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Über zehn Millionen Downloads

Sicherheitslücken treiben Internet-Explorer-Nutzer zu Firefox

Der Open-Source-Browser Firefox ist in etwas mehr als einem Monat über zehn Millionen Mal heruntergeladen worden. Der Firefox-Erfolg zeige die zunehmende Unzufriedenheit der User mit dem Markt dominierenden Internet Explorer, bei dem im Herbst fast zwei Dutzend Sicherheitslücken entdeckt wurden, kommentieren Marktbeobachter. Der alternative Browser hat nun auch bei den Marktanteilen einen Sprung nach vorne gemacht.

Miese Qualität

Musikdownloads schneiden schlecht ab

Musikdownloads können in Deutschland von Preis und Qualität her noch nicht mit der CD konkurrieren. Das ergab ein Test der Fachzeitschrift Audio, die neun große Musikanbieter in Hinblick auf Preis, Angebot und Klang miteinander verglich. Unter den getesteten Download-Providern befanden sich der Musiksender MTV, die Internetprovider AOL und Tiscali sowie die Online-Plattformen von Media Markt und Karstadt.

Tauschbörsen

Deutsche tauschen Musik im Netz trotz Unrechtsbewußtsein

74 Prozent der Deutschen wissen, dass Musikangebote in "Tauschbörsen" illegal sind, 13 Prozent halten das Angebot für legal und 13 Prozent sind sich unsicher. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des internationalen Tonträgerverbandes IFPI von der GfK in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Frankreich durchgeführt wurde. Für die Studie wurden 1.000 Personen je Land befragt. Nirgendwo sei dabei das Bewusstsein um die Illegalität höher als in Deutschland, so das Ergebnis. In Frankreich liegt der Wert für die Kenntnis der Illegalität bei 57 Prozent, in Großbritannien bei 62 und in Dänemark bei 72 Prozent.

Klagen

Musiklobby will auch gegen europäische Filesharer vorgehen

Die Musikindustrie will erstmals auch europäische User wegen illegalem Filesharing verklagen. Erste Klagen könnten bereits im laufenden Jahr erfolgen, sagte Allen Dixon vom Internationalen Verband der Phonographischen Industrie (IFPI). Die Industrie fühle sich offenbar durch das Vorgehen der US-Musiklobby ermutigt, deren Klagen gegen private User zu einem signifikanten Rückgang der Musikpiraterie geführt hätten, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Marketingeffekt

Sony startet eigenen Musik-Download

Der japanische Konzern Sony will im Frühling einen eigenen Online-Musikservice starten. Der Dienst mit dem Namen Sony Connect wird beim Launch mehr als 500.000 Songs von den Major Labels und unabhängigen Labels anbieten, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Der Konzern, zu dem auch eines der großen Musiklabels gehört, verspreche sich von dem Schritt vor allem positive Effekte für seine mobilen Geräte.

KaZaA

Musiklabel nutzt Tauschbörse zum Verkauf

Das kleine australische Musiklabel Petrol Records hat mit dem Download-Service Altnet eine Vertriebspartnerschaft vereinbart. Wie das Newsportal Australian am heutigen Mittwoch berichtet, wird Petrol Records die Songs seines Albums "Sydney - The Sex, The City, The Music" für jeweils 99 US-Cent via Altnet zum Online-Kauf anbieten. Damit nutzt das Unternehmen als eines der ersten unabhängigen Labels das von der Musikindustrie heftig bekämpfte Netzwerk der Musiktauschbörse KaZaA.

Ohne Grundgebühr

Legale Musik aus dem Internet

Musicmatch eine Plattform für den Musikdownload auf den Markt gebracht, die Songs im Windows Media Format bietet. Die Plattform ist mit iTunes von Apple vergleichbar und speziell an PC-Nutzer gerichtet. Wie der Musiksoftware-Hersteller mitteilte, können Nutzer eine Musikauswahl aus allen fünf großen US-amerikanischen Labels sowie mehr als 30 unabhängigen Labels treffen. Der Dienst ist derzeit aber nur in den USA verfügbar. Heruntergeladene Tracks könnten auf drei PCs gleichzeitig abgespielt und auf Windows-unterstützte Player übertragen werden. Auch das Brennen der Tracks sei möglich, in der gleichen Zusammensetzung allerdings maximal fünf Mal.

