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china

In 100 Tagen

China startet Raumfahrtprogramm

China will in 100 Tagen die dritte Raumfahrt-Nation der Erde werden. Ein offizielles Datum für den ersten Raumflug wurde nicht genannt. Der Zeitplan werde aber eingehalten, heißt es seitens der Chinesen. Danach soll wahrscheinlich am Nationalfeiertag, dem 1. Oktober, das Raumahrtprogramm beginnen. Unbekannt sind die Größe der Crew, die Namen der Astronauten und der eigentliche Auftrag der Mission. Bis Januar diesen Jahres wurden drei unbemannte Raumschiffe des Typs Shenzhou erfolgreich gestartet. Eines davon war mit Systemen für den bemannten Raumflug ausgestattet. Bekannt wurde, dass das Bejing Aerospace Center mit 14 potenziellen Astronauten Tests durchführt.

Umsatz von 4,6 Milliarden Dollar

Zahl der Musik-Raubkopien mehr als verdoppelt

In den letzten drei Jahren haben sich die weltweiten Verkäufe von Musik-Raubkopien mehr als verdoppelt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des internationalen Verbandes der Musikindustrie IFPI. Demnach wurde 2002 zum ersten Mal seit drei Jahren mehr als eine Milliarde illegaler CDs verkauft, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz des Piraten-Marktes, inklusive CD-R und Kassetten, sei damit um sieben Prozent gestiegen und betragte 4,6 Milliarde Dollar.

Pressefreiheit

SARS verursacht Lockerung der Zensur in China

Die durch die Lungenkrankheit SARS ausgelöste Krise hat für chinesische Medien auch positive Seiten. Die Berichterstattung in der von Zensur geprägten autoritären Volksrepublik schafft sich vor dem Hintergrund der Krise Freiräume, die chinesische Medien bisher ebenso wenig kannten wie die Politiker und das Publikum des Landes, berichtet das Wall Street Journal. Zumindest konnten eine Lockerung der Medienzensur in der jüngsten Vergangenheit beobachtet werden. Zudem erwarte die chinesische Öffentlichkeit nach SARS von den Medien eine sorgfältige, wahrheitsgemäße und zeitgerechte Berichterstattung und keine Propaganda mehr.

Drei-Schluchten-Staudamm

Chinesische Bauern wegen Protesten verhaftet

Weil sie Beschwerde gegen die Veruntreuung von Geldern aus dem Umsiedlungsfonds des umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamms einlegen wollten, befinden sich zwei Bauern aus der chinesischen Provinz Yunyang seit Ende April in Haft. Nach Berichten der Washington Post wurden Chen Qishan und Huo Zhenkui am 28. April von der Polizei festgenommen. Sie und zwanzig weitere Bauern aus der Provinz Yunyang waren Ende April nach Peking gereist, um Beschwerde gegen die Veruntreuung von Umsiedlungsgeldern für den Drei-Schluchten-Staudamm durch die Provinzbehörden in Yunyang einzulegen.

Zum Schutz der Ozonschicht

China verbietet Tetrachlormethan

China verbietet ab 1. Juni den Einsatz von Tetrachlormethan als Reinigungsmittel. Dies ist Teil der Bestrebungen der Nation, die Ozonschicht zu schützen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoff) reichert sich in der Stratosphäre an, wo es durch UV-Photolyse abgebaut wird und zur Minderung der Ozon-Schicht beitragen kann. Unternehmen, die sich nicht an diese neue Regelung halten, sollen hart bestraft werden.

