alltag
Studie
Alltags-Chemikalien gefährden laut Greenpeace die menschliche Fruchtbarkeit
Chemikalien können die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit massiv beeinträchtigen, ist das Fazit einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Greenpeace-Studie. Die Organisation fasst darin den Stand der Forschung zusammen. Danach entwichen die Chemikalien aus Alltagsprodukten wie Kleidungsstücken, Lebensmittelverpackungen, Kosmetikartikeln, Computern, Teppichen oder Konservendosen. Über die Haut, die Nahrung oder beim Atmen gelangten sie in den menschlichen Körper. Die seit längerem umstrittene europäische Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) biete die Chance, Männer und Frauen besser vor fruchtbarkeitsschädigenden Stoffen zu schützen. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, sich bei den im Sommer anstehenden Verhandlungen in Brüssel dafür einzusetzen, gefährliche Chemikalien durch unbedenklichere Alternativen zu ersetzen.
Beweislastumkehr
Norwegen prüft Giftverbot für alle Alltagsprodukte
Nach einem Bericht von "Environment Daily" erwägt der norwegische Umweltminister Knut Arild Hareide "ein generelles Verbot für den Gebrauch von Umweltgiften in Verbrauchsgegenständen". Mitte Juli soll er die nationale Umweltkontrollbehörde (Statens forurensningstilsyn - SFT) damit beauftragt haben, die Machbarkeit hierfür zu überprüfen. Ein Totalverbot sei zu Beginn dieses Jahres in einem Weißbuch der Regierung zur Debatte gestellt worden, das die Eliminierung solcher Substanzen bis zum Jahr 2020 zum Ziel habe.
Spießig, ironisch, skurril
Plakatkünstler Klaus Staeck zeigt Alltagsansichten aus Deutschland
"Vorsicht Kampfkatze!" steht drohend auf einem Warnschild in einem akkurat gepflegten Vorgarten in Werder an der Havel. Es ist eines der vielen absurden Fotomotive von Klaus Staeck, der sich als politischer Plakatkünstler seit Jahrzehnten einen Namen gemacht hat. Im Willy-Brandt-Haus in Berlin präsentiert Staeck ab Freitag unter dem Motto "Frohe Zukunft" eine Sammlung von Impressionen aus dem deutschen Alltag.
Gesundheitsgefahr
Chemikalien vergiften den Alltag
Auf die Gesundheitsgefahr durch gefährliche und ungeprüfte Chemikalien im Alltag hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) aufmerksam gemacht und eine neue Chemikalienpolitik gefordert, die am Schutz der Verbraucher ansetzt. Es sei ein Skandal, dass 99 Prozent der in der EU vermarkteten Chemikalienmenge aus Stoffen bestehe, die nie ein offizielles Anmeldeverfahren durchlaufen hätten. Die Politik reagiere erst dann, wenn Menschen bereits erkrankt oder Schäden eingetreten seien. Eine weit reichende Regelung zum Schutz der Verbraucher müsse über die geplante Strategie zur Registrierung, Evaluation und Autorisierung von Chemikalien (REACH) hinausgehen.
Täglich am Computer
Mehr Internet im Arbeitsalltag
Computer und Internet bestimmen zunehmend den Arbeitsalltag der Beschäftigten, in manchen Branchen arbeiten mehr als 80 Prozent der Angestellten überwiegend am Computer. Dies geht aus einer Erhebung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Demnach verrichteten in Deutschland im Schnitt 41 Prozent der Mitarbeiter im verarbeitenden Gewerbe und 57 Prozent der Mitarbeiter in bestimmten Dienstleistungsbranchen ihre Arbeit hauptsächlich am Computer.
Gifte im Alltag
Chemierecht schützt den Menschen nicht
Die Selbstkontrolle der Chemieindustrie und das existierende EU-Chemierecht versagen beim Schutz der Menschen. Das ist das Ergebnis der Studie "Chemie außer Kontrolle", die Greenpeace am Freitag zur Jahresversammlung des Verbandes der Europäischen Chemieindustrie CEFIC in Hamburg präsentierte, bei der auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und EU-Industriekommissar Erkki Liikanen zu Gast sind. "Schröder und Liikanen torpedieren im Interesse der Chemielobby immer wieder die Pläne für eine neue wirksame Chemikalienpolitik in Europa", sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. Dabei müssten beide die Verbraucher vor den Giftstoffen schützen und nicht die Chemiegifte vor wirksamen Gesetzen.
Fahrraddiebstahl
Tipps gegen Fahrradklau vom ADFC
Wer sein Rad an Langfinger verloren hat, kennt die ungenehmen Folgen: Erst Wut, dann Ärger und schließlich jede Menge Rennerei. Über 400.000 Diebstähle registriert das Bundeskriminalamt jedes Jahr - die Dunkelziffer nicht eingerechnet. "Bei der geringen Aufklärungsquote von 9,2 Prozent trauen sich viele Radler nur noch mit Schrotträdern auf die Straße", klagt Karsten Hübener, Bundesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).
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