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Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

Allianz München: Allianz-Geschäfte unter die Lupe

Anlässlich der morgigen Allianz-Hauptversammlung in München fordern internationale Umweltschützer mehr Verantwortung in der Allianz-Anlagestrategie. Denn obwohl die Allianz seit Jahren vorm Klimawandel warnt und sich als verantwortungs-bewusstes Unternehmen darstellt, investiert sie massiv in Unternehmen des Kohlebergbaus und in Kohlekraftwerksbetreiber. Zudem ist sie die deutsche Nummer eins bei Beteiligungen an Herstellern von Atomwaffen und ihren Komponenten. Calvin Quek von Greenpeace East Asia ist extra zur Allianz-Hauptversammlung angereist, denn die Allianz ist mit 160 Millionen Euro ein wichtiger Finanzierer des expandierenden chinesischen Kohlesektors. Die größte Kohlefirma, in die die Allianz in China investiert hat, baute vorletztes Jahr 350 Millionen Tonnen Kohle ab. Wenn diese verbrannt werden, führen sie zu CO2-Emissionen, die die gesamten deutschen Kohlendioxidemissionen bei weitem überschreiten, erklärt Quek.

"Minimale Basisversorgung für die Masse"

Linke kritisieren Versicherungskonzerne wegen Zweiklassenmedizin

Die Pläne der privaten Krankenversicherungskonzerne Allianz, Axa und Ergo stoßen bei der nordrhein-westfälischen Linken auf heftige Kritik. Deren gesundheitspolitischer Sprecher, Andrej Hunko, meint, eine per Kopfpauschale finanzierte "minimale Basisversorgung für die Masse der Versicherten" und ein darauf aufbauendes "System von Zusatzversicherungen" würde die Zweiklassenmedizin in Deutschland zementieren.

Stellenabbau bei der Dresdner Bank

3000 Arbeitsplätze weniger

Die von der Allianz übernommene Dresdner Bank tritt noch stärker auf die Kostenbremse und baut rund 3000 weitere Stellen ab. Vorstandsvorsitzender Bernd Fahrholz bestätigte am Donnerstag in Frankfurt am Main den Abbau von 1000 bis 1200 Stellen allein bei der Investmentbanktochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW). Nach den von ihm vorgelegten Details des im Juli angekündigten Sanierungsprogramms sollen mit dem kurzfristigen Personlabbau insgesamt 700 Millionen Euro eingespart werden. Damit werden bei der Dresdner Bank nun rund 11 000 der konzernweit 59 000 Stellen wegfallen. Die Bank will damit bis 2003 rund zwei Milliarden Euro einsparen und im nächsten Jahr zur Profitabilität zurückkehren.