energieeffizienz bei Erzeugern und Verbrauchern zu einem politischen Kernpunkt zu machen. Daraus dürften sich allerdings keine weiteren Belastungen für die Energiepreise ergeben. Sollte ein Energie-Effizienzfonds eingerichtet werden, dürfe dieser deshalb keinesfalls aus Umlagen auf Energiepreise oder Netzentgelte gespeist werden.

Außerdem sollte von weiteren Belastungen der Netzentgelte durch Weiterführung des Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetzes abgesehen werden, so der DIHK-Präsident. Wirtschaftliche Anreize dafür sollten nur noch über den EU-Emissionszertifikatehandel gesetzt werden.

[Druckversion]                

 

Lesen Sie auch

Gabriel will Windkraftanlagen an Land reduzieren

Täuschung der Öffentlichkeit?
Gabriel feiert Pilotprojekt zur reinen Stromproduktion

Klimawandel
Umweltminister Gabriel plädiert für neue Kohlekraftwerke

RWE-Hauptversammlung
"Kohlendioxidfreie Kohlekraftwerke gibt es nicht"

"Schlampereien in Biblis"
Gabriel lässt Atomkraftwerke weiter laufen und weiter prüfen

Statt "Heizkostenabrechung"
Bündnis fordert objektiven Energiepass für Immobilien

Handelsriese Metro wegen "stromfressenden Elektrogeräten" in der Kritik

 

Artikel versenden

E-Mail-Adresse Empfänger:

Mitteilung an den Empfänger (optional):

Ihre E-Mail-Adresse als Absender:

    

 


E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. "; Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";

Bitte beachten Sie unsere anderen Themenseiten:
ipod nano 3g || private krankenversicherung vergleich || seminar ||

Profitieren Sie von unseren Know-How. Informationen und eine aktuelle Tagesschau sind unsere vornehmste Pflicht. Als Internetzeitung sind wir stets dran an aktuellen Nachrichten

Archiv-Suche


News

18:30Wetter: Kalt und teilweise Schnee
18:24Neuer Versorger will Energiemarkt aufrollen
17:39DAX schließt uneinheitlich
17:28Sri Lanka: Parlament aufgelöst
17:28Drogenbauer flüchtet mit bereits beschlagnahmten Drogen
16:38Sri Lanka: Präsident löst Parlament auf
16:10Marketingexperte empfiehlt Abschaffung der Marke Opel
15:58Forscher: Kohlmeisen haben Charakter