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alkohol

<<Wunderliche Welten>>

Keine Macht den Drogen

Wie ein kluger Grieche schon vor Jahrhunderten konstatierte macht "die Dosis erst das Gift". Egal, ob Lebensmittel, Alkoholika, Zigaretten, Medikamente und "richtige Drogen";man kann sich mit allem unter die Erde bringen. Zeit- und Spaßfaktor sind natürlich unterschiedlich. Der Durchschnittsdeutsche, der sich mit fettreichen Speisen ins Grab futtert, hat weniger Vergnügen als derjenige, der das tägliche Brot in flüssiger Form zu sich nimmt. Meiner Erfahrung nach sind Menschen, die einem Laster frönen, die angenehmeren Zeitgenossen.

Nach Kriegs-Kritik und Alkohol

Bischöfin Käßmann zurückgetreten

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Margot Käßmann, hat ihren Rücktritt erklärt. Nach massivem Druck seitens der Medien zieht Käßmann damit sehr schnell die Konsequenz aus ihrer Autofahrt mit 1,54-Promille. Käßmann stand nicht erst seit dieser Autofahrt unter Druck seitens der Medien und einiger Politiker: Am 24. Dezember 2009 hatte die EKD-Vorsitzende Kritik am Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan geäußert. Schon damals schlug ihr ein medialer Sturm der Entrüstung entgegen, obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ablehnt.

Schutz von Kindern und Jugendlichen

Drogenbeauftragte Bätzing will Alkoholwerbung einschränken

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), will die Alkoholwerbung im Fernsehen einschränken. Solche Werbung dürfe erst nach 20.00 Uhr gesendet werden, sagte sie der "Leipziger Volkszeitung". Alkoholwerbung beeinflusse Kinder und Jugendliche, "mehr Alkohol zu trinken und verführt zu einem früheren Trinkbeginn", begründete Bätzing ihre Initiative.

"Keine Anhebung der Alkoholsteuern"

Drogenbeauftragte Bätzing plant Warnsymbol für Schwangere auf Alkoholflaschen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat die Einführung von Warnsignalen für Schwangere auf Alkoholflaschen angekündigt. "Auf Flaschen wollen wir ein Piktogramm, das die Silhouette einer schwangeren Frau darstellt, die durchgestrichen ist", sagte Bätzing der "Passauer Neuen Presse". "Mit diesem Warnsymbol wollen wir darauf hinweisen, dass Trinken in der Schwangerschaft gefährlich ist", sagte Bätzing.

"Alltagsdroge Nummer eins"

Drogenbeauftragte wirbt für maßvollen Alkoholkonsum zu den Festen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat einen maßvollen Alkoholkonsum zu Weihnachen und Silvester angemahnt. Bätzing nannte es in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" als problematisch, dass Alkohol "in unserer Gesellschaft absolut gesellschaftsfähig" sei. "Jeder kann selbstkritisch für sich überprüfen: Wann und wo trinke ich eigentlich wie viel Alkohol? Muss ich jetzt eigentlich das Glas Bier oder Wein trinken? Oder mache ich das nur, weil es andere auch tun?", sagte die Drogenbeauftragte.

Alkoholeinfluss & Drängeln

Tiefensee will deutlich höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will Bußgelder bei Verkehrsverstößen vom kommenden Jahr an drastisch anheben. Nach Angaben des Verkehrsministeriums betragen die beabsichtigten Aufschläge in einigen Fällen mehr als 100 Prozent. Wer künftig unter Alkoholeinfluss fährt, soll dem Entwurf zufolge bereits beim ersten Vergehen 500 Euro Strafe zahlen. Laut dem aktuellen Bußgeldkatalog (Stand 1. August 2007) müssen Verkehrssünder dafür bislang 250 Euro berappen. Fahrzeugführer, die beim Drängeln erwischt werden, könnten künftig um bis zu 400 Euro erleichtert werden. Derzeit liegt die Höchstgrenze hier bei 250 Euro.

"Koma-Partys"

Bund und Länder verfügen Verbot von Flatrate-Partys

Bund und Länder haben sich auf ein Verbot so genannter Flatrate- oder Koma-Partys verständigt. Wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), am Mittwoch in Berlin mitteilte, beschloss der zuständige Bund-Länder-Ausschuss für Gewerberecht, dass "Flatrate-Angebote", die erkennbar auf Verabreichung von Alkohol an Betrunkene abzielen, nach dem geltendem Recht unzulässig sind. Bei den unter Jugendlichen beliebten Partys kann zum Festpreis unbegrenzt getrunken werden. Künftig kann nun bereits die Werbung für entsprechende Veranstaltungen verboten werden. Wer dennoch Flatrate-Partys ausrichtet, muss mit Konsequenzen bis zum Widerruf der Gaststättenerlaubnis rechnen.