Parallelen zur Ebola-Epidemie in Afrika

SARS löst Razzien auf Wildtiermärkten in China aus

Chinas Behörden greifen durch, um die Ausbreitung von SARS einzudämmen: Zehntausende Wildtiermärkte, Restaurants und Küchen in Südchina waren Ziel aktueller Razzien der Regierung, berichtet die Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Dabei seien fast 840.000 bedrohte Tiere beschlagnahmt und 1.428 Verdächtige festgenommen worden. Chinesische Ärzte vermuten die Quelle von SARS im Verzehr von Wildtieren. "Die Angst vor der Lungenkrankheit führt möglicherweise zu einem Umdenken bei den Konsumenten. Dies wäre eine unerwartete Chance für den Artenschutz", hofft Sandra Altherr, Biologin bei Pro Wildlife. Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass die Ursache für SARS im massenhaften Konsum von Wildtieren auf asiatischen Märkten und in Restaurants zu suchen ist, wäre dies kein Einzelfall: Auch im Falle der in Zentralafrika grassierenden Ebola-Epidemie werde als Übertragungsweg der Verzehr von Fleisch infizierter Wildtiere, in diesem Falle Menschenaffen, vermutet.

Worldwatch Institute

Fleisch für die Reichen aus den Ländern der Armen schädigt die Umwelt

Die Fleischproduktion wird in Schwellen- und Entwicklungsländern ein immer bedeutenderer Wirtschaftsfaktor, da Konzerne aus Europa und den USA ihre Produktionsstätten in unterentwickelte Länder wie Russland, Mexiko, Indien, China und die Philippinen verlagern. Allerdings bergen diese Tierfarmen große Risiken für Umwelt und Gesundheit, warnt das Worldwatch Institute.

Keine Entspannung in China

Über eine Million Dollar gegen SARS

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao rechnet im Kampf gegen SARS mit keiner baldigen Entwarnung. "Die Lage in China ist noch immer ernst", zitiert die BBC Wen anlässlich des Treffens der zehn südostasiatischen ASEAN-Staaten mit Vertretern Chinas und Japans in Bangkok. Der Ministerpräsident schlug einen Fonds zur Bekämpfung von SARS vor. Peking wolle dafür rund 1,2 Millionen Dollar bereitstellen, Thailand ist bereit, 250.000 Dollar zur Verfügung zu stellen. Die genaue Höhe des Fonds wurde noch nicht festgelegt. Zudem wolle man künftig Informationen über die Ausbreitung von SARS und Gegenmaßnahmen besser austauschen.

Neue Reservate in China

Mehr Schutz für Pandas

Die chinesische Regierung hat fünf neue Schutzgebiete für Pandas im Qinling Gebirge ausgewiesen. Durch die neuen Reservate im Zentrum des Landes stehen den seltenen Bambusbären dort jetzt mit 334.000 Hektar annähernd doppelt so große Rückzugsgebiete zur Verfügung, berichtet die Tierschutzorganisation WWF. Dadurch steige die Überlebenschance für die seltenen Pandas, erläutert Susanne Honnef vom WWF Deutschland. Der WWF schätzt den Bestand an wild lebenden Pandas auf etwas mehr als 1.000 Tiere. Sie lebten isoliert voneinander in einem halben Dutzend Bergwäldern, zwischen denen es für die Tiere keine Verbindung gebe.

Forschungsreaktor Garching

Weg frei für neuen Atomreaktor mit waffenfähigem Uran

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat am Dienstag den Weg für die Betriebsgenehmigung eines neuen Atomreaktors frei gemacht. Er erteilte dem bayerischen Umweltministerium als Genehmigungsbehörde einige Auflagen, unter denen der Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München in Betrieb gehen kann. Bis zum Jahr 2010 darf der als Neutronenquelle für die Materialforschung vorgesehene Reaktor noch mit hochangereichertem Uran betrieben werden. FRM-II sei damit außerhalb von China und Libyen weltweit der einzige neue Reaktor, der mit waffentauglichem Uran betrieben werde, kritisierten Atomkraftgegner und auch Umweltminister Trittin.

SARS

Schnelltest weist Seuche innerhalb kürzester Zeit nach

Fortschritt im Kampf gegen die gefährliche Lungenkrankheit SARS: Die Seuche kann jetzt weltweit erstmals mit einem kommerziellen Schnelltest innerhalb kürzester Zeit nachgewiesen werden. Am Dienstag seien die ersten etwa 1.000 Test-Sets nach Asien und Kanada verschickt worden, sagt der Molekularbiologe vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Thomas Grewing. Das Biotech-Unternehmen stellt die diagnostischen Tests nach eigenen Angaben zunächst kostenlos den Kompetenzzentren in Singapur, Hongkong und Toronto zur Verfügung.

