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Grüne in der EU

Sven Giegold über Diesel und Benzin

Diesel und Benzin. Sven Giegold kritisiert die FDP Am Donnerstag wird das Europaparlament über seine Position zum Revisionsvorschlag der Energiebesteuerungsrichtlinie der Europäischen Kommission abstimmen. Der Vorschlag sieht vor, europäische Mindeststeuersätze auf Energieträger festzulegen. Die ausschlaggebenden Faktoren für die Höhe der Steuer sind demzufolge für alle Energieträger der CO2- Ausstoß und der Energiegehalt (technische Neutralität). Die existierenden Verzerrungen sollen auslaufen. Der Verband der Automobilindustrie (VdA) behauptet, dass dadurch Dieselpreise in Deutschland um 22 ct pro Liter steigen würden.

Offene und geschlossene Partikelfilter

DaimlerChrysler-Tochter verzichtet offenbar auf irreführende Diesel-Werbung

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verpflichtete sich die Daimler-Chrysler-Tochter Smart in einer außergerichtlichen Vereinbarung, künftig für das Modell Fortwo cdi nicht mehr mit der "irreführenden" Zeile "PM-Katalysator mit Dieselpartikelfilter" zu werben. Die Einigung sei gut einen Monat nach einer Abmahnung durch die Umweltschützer auf Anregung des Landgerichts Stuttgart zustande gekommen. Die Umwelthilfe fordert Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche auf, das Folgemodell des Diesel-Smart mit einem geregelten Partikelfilter auszustatten und damit "ein Versprechen seines Vorgängers Jürgen Schrempp" einzulösen.

"Stets Mehrbelastung"

Eichel will angeblich Diesel und Benzin gleich besteuern

Angebliche Pläne von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) zur gleichen Besteuerung von Benzin- und Diesel-Kraftstoffen haben am Mittwoch für Wirbel gesorgt. Mittelfristig sollen nach einem Zeitungsbericht nicht nur die Spritpreise angeglichen werden, sondern auch die bisher unterschiedlichen Kfz-Steuersätze für Benzin- und Dieselfahrzeuge. Wie die "Berliner Zeitung" weiter berichtete, werde Diesel bald so teuer sein wie Benzin. Die Umstellung solle für die Verbraucher insgesamt nicht mit Mehrkosten verbunden sein, schreibt das Blatt unter Berufung auf Berliner Regierungskreise.

Fahrverbote für Diesel ohne Filter ab 1. Januar

Städte müssen mit Klagen wegen zu dreckiger Luft rechnen

Deutschlands Großstädte müssen ab dem 1. Januar mit Klagen wegen zu schlechter Luft rechnen. Die Allianz "Kein Diesel ohne Filter" kündigte am Dienstag an, gerichtlich gegen alle Kommunen vorzugehen, die keinen Luftreinhalteplan vorlegen, obwohl die Schadstoffmenge in der Luft die zulässigen Grenzwerte überschreitet. Die dreijährige Übergangsfrist sei dann vorüber, die Kommunen jetzt verpflichtet, notfalls mit Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge ohne Rußfilter die Belastung mit gefährlichen Feinstäuben zu verringern. An die Bundesregierung appellierte das Bündnis, sofort eine Steuerermäßigung für Autos mit Diesel-Filter zu beschließen. Der Grenzwert dafür müsse bei 2,5 Milligramm Partikel pro Kilometer liegen, weil alle bereits auf dem Markt verfügbaren Techniken diesen Wert erreichten. Verbraucher sollten keinesfalls mehr Fahrzeuge ohne Rußfilter kaufen, denn sie müssten ab nächstem Jahr mit Fahrverboten rechnen. Zudem, so eine "Schwacke"-Untersuchung, verlören Diesel ohne Filter unverhältnismäßig stark an Wert.

Dieselruß

Aktion gegen VW: "Kein Diesel ohne Filter" in Berlin

Anlässlich der Weigerung von Volkswagen, alle Diesel-Pkw mit modernen Rußfiltern auszustatten, protestierten heute die Engel vom "Himmel über Berlin" vor dem VW-Automobilforum gemeinsam mit dem BUND und der Deutschen Umwelthilfe für ihr Recht auf saubere Luft. Wie sollen uns die Engel im "Himmel über Berlin" in Zukunft vor Gefahren schützen, wenn sie mit Dieselruß vergiftet werden? VW-Konzernchef Pischetsrieder weigert sich, alle Diesel-PKW mit Rußfiltern auszustatten. Dieselruß ist nach dem Sachverständigenrat für Umweltfragen das gravierendste Problem im Bereich der Luftverschmutzung.

Forschung

Raps-Diesel wird realistisch

Chinesischen Forschern ist es nach jahrelanger Arbeit gelungen, Raps-Samen mit höherem Ölgehalt für die Herstellung von Treibstoffen für Autos und landwirtschaftliche Geräte zu züchten. Das berichtet die Singapore Straits Times. Die neuen Rapsarten sollen den Umstieg auf ökologische Treibstoffe erleichtern. Chen Jinqing, CEO der Zhejiang Academy of Agricultural Sciences habe als einer der ersten Wissenschaftler die Hypothese eines "Substrat-Wettbewerbs" bei den Pflanzen aufgestellt.