Beliebig viel Alkohol

Unions-Innenminister fordern Verbot von Flatrate-Partys

Die Länderinnenminister der Unions-Parteien fordern vom Bund eine Änderung des Jugendschutzgesetzes für ein Verbot so genannter Flatrate-Partys, bei denen für einen Festpreis beliebig viel Alkohol konsumiert werden kann. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte der "Passauer Neuen Presse", bei der Innenministerkonferenz in Berlin wollten sich die Unions-Minister mit den SPD-Ressortchefs auf eine Empfehlung an die Regierung verständigen. "Der Bund sollte im Jugendschutzgesetz ein allgemeines Verbot der Abgabe unbegrenzter Mengen Alkohol zum Pauschalpreis verankern", sagte Schünemann.

Widerstand der Alkoholhersteller

EU-Finanzminister wollen Alkoholsteuer anheben

Die Mindeststeuersätze auf Bier, Spirituosen sowie angereicherte Weine wie Sherry sollen in der EU bis spätestens 2010 erhöht werden. Der federführende Steuerkommissar Laszlo Kovacs folgte mit seinem am vergangenen Freitag in Brüssel vorgelegten Vorschlag einem Auftrag der EU-Finanzminister. Sie hatten im April des vergangenen Jahres gefordert, die 1992 festgelegten und seitdem unveränderten EU-Mindestsätze für die Verbrauchssteuer auf Alkohol an die Inflationsrate anzupassen. Nach der Vorlage der Kommission soll die Verbrauchssteuer beispielsweise für einen halben Liter Bier künftig um etwa einen Cent heraufgesetzt werden.

Nach Amoklauf

Innenpolitiker denken über Einschränkung des Alkoholausschanks zur WM nach

Bei einem Amoklauf nach der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs hatte in der Nacht zu Samstag der mutmaßliche Täter, ein stark betrunkener 16-jähriger Hauptschüler, 30 Menschen mit einem Messer verletzt. Als Konsequenz aus dem Amoklauf im Berliner Regierungsviertel haben mehrere Politiker gefordert, den Alkoholausschank während der Fußball-WM einzuschränken. "Die Veranstalter von Übertragungen der Spiele auf Großleinwänden müssen verpflichtet werden, keine alkoholischen Getränke an offenkundig Betrunkene auszuschenken", sagte der Innenausschussvorsitzende des Bundestags, Sebastian Edathy, der Tageszeitung "Die Welt". Wer alkoholisiert andere Besucher anpöbele, solle unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden.

Drogen- und Suchtbericht

Drogenbeauftragte beklagt Tabak-, Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit

Anlässlich der Vorstellung des Drogen- und Suchtberichts am Mittwoch erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing: "Die Eindämmung des Drogen- und Suchtproblems bleibt eine der wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Auch wenn in einigen Bereichen positive Entwicklungen zu verzeichnen sind, besteht kein Anlass zur Entwarnung. Das trifft ganz besonders auf das alarmierende Ausmaß der Tabak-, Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit und die damit verbundenen gesundheitlichen, sozialen und volkswirtschaftlichen Schäden zu." Sorge bereite auch der steigende Cannabiskonsum bei Jugendlichen. Hier müssten die Risiken stärker diskutiert und frühzeitig Hilfsangebote bereitgestellt werden, so Bätzing.

Alkoholverbot

Null-Promille-Grenze für Fahranfänger

Für Fahranfänger soll bald absolutes Alkoholverbot am Steuer gelten. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe sagte am Freitag in Berlin, ein entsprechender Gesetzentwurf werde in Kürze im Kabinett beraten. Das Verbot soll für Fahranfänger unter 25 Jahren in der zweijährigen Probezeit gelten. Stolpe will bei dem Alkoholverbot eine Geringfügigkeitsgrenze einführen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass etwa bereits die Einnahme alkoholhaltigen Hustensafts bestraft wird.

Alkohol

Frauen werden laut Studie schneller nüchtern

Frauen werden zwar schneller betrunken als Männer, dafür fällt ihr Alkoholspiegel aber offenbar rascher. Dies ergab eine Studie von Rechtsmedizinern der Universitäten Heidelberg und München mit 81 weiblichen Versuchspersonen, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet. Demnach sinkt der Alkoholspiegel bei Frauen pro Stunde um durchschnittlich 0,188 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, bei Männern um 0,168.