SARS

Peking wird desinfiziert

Pekings Gesundheitsbehörde hat zur Prävention der SARS-Ausbreitung umfassende Kontrollmaßnahmen angeordnet. Teil der Maßnahmen sei eine massive Desinfektion der Stadt, gibt die Behörde bekannt. 17.114 Fahrzeuge und große Teile des Flughafens seien bereits sterilisiert worden, nun solle auch an öffentlichen Plätzen wie Schulen, Märkten, Zugstationen und Unterhaltungszentren soll die Desinfektion verstärkt werden. Hinzu kämen Züge und Taxis.

Drei-Schluchten-Staubecken

NGOs fordern Aufschub der Flutung von chinesischem Staudamm

Aus Sorge über drohende Gewaltanwendungen bei der bevorstehenden Flutung des Drei-Schluchten-Staubeckens in China wenden sich Nichtregierungsorganisationen an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf. China soll durch eine Resolution zum Aufschub der Flutung aufgefordert werden, solange die Umsiedlungsprobleme nicht zufriedenstellend gelöst seien. Obwohl bisher nur 640.000 der 1,2 bis 1,9 Millionen Betroffenen umgesiedelt seien worden, soll nach Auskunft des chinesischen Informationsbüros am 10. April mit der Auffüllung des Stausees begonnen werden.

Pressefreiheit

China lockert Zensur der Kriegsberichterstattung

China erlaubt dem staatlichen Fernsehen China Central Television (CCTV) bei der Berichterstattung über den Irak-Krieg erstmals, ein Ereignis von internationaler Tragweite weitgehend ohne politische Einflussnahme wiederzugeben. Zwar habe die Kommunistische Partei Chinas eine eigene Kommission zur Überwachung der Berichterstattung eingesetzt, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) am Donnerstag. Die Einflussnahme der Kommission beschränke sich aber bisher darauf, das staatliche Fernsehen einigermaßen mit der Anti-Kriegs-Linie der Regierung im Einklang zu halten. Ansonsten lägen die Entscheidungen weitgehend bei den Programmmachern von CCTV selbst. Damit probe das staatliche Fernsehen Chinas erstmals Berichterstattung im großen Stil nach internationalen Standards.

Gericht gegen internationale Verbrechen

Weltgerichtshof in Den Haag nimmt Arbeit auf

Der Internationale Strafgerichtshof nimmt am Dienstag offiziell seine Arbeit in Den Haag auf. Er soll weltweit Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Völkermord verfolgen. Die Zuständigkeit des Gremiums umfasst sowohl interne Konflikte in den Unterzeichnerstaaten des Abkommens als auch Konflikte zwischen ihnen, darunter Angriffskriege. Das Tribunal kann Einzelpersonen wegen Völkermordes und anderer schwerer Verbrechen zur Rechenschaft ziehen. Es soll jedoch nur dann tätig werden, wenn die Behörden einzelner Länder etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht verfolgen wollen oder können. Das Gericht ist zudem nur für Straftaten zuständig, die nach dem 1. Juli 2002 begangen wurden. Bislang liegen dem Gericht nach Medienberichten 200 Klagen vor.

Pressefreiheit

China lockert Zensur

Die neue Führung in China des offiziell nach wie vor kommunistischen Landes hat erstmals grünes Licht für einen chinesischen 24-Stunden-Nachrichtenkanal gegeben, berichtet das Wall Street Journal. Für einen Erfolg seien auch Live-Berichterstattung und Breaking News notwendig. Das beinhalte auch "einige Berichte, die nicht zensuriert werden können", so Li Xiguang, Leiter der Schule für Journalismus und Kommunikation der Tsinghua Universität. Der Entscheidung liege die Erkenntnis zugrunde, dass sich Chinesen zunehmend Informationen von ins Land drängenden internationalen Medienunternehmen oder über das Internet holten.

