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"Soldaten sind keine Lösung"

Hoff sieht Blauhelme-Einsatz in Darfur kritisch

Der vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Blauhelme-Einsatz für die sudanesische Krisenregion Darfur wird von der FDP-Wehrexpertin Elke Hoff kritisch gesehen. Hoff sagte am 3. August im WDR, eine langfristige Lösung des Konfliktes sei durch die Präsenz von Soldaten nicht zu erreichen. Die Bundesregierung forderte sie dennoch auf, in dem "Krisengebiet" mehr Präsenz zu zeigen, um den Demokratisierungsprozess sowie die Wahlen im Jahr 2009 zu begleiten. Dies sollte sich jedoch nicht darauf beschränken, "nur Geld in militärische Mission zu stecken", sagte Hoff. Im Sudan konkurrieren China und westliche Industriestaaten um den Zugang zu den Ölquellen.

Sudan

Sicherheitslage für Helfer und Flüchtlinge in Darfur dramatisch verschlechtert

Die Sicherheitslage in der sudanesischen Krisenregion Darfur hat sich dramatisch verschlechtert. "Es kommt täglich zu Überfällen auf Lastwagen mit Hilfsgütern", berichtet der Projektleiter der Deutschen Welthungerhilfe in Nord-Darfur, Jonas Wiahl. "Die Versorgung der Flüchtlinge ist massiv bedroht." Die wichtigste Verbindungsstraße in Nord-Darfur musste aus Sicherheitsgründen mehrere Tage gesperrt werden. Beim jüngsten Vorfall wurde ein Konvoi der Deutschen Welthungerhilfe nördlich der Stadt Kutum in Nord-Darfur von 11 Männern auf Pferden angegriffen. Die zu Hilfe gerufenen Soldaten der sudanesischen Regierung vertrieben die Angreifer. Bei dem Schusswechsel wurde niemand verletzt.

Sudan

Verfolgung, Einschüchterung und mangelnde Hilfe in Darfur

Trotz vieler Versprechen ist es der sudanesischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft nicht gelungen, in der Region Darfur für genügend Sicherheit und Hilfe zu sorgen. Dies ist das Ergebnis eines Berichts, den die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Montag in Berlin veröffentlichte. Nach Ansicht der Organisation muss die Hilfe für die Menschen dringend aufgestockt und verbessert werden. Außerdem müsste sie verstärkt auch an entlegenen Orten geleistet werden, wo die Vertriebenen Zuflucht gesucht haben. Zudem sei es unabdingbar, die Gewalt zu stoppen, die an vielen Orten noch immer alltäglich sei.

Sudan

Flüchtlinge aus Darfur sollen ungefährdet zurückkehren können

Die Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf den Sudan zu verstärken, um eine sichere Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimatdörfer zu ermöglichen. Dreißig Tage nach Verabschiedung der UN-Resolution zum Sudan zieht Schäuble nach ihrer Rückkehr von einer einwöchigen Reise in den Sudan eine gemischte Bilanz: "Die Versorgung der Flüchtlinge hat sich verbessert, nicht jedoch die Sicherheitslage. Die Flüchtlinge misstrauen den Sicherheitskräften, daher wagen sie es nicht, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren." Viele Flüchtlinge berichteten von fortdauernden Überfällen.

Sudan

Nahrungsmittel und Moskitonetze für die Flüchtlinge in Darfur

Die Hilfsorganisation WORLD VISION verstärkt ihre Hilfe für die Opfer des Bürgerkrieges im Westen des Sudan. Zur Zeit werden 9.600 Moskitonetze verteilt, die mit einem Flieger von Nairobi nach Nyala eingeflogen wurden. Der Bedarf an Moskitonetzen ist wegen der einsetzenden Regenzeit riesig. Bisher gibt es in Nyala kaum Netze. Die Netze werden vor Ort von Ärzte ohne Grenzen verteilt. Ein erster WORLD VISION-Hilfsflug für sudanesische Flüchtlinge war zuvor von Hannover aus in Ndjamena im Tschad gelandet. Weitere Hilfslieferungen sind derzeit Vorbereitung. WORLD VISION hatte sich auch am Hilfsflug der "Aktion Deutschland Hilft" beteiligt.

Sudan

Hilfslieferungen für Darfur starten am Sonnabend

Ein Hilfsflug des internationalen Hilfswerks WORLD VISION für sudanesische Flüchtlinge startet am kommenden Samstagabend in Hannover. Die Iljuschin 76 bringt Plastikplanen, Kochsets, Wasserkanister und Wasserentkeimungstabletten nach N'Djamena, der Hauptstadt von Sudans Nachbarland Tschad. Dort werden die Hilfsgüter auf Lastwagen verladen und nach Abeche gebracht, wo sie den über 100.000 Flüchtlingen aus der Krisenregion Darfur zugute kommen sollen. Der deutsche Logistiker Daniel Ginsberg begleitet den Transport.

Sudan

Dramatische Gesundheits- und Ernährungslage der Vertriebenen in Darfur

Die Gesundheits- und Ernährungslage Tausender Vertriebener in der Region Darfur im Westen des Sudans verschlechtert sich nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen dramatisch. Die Organisation macht dafür das Ausbleiben von dringend benötigter Hilfe verantwortlich. Nur sofortige Unterstützung im angemessenen Rahmen kann eine Verschlimmerung der Situation verhindern. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen stellen eine dramatische Verschlechterung des Ernährungszustands der Bevölkerung, vor allem der Kinder, fest.

Internationale Hilfe

Sudan: Alarmierende Ernährungslage in Darfur

Die internationale Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN ist äußerst besorgt über die Ernährungslage in der Region Darfur im Westen des Sudan. Die Organisation befürchtet, dass sich die Situation der Bevölkerung aufgrund andauernder Gewalt und Unsicherheit sowie mangelnder internationaler Hilfe weiter zuspitzen wird. ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert mehr humanitäre Unterstützung für die Menschen in Darfur, um eine massive Zunahme von Unterernährung zu verhindern.

Sudan

Bedrohliche Lage für Vertriebene in Darfur

Die Vertriebenen in der Region Darfur im Westen des Sudan befinden sich in einer äußerst bedrohlichen Lage. Die dringend benötigte Hilfe bleibt jedoch weiterhin aus. Die Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN, die als eine der wenigen Nichtregierungsorganisationen in Darfur arbeitet, fordert daher mit Nachdruck ein stärkeres internationales Engagement. Zudem ist der Zugang in dieser Region für humanitäre Helfer bislang extrem eingeschränkt und muss ausgeweitet werden.