Musik

Songs zum Download künftig kostenpflichtig

Die fünf großen Labels der Musikindustrie haben sich in Deutschland auf den digitalen Online-Vertrieb ihres Repertoires geeinigt. Damit solle deutschen Musikliebhabern ab dem 1. Juni 2003 eine Alternative zu illegalen Tauschbörsen geboten werden, berichtet die Financial Times Deutschland am Dienstag. Ab diesem Zeitpunkt sollen User die Songs ihrer Wahl von den Webportalen der Labels sowie einiger Partner laden können. Die Musik werde nur in Form einzelner Songs angeboten werden, nicht als gesamte Alben.

400.000 gespeicherte Daten

Deutsches Musikarchiv im Netz

Was haben Claudio Abbado und Frank Zappa gemeinsam? Für Musikfans unterschiedlicher Orientierung sind sie heiß geliebte Stars des 20. Jahrhunderts. Nun stehen der Stardirigent und langjährige Chef der Berliner Philharmoniker und der Rock-Revoluzzer einträchtig nebeneinader - im größten deutschen Online-Musikverzeichnis. Von A wie Abbado bis Z wie Zappa finden sich über 400.000 Tonträger und Noten im Katalog des Deutschen Musikarchivs Berlin unter www.ddb.de. Damit gilt das Archiv als die "Deutsche Nationalbibliographie" für den Bereich Musik.

Musik zum Download

Warner Music Group will 30.000 Titel freigeben

Die Warner Music Group plant, ihre Musiktitel für den unlimitierten Download im Internet freizugeben. Die mehr als 30.000 Songs sollen über den Online-Händler RioPort.com angeboten werden, berichtet die Los Angeles Times am Dienstag. Der Preis für den einzelnen Song ist demnach deutlich niedriger als erwartet, nämlich zwischen 99 US-Cent und 1,50 Dollar. Warner reagiert damit auf Ankündigungen der Konkurrenten Sony und Universal Music, ihr Repertoire über Online-Händler an Musikliebhaber zu verkaufen.

Copyright

Musikindustrie will Tauschbörsen-Nutzer verklagen

Der US-amerikanische Verband der Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) http://www.riaa.org/ will erstmals einen einzelnen User einer Online-Tauschbörse verklagen. Mit einem Antrag beim Bezirksgericht in Washington DC fordert der Verband den Provider Verizon dazu auf, den Namen eines Tauschbörsen-Mitglieds herauszugeben, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Nach Darstellung des Musikindustrieverbands handelt es sich bei dem Internet-Nutzer um einen exzessiven Anbieter urheberrechtlich geschützter Musikdateien. Die RIAA hatte bereits im Juli angekündigt, im Rahmen ihres Kampfes gegen Copyright-Verletzungen nicht nur gegen die Betreiber von illegalen Tauschbörsen, sondern auch gegen einzelne Anbieter von Musik im Web vorzugehen.

Studie:

Durchbruch des freien Musikdownloads bis 2005

Musiklabels werden sich bis 2005 auf einen Standardvertrag mit Online-Musikhändlern einigen, der den völlig unlimitierten Kauf von Musik im Internet gewährleistet. 2007 werde das Geschäft mit dem Online-Download bereits 17 Prozent des gesamten Musikgeschäfts ausmachen. Diese Prognosen stellt eine Analyse des Marktforschers Forrester Research auf. Die in der Studie in Anlehnung an die US-Grundrechte-Charta "Bill of Rights" als "Music Bill of Rights" bezeichneten Eckpunkte dieser Standardverträge werden die Wünsche und Bedürfnisse anspruchsvoller digitaler Musikkonsumenten widerspiegeln. Musiklabels werden demnach diese "Music Bill of Rights“ erfüllen oder sinkende Musikverkäufe in Kauf nehmen müssen.