artenschutz

Feuchtgebiet internationaler Bedeutung im Focus von Chinesen

NABU fordert verbesserten Schutz für Gebiet zwischen Mainz und Bingen

 Insel Fulder Aue Idyllische Sandbänke, waldbestandene Inseln und große Wasserflächen prägen das „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Rhein zwischen Bingen und Eltville“. Als einziges Gebiet in Rheinland-Pfalz wurde es gemäß der Ramsar-Konvention von der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat nun eine Delegation von Experten aus China dieses Gebiet vor den Toren der Städte Mainz und Wiesbaden besucht.

"Todesfalle für Meeressäuger"

Grindwale sollen unter Militärversuchen und anderen Lärmquellen leiden

Nach Auffassung der Naturschutzorganisation Pro Wildlife sind Delfine und Wale zunehmend durch den Lärm in den Ozeanen bedroht. "Unsere Kritik richtet sich unter anderem gegen den Einsatz von Militär-Sonar. Dieser kann so laut wie ein startender Düsenjet werden und den Tod von Delfinen und Walen verursachen", meint Sandra Altherr von Pro Wildlife. In den USA hätten in der vergangenen Woche Umweltverbände eine Klage gegen die Sonarversuche der US-Marine in delfinreichen Gewässern eingereicht. Seit 2003 seien diese Sonar-Einsätze verboten. Doch Anfang des Jahres habe das Pentagon das Verbot für zwei Jahre wieder aufgehoben.

"Keine Bedenken"

Regierung offenbar für Überwachung von Lafontaine durch Verfassungsschutz

Die Bundesregierung hat angeblich keine Bedenken gegen die umstrittene Überwachung von Abgeordneten durch den Verfassungsschutz. In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage verweise die Regierung auf das Bundesverfassungsschutzgesetz. Dies sehe "keine privilegierende Sonderbehandlung" von Parlamentariern vor, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Deshalb dürfe auch in diesem Fall "ohne Ansehen der Person" überwacht werden. Anlass der Anfrage waren Berichte, wonach mehrere Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion überwacht werden. So sollen Fraktionschef Oskar Lafontaine und dessen Stellvertreter Bodo Ramelow im Visier der Geheimdienste sein.

Artenschutz

Naturschutzbund sieht alarmierenden Rückgang von Wiesenvögeln

Mit Blick auf die Ostertage hat der Naturschutzbund NABU auf "die alarmierende Situation bei Deutschlands Wiesenvögeln" aufmerksam gemacht. Den Feld- und Wiesenvögeln gehe es so schlecht wie nie zuvor, einige seien mittlerweile in Deutschland sogar vom Aussterben bedroht. Aktuelle Auswertungen des NABU zeigten, dass typische "Ostervögel" wie Kiebitz, Uferschnepfe und Feldlerche bundesweit erschreckende Bestandsrückgänge aufwiesen.

"Besser vermitteln"

Designierter UN-Umweltchef fordert Maßnahmen zum Artenschutz

Der designierte Direktor des UNO-Umweltprogramms, Achim Steiner, fordert Maßnahmen zum Artenschutz. Bei der laufenden UNO-Konferenz in Brasilien müssten konkrete Maßnahmen beschlossen, werden, wie die von der "Staatengemeinschaft" vereinbarten Ziele bis 2010 umgesetzt werden könnten, sagte Steiner der "Berliner Zeitung". Er wünsche sich ein Signal für bessere Kooperation von Nord und Süd.

Ziervögel

Artenschützer fordern Wildvogel-Importverbot

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober macht die Artenschutzorganisation Pro Wildlife auf "das tödliche Geschäft mit Wildvögeln" aufmerksam: Etwa 3,5 Millionen Vögel würden jährlich der Natur entrissen, um die Nachfrage nach Papageien, Beos, Prachtfinken und anderen "Ziervögeln" allein in der EU zu decken. Die Hälfte dieser Tiere sterbe bereits bei Fang, Lagerung und Transport in den Herkunftsländern, die restlichen 1,75 Mio. Tiere würden "in Kisten gepfercht" und "völlig legal" in die EU gebracht. Eine Studie der Artenschutzorganisation von PRO WILDLIFE zeige, wie dieser Handel immer neue Arten an den Rand der Ausrottung treibe. Mit 87 Prozent der Importe sei die EU mit Abstand weltgrößter Abnehmer von Ziervögeln aus freier Wildbahn. Weit über 200 Tier- und Naturschutzverbände forderten von der EU, "den grausamen Vogelimport endlich zu verbieten". Auch zur Bekämpfung der Vogelgrippe sei ein solcher Schritt "längst überfällig", heißt es bei Pro Wildlife.

