agrarpolitik
Kleinbauern in Nord und Süd schützen
Neuorientierung der europäischen Agrarpolitik gefordert
Kleinbauern in Nord und Süd sind die Verlierer der bisherigen gemeinsamen Agrarpolitik. Deswegen müssten die politischen Rahmenbedingungen schleunigst geändert werden. Dafür startet heute in Köln ein Projekt von Germanwatch und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Träger ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Beschrieben wird das Projekt als die Vernetzung von Organisationen aus Entwicklungspolitik, Landwirtschaft und Umweltschutz. Das Besondere sei, dass die europäische Agrarpolitik aus allen drei Blickwinkeln analysiert werde. Weitere Treffen sind bereits geplant. Die Ergebnisse der zweijährigen Initiative sollen in den politischen Prozess eingebracht werden.
EU-Beitrittsstaaten
EU-Agrarpolitik gefährdet biologische Vielfalt
Der Naturschutzbund NABU und sein europäischer Dachverband BirdLife International haben vor einem dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt im Zuge der Einführung der europäischen Agrarpolitik in den EU-Beitrittsstaaten gewarnt. Sollte die EU-Agrarpolitik in den neuen Mitgliedstaaten unverändert übernommen werden, sei ein Zusammenbruch wichtiger Populationen europaweit gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu befürchten, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In einer aktuellen Studie habe BirdLife nachweisen können, dass die Bestände vieler in Europa vorkommender Feldvogelarten wie Feldlerchen, Kiebitze oder Goldammern seit 1980 als Folge der intensiven Landwirtschaft bereits um 30 Prozent zurück gegangen seien.
Verhandlungen in Luxemburg
Kleine Schritte in der Agrarpolitik
Verbände und Umweltorganisationen äußerten sich nach Abschluss der Verhandlungen der EU-Agrarminister in Luxemburg gespalten zu den Ergebnissen. Während der WWF eine verpasste Chance beklagte, bezeichnete der Naturschutzbund (NABU) die Reformen als „Schritt in die richtige Richtung“. Auch wenn einige Reformvorschläge verwässert oder aufgeschoben worden seien, könne mit dem Beschluss das Ende einer verfehlten europäischen Agrarpolitik eingeleitet werden. Dagengen kritisierte der Bauernverband, dass die beschlossene Agrarreform mit Einkommenseinbußen, deutlich mehr Bürokratie sowie der Gefahr erheblicher Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU verbunden sei. Statt ein ermutigendes Signal für die Zukunft zu geben, habe Agrarkommissar Fischler nur die Durchsetzung seiner Vorschläge im Blick gehabt.
EU-Agrarpolitik
Aufschiebung der Agrarreform benachteiligt Ökolandbau
Anlässlich der auf nächste Woche vertagten Verhandlungen über die zukünftige EU-Agrarpolitik hat der Naturschutzbund NABU vor einem deutsch-französischen Handel zur Verwässerung der Reformbemühungen gewarnt. "Eine erneute Aufschiebung der Reform aus Rücksichtnahme auf die Interessen der französischen Agrarindustrie ist nicht zu verantworten", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die jüngsten deutsch-französischen Vorschläge seien nicht viel mehr als Kosmetik und stellten damit keine akzeptable Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Europa dar.
Agrarpolitik
Deutschen Bauern stehen Kürzungen in Höhe von 500 Millionen Euro bevor
Deutschen Bauern stehen durch die Reformpläne der EU-Kommission angeblich Subventionskürzungen von bis zu 500 Millionen Euro bevor. Dies hätten Beamte von Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) errechnet, berichtete das Magazin "Stern" am Dienstag vorab unter Berufung auf ein der Redaktion vorliegendes Ministeriumspapier. Darin heiße es, die Bundesrepublik wäre von den geplanten Kürzungen besonders stark betroffen und würde ihre "Nettozahlerposition verschlechtern".
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