atommeiler

"Kleinstleckagen"

Rostige Schweißnähte im Atommeiler Brunsbüttel

In dem seit mehr als einem Jahr stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel ist es erneut zu einem meldepflichtigen Vorfall gekommen. Im Maschinenhaus wurden an Messleitungen für das mit Elbwasser gefüllte Nebenkühlwassersystem zwei "Kleinstleckagen" festgestellt, wie Betreiber Vattenfall Europe am Donnerstag mitteilte.

Defekt im Umspannwerk Bürstadt

Atommeiler Biblis A nach Vorkommnis wieder am Netz

Der Essener Energiekonzern RWE hat am Montag (18. August) Block A des hessischen Atomkraftwerkes Biblis wieder ans Netz genommen. Der Ausfall am Sonntag gegen 17.30 Uhr sei auf eine offenbar defekte Überwachungseinrichtung des Stromnetzes zurückzuführen gewesen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dadurch habe sich ein Hauptschalter einer Stromleitung in dem Umspannwerk im südlich vom Kraftwerk gelegene Bürstadt geöffnet.

Pläne in der Slowakei

Ex-Minister und E.On-Manager Müller plädiert für neue Atommeiler

Der Manager des Atomkonzerns E.On, Werner Müller, einst Bundeswirtschaftsminister der rot-grünen Bundesregierung, spricht sich für den Bau neuer Atomkraftwerke aus. "Wir werden um den Neubau von Kernkraftwerken nicht herumkommen", sagte Müller der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem am Dienstag veröffentlichten Interview. Der heutige Vorstandsvorsitzende des RAG-Konzerns war in der ersten rot-grünen Legislaturperiode maßgeblich an den Atomkonsens-Verhandlungen mit den Betreibern der Kernkraftwerke beteiligt. Vor seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminster war bereits Manager des E.On-Vorgängerunternehmens Veba. Nach Angaben der slowakischen Wirtschaftszeitung "Hospodárske noviny" denkt der deutsche Atomkraftwerksbetreiber E.On über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in der Slowakei nach. Der Vorstandsvorsitzende der E.On Energie AG, Johannes Teyssen, wurde in der Zeitung Ende März mit den Worten zitiert: "Die E.On AG ist interessiert an der Errichtung eines neuen Atomkraftwerks am existierenden Atomkraftwerksstandort Jaslovske Bohunice."

Abweichung von Konstruktionsvorgaben

Atommeiler Brokdorf wegen Mängeln an Rohrhalterungen abgeschaltet

Das schleswig-holsteinische Atomkraftwerk Brokdorf ist am Dienstagabend außerplanmäßig heruntergefahren und vom Netz genommen worden. Grund seien Arbeiten am Leitungssystem für die Notkühlwasserversorgung, sagte eine Sprecherin des für die Reaktorsicherheit zuständigen Sozialministeriums am Mittwoch in Kiel. Bei einem Prüfprogramm seien im Leitungssystem "Abweichungen der vorhandenen Ausführung von den Konstruktionsvorgaben festgestellt" worden. Dies betreffe "Festpunkte" des Speisewassersystems, die zur Lastabtragung bei Störfällen benötigt werden. Laut E.On Kernkraft geht es um die Rohrleitungshalterungen. Auch im Atomkraftwerk Biblis wurden unlängst Probleme mit den Halterungssystemen und ihren Dübeln festgestellt.

Tschernobyl-GAU

BUND warnt vor Gefahren alternder Atommeiler

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat anlässlich des morgigen 16. Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor den besonderen Gefahren gewarnt, die von alternden Atommeilern ausgehen. Die jüngsten Störfälle im AKW Brunsbüttel und im amerikanischen AKW Davis Besse hätten auf alarmierende Weise gezeigt, dass das Sicherheitsrisiko mit dem Alter der Atomkraftwerke deutlich ansteige. Beide AKW seien vor etwa 25 Jahren in Betrieb gegangen und damit älter als die meisten anderen Reaktoren. Vor diesem Hintergrund sei die im Atomkonsens vereinbarte Laufzeit von durchschnittlich 32 Jahren für die deutschen Atommeiler nicht zu verantworten.

Atomkraft

Regelmäßige Verstöße gegen Vorschriften im Atommeiler Philippsburg

Im Atomkraftwerk Philippsburg haben Mitarbeiter über viele Jahre hinweg gegen Sicherheitsauflagen verstoßen. Dies räumte der Vorstandsvorsitzende der Betreibergesellschaft Energie Baden-Württemberg AG, Gerhard Goll, ein. Goll zufolge wurden im Block 2 beim Wiederhochfahren der Anlage nach einer Revision regelmäßig die vorgeschriebenen Füllstände von Flutbehältern nicht eingehalten. Es habe sich in diesem Bereich über Jahre hinweg eine Übung eingeschlichen, die nicht den Vorschriften entsprochen habe.

Atomkraft

Koalitionspolitiker wollen alte Atommeiler schneller vom Netz nehmen

Politiker der Koalition drängen als Konsequenz aus den Terroranschlägen in den USA auf eine schnellere Abschaltung älterer Kernkraftwerke in Deutschland. Die Energieexpertin der Grünen, Michaele Hustedt, sagte der Berliner Zeitung, mit den Betreibern müsse noch einmal über die Restlaufzeiten geredet werden. Ziel müsse es sein, die älteren Meiler rascher abzuschalten. Unter Sicherheitsaspekten seien diese Reaktoren besonders fragwürdig.

Atomkraft

Grüne sorgen sich um Sicherheit der Atommeiler

Angesichts möglicher Terror-Anschläge in Deutschland sorgen sich die Grünen um die Sicherheit der Atommeiler. Nach den Attentaten auf New York und Washington müsse geprüft werden, ob eine Beschleunigung des Atomausstiegs aus sicherheitspolitischen Gründen Sinn mache, sagte Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch. Ein Sprecher des Umweltministeriums stellte aber klar, dass es keine Änderung am Atomkonsens geben werde. Vielmehr müsse angesichts der schrecklichen Ereignisse das Gesetzgebungsverfahren so schnell wie möglich umgesetzt und der Atomausstieg damit festgeschrieben werden.