Artenschutz

China will offenbar den Handel mit Körperteilen von Tigern legalisieren

Nach Informationen der Artenschutzorganisation WWF (World Wildlife Fund) erwägt die chinesische Regierung, den seit 1993 in China verbotenen Handel mit Körperteilen von Tigern wieder frei zu geben. Nach Ansicht des WWF würde die Freigabe die Situation der vom Aussterben bedrohten Tiger-Populationen in Asien dramatisch verschärfen. "Die Pläne müssen unbedingt gestoppt werden. Die Zukunft des Tigers steht auf dem Spiel", meint Volker Homes vom WWF.

Artenschutz

Riesen-Kakerlake im Urwald entdeckt

Auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, wurden in den vergangenen zehn Jahren 360 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Artenschutzorganisation WWF. Dazu gehörten 260 Insekten, 50 Pflanzen, 30 Süßwasserfische, sieben Frösche, sechs Echsen, fünf Krabben, zwei Schlangen und eine Kröte. Auch eine zehn Zentimeter lange Riesen-Kakerlake zähle zu den jüngsten Funden: Es sei die vermutlich größte Schabe der Welt, vermuten die Artenschützer. Die in Deutschland berüchtigte Küchenschabe bringe es vergleichsweise nur auf ein Viertel dieser Länge.

Artenschutz

Letzte Rettung für den Iberischen Luchs gefordert

Der Iberische Luchs ist die bedrohteste Katze der Welt. Wie die Umweltschutzorganisation WWF am Donnerstag mitteilte, streifen nach neuesten Zählungen nur noch zwei Bestände dieses Räubers, mit zusammen etwa 100 Tieren, durch Spanien und Portugal. Vor nur zwei Jahren konnten noch 160 Individuen gezählt werden. Der Pardelluchs, wie er auch genannt wird, blickt daher in eine düstere Zukunft: Sollten die EU und Spanien nicht unmittelbar handeln, wird der Iberische Luchs in wenigen Jahren aussterben.

Artenschutz

Trophäenjagd auf Grönlands Eisbären

Grönland will zukünftig Eisbären durch Hobbyjäger abschießen lassen. Das meldet die Artenschutzorganisation "Pro Wildlife". Neben einer zunehmenden Gefährdung der Tiere durch Klimaveränderung und Umweltgifte sei die Trophäenjagd ein weiterer Schlag gegen die Eisbären. Die Biologin Daniela Freyer von "Pro Wildlife" führt die Jagd auf die Profitgier zurück: Hobbyjäger gäben zwischen 15.000 und 30.000 Euro für einen selbst geschossenen Eisbären aus. Die Jagd widerspreche internationale Schutzabkommen, die den unkontrollierten Abschuss und Handel unter zu beschränken versuchten. "Jagdreiseveranstalter im Ausland wittern das große Geschäft - doch weder die Eisbären noch die Menschen in der Region werden von der Jagd profitieren", sagt Freyer. Bislang sei in Grönland nur den Ureinwohnern die traditionelle Jagd auf Eisbären erlaubt worden.

Artenschutz

Italien will seltene Vögel zum Abschuss freigeben

Die italienischen Regierung plant die Jagd auf Vögel zu lockern. Das meldet die Umweltstiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur). Künftig soll die Jagdsaison verlängert, die Zahl der jagdbaren Vogelarten von 36 auf 41 erhöht und die Haltung von lebenden Lockvögeln vereinfacht werden. "Bei illegalen Abschüssen sollen nur noch Bußgelder und keine Haftstrafen mehr verhängt werden können und zum Training von Jagdhunden könnte dann selbst in Naturschutzgebieten ganzjährig gejagt werden", berichtet Vogelexperte-Martin Schneider-Jacoby von Euronatur.

Artenschutz

Kreuzungs-Verbot für Greifvogelarten beschlossen

In Deutschland ist es zukünftig verboten, Greifvogel-Hybride zu züchten. Dabei handelt es sich um Kreuzungen unterschiedlicher Greifvogelarten, zum Beispiel des Wander- und des Gerfalkens. Der Bundesrat hat am Freitag der Änderung der Bundesartenschutzverordnung zugestimmt, die Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) vorgelegt hatte. Hybride werden vorwiegend für Abnehmer in arabischen Staaten gezüchtet und dorthin exportiert. Gelangen sie bei Freiflugübungen in die Natur, können sie Bestand und Wiederansiedlung der heimischen Greifvogelarten, insbesondere der Wanderfalken, ernsthaft gefährden. Sie können erwiesenermaßen Vögel heimischer Arten aus ihren Revieren verdrängen und deren Brut damit vernichten.

Tierschutz

Zoll entdeckt Koffer voller Singvogelleichen in München

Bei einer Routinekontrolle mit einem Röntgengerät stießen Zöllner auf dem Münchener Flughafen auf vier Koffer, die randvoll mit streng geschützten Singvögeln gefüllt waren. Im Gepäck eines 40jährigen Italieners, der von Rumänien nach Norditalien unterwegs war, entdeckten die Beamten exakt 2101 tote Wiesenpieper, fein säuberlich gestapelt und verpackt in Plastiktüten. Nach Informationen des Bonner Komitees gegen den Vogelmord sollten die Tiere in Venedig illegal in einem Restaurant an Gourmets verkauft werden.

