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algerien

Algerien

Internationaler Gedenktag der Verschwundenen

Amine Amrouche "verschwand" am 30. Januar 1997. Auf Polizeirevieren, in Gefängnissen und Kasernen, in Kranken- und Leichenschauhäusern hat seine Mutter nach ihm gesucht. Doch von Amine fehlt jede Spur. Ebenso von 4.000 anderen "Verschwundenen", deren Fälle Amnesty International (ai) dokumentiert hat. An deren Schicksal erinnert ai anlässlich des Internationalen Tages der "Verschwundenen" am 30. August.

Nachbeben

Nothilfe in Algerien für die Erdbebenopfer durch HELP

In Kooperation mit einer lokalen NGO und den muslimischen Pfadfindern wurden in den algerischen Erdbebengebieten direkt Decken, Medikamente, Säuglingsnahrung und Nahrungsmittel insbesondere für Kinder verteilt worden. "Ich bin immer wieder von der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung untereinander beeindruckt. So habe ich direkt am ersten Tag meines Einsatzes jugendliche muslimische Pfadfinder getroffen, die seit dem Erdbeben Tag und Nacht im Einsatz für die Betroffenen sind. Hilfskräfte gibt es zu genüge, doch es fehlt immer noch an Hilfsgütern", so Karin Settele.

Erdbeben

Technisches Hilfswerk sucht in Algerien nach Verschütteten

Die 21 Erdbebenspezialisten des Technischen Hilfswerks sind am Donnerstag in Algier gelandet. Von dort aus machten sie sich auf den Weg in das Erdbebengebiet ungefähr 60 Kilometer östlich der algerischen Hauptstadt. Mit neun Rettungshunden und speziellem Ortungsgerät leisten die Erdbebenspezialisten der THW-Einheit SEEBA (Schnell-Einsatzeinheit-Bergung-Ausland) in Algerien Soforthilfe, orten verschüttete Menschen und retten sie, wenn möglich, aus den Trümmern.

389 Journalisten in zehn Jahren getötet

Algerien, Russland, Kolumbien, Balkan und Türkei am gefährlichsten

In den Jahren von 1992 bis 2001 sind weltweit 389 Journalisten bei und wegen der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Die überwiegende Mehrheit der getöteten Reporter, nämlich 298 oder 77 Prozent, wurden wegen ihrer Berichterstattung ermordet. Ein deutlich geringerer Teil, 62 Journalisten, starb im Zuge von Kampfhandlungen, in die sie bei ihrer Tätigkeit gerieten. Das geht aus einer aktuellen Studie des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) hervor. Weiteres trauriges Detail der Analyse ist, dass die internationale Organisation nur 20 Fälle registriert hat, bei denen die Mörder oder die Auftraggeber der Morde auch zur Verantwortung gezogen wurden. In 94 Prozent aller Fälle hatte der Mord an Journalisten für die Täter also keinerlei Folgen.

Algerien

GfbV: Menschenrechte der Kabylen durchsetzen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Donnerstag an den Präsidenten der EU- Kommission, Romano Prodi, appelliert, die geplante Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit Algerien von einer Verbesserung der Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Staat abhängig zu machen. "Angesichts der anhaltenden Massenproteste der Kabylen kann die EU die Verweigerung grundlegender Menschenrechte in Algerien nicht länger ignorieren", erklärte Afrika-Experte der GfbV, Ulrich Delius in Göttingen. Algeriens Regierung müsse endlich die Hauptforderung der Demonstranten erfüllen und die Berber-Sprache Tamazight neben dem Arabischen als gleichberechtigte Sprache anerkennen.