Begleitetes Fahren

Bundesländer können Führerschein mit 17 einführen

Die Bundesländer haben nun die Möglichkeit, Jugendlichen schon mit 17 ihren Autoführerschein auszuhändigen. Durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt seien entsprechende Regelungen rechtskräftig geworden, sagte die Verkehrs-Staatssekretärin Iris Gleicke am Freitag in Berlin. Durch diese Regelungen sei zunächst aber nur der Rahmen für den Führerschein mit 17 geschaffen. Nun müsse jedes Bundesland entscheiden, ob es seinen Jugendlichen diese Möglichkeit tatsächlich geben will.

Gesundheit

Spezielles Gen fördert Krebs bei Alkoholikern

Die Entstehung von Krebs bei Alkoholikern wird genetisch beeinflusst. Das geht aus einer wissenschaftlichen Untersuchung unter Federführung des Heidelberger Mediziners Helmut Seitz hervor. Wie das dortige Universitätsklinikum am Mittwoch mitteilte, werden demnach bösartige Tumore, die in Zusammenhang mit starkem Alkoholkonsum entstehen, von einem speziellen Gen gefördert. Dieses produziere ein krebserzeugendes Stoffwechselprodukt von Alkohol.

Jugendschutz

Alkohol-Mix-Hersteller umgehen Alcopop-Steuer

Statt Jugendliche besser vor dem Griff zum Alkohol zu schützen, hat die dazu vor einem halben Jahr eingeführte Sondersteuer auf Alcopos nach Stichproben der Verbraucherzentrale Brandenburg eher das Gegenteil bewirkt. Nach Beobachtungen der Verbraucherschützer umgehen Hersteller das Gesetz und weichen damit den bestehenden Jugendschutz auf. Die Verbraucherschützer forderten deshalb eine Ausdehnung der Steuer auf wein- und bierhaltige Getränke.

Feuchtfröhlicher Karneval

Ärzte raten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol

Die Karnevalszeit verleitet viele Jugendliche, Alkohol zu trinken. Eltern sollten aber darauf nicht mit sturen Verboten und Strafen reagieren, so Dr. med. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: „Gerade bei Jugendlichen wirken Verbote eher verlockend, statt abschreckend. Wichtig ist statt dessen die Erziehung zur Selbstverantwortung und die Entwicklung eines Gefahrenbewusstseins in Bezug auf Alkohol." Auch das Vorbild der Eltern spiele eine große Rolle.

Dosenpfand

Künftig auch Alkohol pfandpflichtig

Die Verpackungsordnung soll nachgessert werden, um für mehr Klarheit beim Dosenpfand zu sorgen. Das beschloss die Regierung am Mittwoch. Künftig gelte dann die Pfandpflicht einheitlich mit 25 Cent für Mineralwasser, Erfrischungsgetränke, Bier und Alkopops in Einweg-Getränkeverpackungen. Ausgenommen sind Wein, Fruchtsäfte in Tetra-Packs und Milch in Schlauchbeuteln. Die Regelung, die Alkohol von Pfand ausnahm, würde gestrichen. "Durch einen Schuss Alkohol kann man sich nicht - wie bisher - vom Dosenpfand befreien", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Künftig soll auch die Pfandpflicht nicht mehr abhängig davon sein, ob vergleichend der Verkauf von Mehrweg steigt. Diese so genannte Mehrwegquote soll wegfallen.

Tückischer Alkohol

Alcopops in Pulverform umgehen Sondersteuer

Neuerdings sind alkoholische Mixgetränke in Pulverform auf dem Markt. Durch sie können die zum 1. August 2004 eingeführten Sondersteuer und das Flaschenpfand auf Alcopops umgangen werden, da die Steuer nur für flüssige alkoholische Mixgetränke gilt. Ähnlich wie die Alcopops haben sie einen hohen Alkoholgehalt und bergen die gleiche Gefahr: Durch den süßen Geschmack nehmen junge Menschen den hohen Alkoholgehalt, der in etwa einem doppelten Schnaps pro Drink entspricht, kaum wahr.

Sucht

Drastischer Anstieg von Klinikaufenthalten wegen Alkoholmissbrauchs

Alkoholmissbrauch ist bei Männern mittlerweile der zweithäufigste Anlass zu einer Behandlung im Krankenhaus. Die Zahl der deswegen stationär Behandelten habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt, sagte Dieter Hebel, Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse (GEK), am Dienstag bei der Präsentation einer Studie in Berlin. Arbeitslose Männer seien sechsmal häufiger betroffen.