
| Moderne politische Kommunikation
Ude fordert Ende der Diskussion um "Hartz IV" und befürwortet Kürzungen 13. Oktober 2006[ngo] Der Präsident des Deutschen Städtetages, Christian Ude (SPD), hat ein Ende der Diskussion um den vermeintlichen Wohlstand von "Hartz IV"-Empfängern gefordert und sprach sich sogleich für weitere Kürzungen aus. "Ich kann die Rederei, dass es den Hartz IV-Empfängern so wunderbar gut geht, wirklich kaum aushalten", sagte Ude am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Berlin Mitte". Ein Ein-Personen-Haushalt bekomme bei "Hartz IV" 345 Euro plus Mietkosten. "Da möchte ich wirklich mal wissen, wie man da in Saus und Braus lebt", betonte der Münchner Oberbürgermeister. Die meisten könnten sich überhaupt nicht vorstellen, mit so einem Betrag dauerhaft über die Runden zu kommen. Das ist für den SPD-Oberbürgermeister allerdings kein Grund, sich nicht für weitere Kürzungen für die Arbeitslosen auszusprechen. 345 Euro seien "wirklich das Minimum für ein menschwürdiges Leben". Wenn der Abstand zum Einkommen bei Erwerbstätigkeit "nicht groß genug" sei, dann liege das daran, "dass die Erwerbstätigkeit nicht ausreichend dotiert ist".
Zugleich verteidigte der Städtetag-Präsident Kürzungen bei "Hartz IV". Sie seien gerechtfertigt, weil sonst "die sozialen Sicherungssysteme sonst kollabieren".
[Druckversion] 
|
E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. ";
Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";
| |