China

Massive Menschenrechtsverlezungen durch Drei-Schluchten-Staudamm

Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen stellt einen Augenzeugenbericht über Menschenrechtsverletzungen durch das weltgrösste Energieprojekt, den Drei-Schluchten-Staudamm in China, vor. Bauern, die den Behörden Beschwerden vorlegen wollten, wurden verhaftet und aufkeimende Proteste mit harten Repressalien bestraft. Obwohl bisher nur 640.000 der 1,2 -1,9 Millionen betroffenen Menschen umgesiedelt wurden, soll im April 2003 mit der Auffüllung des Stausees begonnen werden. Für den Stausee werden insgesamt 140 Städte und 326 Dörfer überflutet. Der Drei-Schluchten-Damm wurde u.a. durch Exportkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Hermesbürgschaften der Bundesregierung ermöglicht.

Abrechnungsbetrug

In millionenschwere Betrügereien verwickelte Firma wird aufgelöst

Die in millionenschwere Abrechnungsbetrügereien um Zahnersatz verstrickte Dentalfirma Globudent aus Mülheim wird aufgelöst. Wie die Anwälte der drei hauptbeschuldigten Manager am Montag in Köln mitteilten, ist die Liquidation der bundesweit in die Schlagzeilen geratenen Firma wegen der "Verstrickung in strafrechtliche Vorwürfe" eingeleitet worden. Weitere Einzelheiten nannten die Anwälte zunächst nicht. Nach unbestätigten Medienangaben ist den Mitarbeitern des Unternehmens bereits zum 31. Januar gekündigt worden. Globudent wird vorgeworfen, billigen Zahnersatz aus China eingeführt und seit Mitte der 90er Jahre in mindestens 1000 Fällen bei den Krankenkassen zu höheren Preisen auf deutschem Niveau abgerechnet zu haben.

Ressourcen der Energie in Biogas zu finden

China schätzt Energiepotenzial von Biogas auf jährlich 145 Milliarden Kubikmeter

Das technische Potential von Energie durch Biogas wird in China auf bis zu 145 Milliarden Kubikmeter pro Jahr geschätzt, heißt es im Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (TA) zu "Bioenergieträgern und Entwicklungsländern" (14/9953 ). Den Berichtsangaben zufolge würde diese Menge ausreichen, um die gesamte chinesische Landbevölkerung mit Energie zum Kochen und Beleuchten zu versorgen. Die Bereitstellung dieser Menge erfordere zirka 200 Millionen Biogasanlagen, woraus sich ein ungenutztes Potential von 97,5 Prozent ergebe. China ist den Angaben zufolge mit derzeit etwa fünf Millionen Biogasanlagen Spitzenreiter auf der Welt vor Indien mit drei Millionen Einrichtungen gegenüber etwa Ägypten, Peru und zahlreichen anderen Staaten mit jeweils bis zu 100 Biogasanlagen pro Land.

Schmuggler aufgeflogen

Angebliche Holzschnitzereien waren aus Elfenbein

Ein weltweit agierender Ring von Elefantenwilderern und Elfenbeinschmugglern ist aufgeflogen, wie der Artenschutzverband Pro Wildlife berichtet. Er hatte zusammen mit der englischen Organisation EIA (Environmental Investigation Agency) eine Studie zu Schmuggelwegen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dokumentiert die Zusammenarbeit von Wilderern in Sambia, einem Elfenbein-Schmugglerring in Malawi und Mozambique (Afrika) bis hin zu den Endabnehmern in Singapur, Hongkong, China und Japan. Mindestens 19 Lieferungen illegalen Elfenbeins aus Afrika, offiziell deklariert als "Steinskulpturen" oder "Holzschnitzereien", seien in den vergangenen Jahren nach Fernost geschmuggelt worden.