ngo-online-Logo

ngo-Nachrichten täglich per Email kostenlos:

 

Impressum | Konzept | Startseite | 

Dienstag, 9.2.2010


 

Home

 

Krieg/Frieden

Innere Sicherheit

Recht/Justiz

Verfassung/Demokratie

Lobbyismus

Wirtschaft/Arbeit

Unternehmen

Armut/Reichtum

Soziale Sicherung

Gesundheit

Energie

Umwelt

Wissenschaft/Technik

Verbraucherschutz

Tierschutz

Bildung

Bevölkerung

Ausländer

Afrika

Asien

Amerika

Regionalzeitungen

 

Magazin

Krisenmanager
90 Jahre Betriebsräte

Kein Braten zum Fest
In der Suppenküche der Berliner Marienkirche

"Auch Kinder verstehen Politik"
Studie sieht politisches Denken im Kindesalter

 

Monsanto unterliegt vor Gericht

Greenpeace darf Tierversuchsstudie zu Gen-Mais einsehen


07. Dezember 2006

[ngo/ddp] Das Verwaltungsgericht in Köln hat am Donnerstag eine Klage des weltgrößten Gentechnik- und Saatgutkonzern Monsanto abgewiesen. Nach Darstellung der Umweltschutzorganisation Greenpeace wollte der US-Gigant im Nachhinein die Herausgabe einer Fütterungsstudie mit seinem Gen-Mais MON863 für unrechtmäßig erklären lassen. Im Juni 2005 habe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit diese Studie an Greenpeace zur Einsichtnahme aushändigen müssen. Schon das hatte Monsanto damals gerichtlich verhindern wollen, sei aber bei den Richtern auf taube Ohren gestoßen. Der massive juristische Aufwand des Konzerns lässt nach Auffassung von Greenpeace erahnen, für wie heikel Monsanto die Studie selbst erachtet.

Greenpeace hatte die Herausgabe der Akten verlangt, nachdem - so die Umweltorganisation - "bekannt geworden war, dass bei den Tieren Veränderungen im Blutbild aufgetreten waren". Die Studien habe der Konzern im Rahmen von EU-Zulassungsverfahren vorgelegt.

Im Juni 2005 habe Greenpeace die Unterlagen erhalten. Laut Greenpeace "unabhängige" Gutachter hätten draufhin erhebliche Mängel bei der Auswertung der Fütterungsdaten festgestellt. Der Gen-Mais, der ein Insektengift produziere, sei von der Europäischen Kommission dennoch für die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen worden.

Das Gericht wies nun den Angaben zufolge die Klage von Monsanto unter anderem mit der Begründung zurück, dass von der Gentechnik ein besonders hohes potenzielles Risiko ausgehe. Deswegen müsse der öffentliche Zugang zu Akten gewährt werden, die für die Risikobewertung wichtig seien. Für die Richter scheint der Fall damit abgeschlossen zu sein. Sie schlossen eine Berufung aus. Gegen die Entscheidung kann allerdings ein Antrag auf Zulassung der Berufung beim OVG Münster gestellt werden.

Das war laut Christoph Then von Greenpeace nun schon der dritte Versuch von Monsanto, die Herausgabe zu verhindern. "Offensichtlich hat das Unternehmen etwas zu verbergen." Greenpeace will sich auch weiterhin dafür stark machen, alle relevanten Informationen zugänglich zu machen. Das Gericht habe im Interesse der Verbraucher und der Umwelt entschieden und deren Anliegen klar über das Interesse des Konzerns gestellt. (Az.: 13 K 4947/05)

[Druckversion]                

 

Lesen Sie auch

Untersuchung zu Risiken von Gen-Mais zur Veröffentlichung freigegeben

EU beschränkt Einfuhr
SPD will von Bayer über nicht zugelassenen Gen-Reis informiert werden

Bayerischer Erprobungsanbau
Zweifel an der friedlichen Koexistenz mit genmanipulierten Pflanzen

Seehofer für "Grüne Gentechnik" mit Haftungsfonds

Chemische Unkrautbekämpfung
EU genehmigt Genmais als Nahrungsmittel

Greenpeace kritisiert "Landliebe" wegen Gen-Soja

Saatgutkonzern Monsanto will Genmais gerichtlich durchsetzen

 

Artikel versenden

E-Mail-Adresse Empfänger:

Mitteilung an den Empfänger (optional):

Ihre E-Mail-Adresse als Absender:

    

 


E-Mail an die Redaktion: redaktion@ngo-online.de
copyright
Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt. "; Ngo-online ist für externe Seiten, Lokal- bzw. Regionalausgaben, Leserbriefe und Forumbeiträge nicht verantwortlich. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise im Impressum.";

Bitte beachten Sie unsere anderen Themenseiten:
ipod nano 3g || private krankenversicherung vergleich || seminar ||

Profitieren Sie von unseren Know-How. Informationen und eine aktuelle Tagesschau sind unsere vornehmste Pflicht. Als Internetzeitung sind wir stets dran an aktuellen Nachrichten

Archiv-Suche


News

20:37Obama: Mittelweg zwischen alten und neuen Energiequellen finden
20:17Bundesregierung dementiert Griechenland-Hilfspaket
19:56Großbritannien: 400 Menschen droht Kündigung bei Schließung von Cadbury-Fabrik
18:30Wetter: Kalt und teilweise Schnee
18:24Neuer Versorger will Energiemarkt aufrollen
17:39DAX schließt uneinheitlich
17:28Sri Lanka: Parlament aufgelöst
17:28Drogenbauer flüchtet mit bereits beschlagnahmten Drogen