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Babcock Borsig - Pleite

Erste Entlassungen in Oberhausen nach Insolvenzantrag

Beim Maschinen- und Anlagenbauer Babcock Borsig stehen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens die ersten Entlassungen auf der Tagesordnung. Bis zum Jahresende sollten 1100 Stellen gestrichen werden, davon 680 am Konzernsitz Oberhausen, sagte die IG-Metall-Vertreterin im Babcock-Aufsichtsrat, Hannelore Elze, dem "Handelsblatt" vom Montag. Unter Berufung auf einen Vorschlag des Vorstandes sagte Elze, 900 Beschäftigte sollten bereits jetzt freigestellt werden, da sie nicht mehr benötigt würden. Ein Babcock-Sprecher sagte dem Blatt, die Gespräche mit dem Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau seien noch nicht abgeschlossen.

Rettungsversuch

Knapp zwei Drittel der 21 000 Babcock-Arbeitsplätze gesichert

Beim zahlungsunfähigen Maschinenbaukonzern Babcock Borsig sind bisher 12 000 der weltweit rund 21 000 Arbeitsplätze gesichert. Damit sei man sechs Wochen nach der Insolvenz ein gutes Stück vorangekommen, betonte Insolvenzverwalter Helmut Schmitz.. Bei den Jobs handele es sich um Stellen bei stabilen sowie bei inzwischen verkauften Tochtergesellschaften. Die aus der insolventen Babcock Borsig AG hervorgehende Auffanggesellschaft soll am 1. Oktober starten und sich auf die Bereiche Service, Energietechnik und Umwelttechnik konzentrieren.

Babcock Borsig vor dem Aus

Krisengipfel zu Babcock Borsig - Bank lehnt Sanierungsplan ab

Die Verhandlungen zur Rettung des Oberhausener Maschinen- und Anlagebauers Babcock Borsig in allerletzter Minute laufen auf Hochtouren. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) traf sich am Montagmittag mit Großaktionären, Anteilseignern und Banken zu einem weiteren Krisengipfel. Die Hoffnungen auf eine Rettung des 111 Jahre alten Traditionsunternehmen sanken indes gen Null: Ein Sprecher der Commerzbank bezeichnete in Frankfurt am Main den ursprünglichen Sanierungsplan als nicht tragfähig.

Sanierung bei Babcock-Borsig

Mitarbeiter sollen 50 Millionen Euro beitragen

Zur Abwendung der Schieflage bei Babcock-Borsig sollen die Mitarbeiter Presseangaben zufolge einen Sanierungsbeitrag von 50 Millionen Euro leisten. Geplant ist nach Informationen der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" die jüngst ausgehandelte Tariferhöhung der Metallindustrie auszusetzen. Zum Lohnopfer werde auch ein Verzicht beim Weihnachtsgeld gehören.