big-brother
Geheimprojekt Personenkennziffer
Ab Juli 2007 angeblich zentraler Schritt zum gläsernen Bürger
Einem Bericht der "Heilbronner Stimme" zufolge möchte die große Koalition ab 1. Juli 2007 klammheimlich für die gesamte Bevölkerung eine einheitliche Personenkennziffer einführen. Für Datenschützer wäre das ein Meilenstein des Staates auf dem Weg zum "gläsernen Bürger". Das Projekt sei abgelaufen wie eine geheime Kommandosache. "Union und SPD, die sonst ihre Gesetzesvorhaben gerne an die große Glocke hängen und ihre Erfolge in aller Öffentlichkeit präsentieren, hüllten sich in Schweigen und zogen die Sache so unauffällig und diskret wie nur irgendwie möglich durch", heißt es in dem Bericht.
Überwachung
Sechste "BigBrotherAwards" werden verliehen
Eine Jury aus "Menschenrechtlern, Computerexperten, Daten- und Verbraucherschützern" verleiht zum sechsten Mal den Negativpreis "BigBrotherAwards". Noch bis zum 15. August können Vorschläge unterbreitet werden, welche Person oder Organisation den Preis erhalten solle. Anwärter sollten sich für Überwachung und Datensammlung stark mache, so die Initiatoren. Zu den Ausgezeichneten der letzten Jahre gehörten beispielsweise Bundesinnenminister Otto Schily "für die Anti-Terrorgesetze" und die Bayer AG "für den Drogentest per Urinprobe bei ihren Auszubildenden".
Anti-Auszeichnung vergeben
BigBrotherAwards Österreich für Biometrie und Medienbeeinflussung
Die österreichischen BigBrotherAwards 2004 gehen an Hutchison Austria, die Linzer Discothek "WON", die Innen- und Justizminister von vier EU-Mitgliedsstaaten, Österreichs Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, die Wiener Amtsärzte und die Linz Strom GmbH. Die unter dem Motto "Teer und Federn" Ausgezeichneten haben sich nach Ansicht der Jury besonders schwerer Angriffe auf die Privatsphäre der Bürger schuldig gemacht. Neben der "besonderen Tücke" oder "Alltäglichkeit des Falls" sind auch die bereits eingetretenen negativen Folgen für die Gesellschaft ein Kriterium für die Vergabe. In anderen Fällen wiederum war das soziale Schadenspotenzial einer technischen Anwendung oder Gesetzgebung der Anlass verantwortlich für eine Nominierung.
Fünfte BigBrotherAwards
Überwachungs-Oscars werden Freitag verliehen
Die "sieben Oscars für Überwachung" (Le Monde), die diesjährigen Deutschen BigBrotherAwards, werden am Freitag in Bielefeld verliehen. Die Preisträger - Unternehmen, Organisationen und Politiker - verletzen nach Meinung der Jury erheblich die Privatsphäre der Bundesbürger. Vergeben wird der Preis, diese Jahr zum fünften Mal, in verschiedenen Kategorien, darunter "Politik", "Verbraucherschutz", "Arbeitswelt" und "Kommunikation".
Schon einige Erfolge vorzuweisen
BigBrotherAwards
Zum fünften Mal jährt sich die Verleihung des Datenschutznegativpreises "BigBrotherAward". Eine Jury aus Menschenrechtlern, Daten- und Verbraucherschützern wählt aus den Vorschlägen die gemeinsten "Datenkraken" des Jahres aus. Der BigBrother Award kann schon einige Erfolge aufweisen. So enntarnte er im Jahr 2000 die Payback Rabatt-Karte als Datensammalkarte oder deckte 2001 auf, dass Firmen Menschen mittels des sogenannten Scoringverfahrens in wünschenswerte und weniger wünschenswerte Kunden einteilen
Freie Verschlüsselungssoftware als Gegenmittel
Spionage-System "Echelon" überwacht alles und jeden
Das Thema wird nur mit spitzen Fingern angefasst. Mit einem knappen "Ja" antwortete in Washington ein CIA-Vertreter auf die Frage, ob der US-Geheimdienst mit seinen "großen Ohren" mitunter auch deutsche Politiker, Wirtschaftler oder Forscher belauscht. Ansonsten: "No comment." Offiziell findet so etwas nicht statt. Es ist in Berlin jedoch kein Geheimnis, dass gerade Politiker von Fachleuten ständig überprüfen lassen, ob sie bespitzelt werden.
Datenschutz-Negativ-Preis
Anwalt spendiert Fahrkarte zu "BigBrotherAwards" für Berliner Innensenator
Aus Kostengründen will der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) nicht an der Verleihung der diesjährigen "BigBrotherAwards" teilnehmen. Ihm soll im Rahmen einer Feierstunde am 24. Oktober in Bielefeld mit dem "BigBrotherAward" einer der diesjährigen Negativ-Preise für "Datenkraken" verliehen werden, berichtet die "Berliner Morgenpost". Um die Teilnahme des Berliner Innensenators an dem Festakt dennoch zu ermöglichen, hat nun der Berliner Rechtsanwalt Fredrik Roggan angeboten, die Reisekosten für Herrn Körting zu übernehmen.
Negativ-Auszeichnungen für Daten-Schnüffler
BigBrother-Award Deutschland geht an Microsoft
Der Windows-Hersteller Microsoft hat am Freitag in Bielefeld bei der deutschen Verleihung der BigBrother-Awards nicht nur den Lifetime-Award, sondern auch den Hauptpreis erhalten. Begründet wurde die Entscheidung mit der Einführung von Digital-Rights-Management-Systemem (DRM) zum vermeintlichen Schutz von Urheberrechten. Dabei habe sich der Konzern großzügige Rechte eingeräumt, die jeden User von MS-Produkten endgültig ans "Gängelband" des Unternehmens nehmen. Der BigBrother-Award wird in Deutschland vom Verein FoeBuD als "Negativ-Preis für Daten-Kraken" vergeben. BigBrother-Awards werden inzwischen bereits in 14 Ländern verliehen.
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