Artenschutz

Seeadlerzahlen steigen dank Schutzmaßnahmen wieder

Wie die jüngsten Erhebungen belegen, brüten in Deutschland immer mehr Seeadler. Mittlerweile ist die Zahl der Brutpaare nach Angaben des WWF auf mindestens 470 angestiegen - 40 mehr als im letzten Jahr. In allen Bundesländern, in denen die Seeadler zurückgekehrt sind, konnten in 2004 Zuwächse verzeichnet werden. Spitzenreiter ist das seenreiche Mecklenburg-Vorpommern mit 209 Brutpaaren. Dabei hatte es einst sehr düster für die Zukunft des deutschen Wappentiers ausgesehen.

Auch "Mauerblümchen" geschützt

Artenschutzkonferenz bringt Fortschritte für viele Arten

Natur- und Artenschützer ziehen eine positive Bilanz der Welt-Artenschutzkonferenz. Die am Donnerstag zu Ende gegangene CITES-Konferenz habe für viele bedrohte Arten Fortschritte gebracht. Nach Meinung von Artenschutzexperten ist die Entwicklung des knapp 30 Jahre alten Washingtoner Artenschutzübereinkommens vor allem bei Fischen und Hölzern erfreulich. Auch weniger bekannte Arten würden jetzt geschützt. Kontraproduktiv sei allerdings die Freigabe des Handels mit Elfenbeinschnitzereien für Touristensouvenirs.

CITES

Gewinner und Verlierer der Artenschutzkonferenz

Die Welt-Artenschutzkonferenz hat eine Reihe an Verbesserungen für den Schutz bedrohter Arten beschlossen.

Artenschutz

Weiße Haie bleiben vorerst geschützt

Der Fang auf Weiße Haie bleibt weiterhin streng kontrolliert. Das entschied die Mehrheit der Länder auf der Artenschutzkonferenz in Bangkok. Am Mittwoch und Donnerstag wird endgültig festgelegt, ob diese Vor-Entscheidung gültig bleibt. Madagaskar und Australien stimmten in einem gemeinsamen Antrag für eine strikte Kontrolle des Handels mit diesen Fischen und ihren Produkten. Der Antrag wurde trotz des Gegendrucks von Fischereinationen wie China, Japan und Norwegen mit deutlicher Mehrheit angenommen. Diese Länder richteten sich schon oft gegen Beschlüsse, da sie die Einschränkung ihrer nationalen Souveränität in allen Fischereiaktivitäten befürchten.

Artenschutz

Absolutes Handeslverbot rettet Papageien in letzter Minute

Zwei hochbedrohte Papageienarten - der Gelbwangenkakadu und die Blaukopfamazone - konnten kurz vor dem Aussterben gerettet werden. Ein absolutes Handelsverbot erweitert das existierende Exportverbot Indonesiens und Mexikos. Damit hat illegaler Handel auch Konsequenzen für die Importländer, zu denen auch Deutschland gehört, berichtet die Tierschutzorganisation Pro Wildlife. Das Exportverbot war umgangen worden indem wilde Vögel als angebliche Nachzuchten in andere Länder geschmuggelt wurden.

13. Artenschutzkonferenz

Erste Hürde für besseren Schutz des Irawadi-Delfins genommen

Ein Antrag Thailands, den Handel von Irawadi-Delfinen für die Gefangenhaltung in Aquarien zu verbieten, hat am heutigen Freitag auf der 13. Artenschutzkonferenz (CITES) in Bangkok die erste Hürde genommen. Das zuständige Komitee nahm mit großer Mehrheit den Vorschlag an. Die kleinen und häufig geographisch isolierten Populationen des Irawadi-Delfins in SüdostAsien sind durch den unbeabsichtigten Fang in Fischernetzen und die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht. Thailand befürchtet, dass die steigende Nachfrage an gefangenen Delfinen in Asien für Vergnügungsparks und Delfinarien zu einer Zunahme der Wildfänge führen könne.

Naturschutz

Uhu wird Vogel des Jahres

Der Uhu ist "Vogel des Jahres 2005". Naturschutzbund NABU begründete die Wahl am Freitag, der Vogel stehe wie kaum eine andere Art für "einen der ganz großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz". Die hierzulande fast ausgerottete größte europäische Eule komme dank gezielter Artenhilfsprogramme heute wieder bundesweit vor. Trotz der vielerorts stabilen Bestände sei die Population dieses nachtaktiven Greifvogels allerdings regional rückläufig, ohne dass die Ursachen hierfür bekannt seien. Auch wenn sich das Blatt insgesamt gewendet habe, sei der Uhu bis heute besonders schutzbedürftig.